17.04.2017, 08.26 Uhr

Facebook-Mord: 50.000 Dollar Belohnung! Fieberhafte Suche nach Facebook-Mörder

Er suchte sein Opfer offensichtlich willkürlich aus, stellte ein Video der Tat online und tauchte anschließend ab: Nach der kaltblütigen Ermordung eines Rentners in Cleveland fahnden die Sicherheitsbehörden in den USA landesweit nach dem mutmaßlichen Täter. Auf Hinweise, die zur Festnahme des 37-jährigen Steve Stephens führen, setzte die Polizei eine Belohnung von 50 000 US-Dollar aus.

Die US-amerikanische Polizei sucht Mann nach Live-Mord auf Facebook. Bild: dpa

Fahnder in den USA jagen einen Verdächtigen nach der Veröffentlichung eines Mordvideos auf Facebook. Der Mann befinde sich weiterhin auf der Flucht, teilte die Polizei in Cleveland (US-Bundesstaat Ohio) in der Nacht zum Montag mit. Er soll den Mord verübt und gefilmt und das Video anschließend selbst in dem sozialen Netzwerk hochgeladen haben. Die Jagd nach dem Mörder hat nun begonnen.

Mordvideo auf Facebook: Belohnung von 50 000 US-Dollar ausgesetzt

Die Polizei hat nun auf den Verdächtigen eine Belohnung von 50.000 US-Dollar ausgesetzt. Die landesweite Fahndung nach Steve Stephens läuft bereits. Es scheint, als habe Stephens sein 74 Jahre altes Opfer einfach auf der Straße nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und kaltblütig erschossen.

Stephens soll am Sonntag einen 74 -jährigen Rentner getötet und ein Video der Tat bei Facebook veröffentlicht haben. Über das Motiv herrschte lange Rätselraten. Es scheint, als habe er sein Opfer auf der Straße nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und kaltblütig erschossen.

Der alte Mann befand sich nach Angaben der Polizei auf dem Heimweg von einem Osteressen mit seinen Kindern, als sich der Mord ereignete. Medienberichten zufolge fuhr Stephens rechts an den Straßenrand und forderte den Rentner auf, den Namen Joy Lane auszusprechen. "Joy Lane?", sagte dieser daraufhin fragend. "Ja, sie ist der Grund für das, was Dir jetzt zustößt", antwortete der mutmaßliche Täter. Er fragte sein Opfer noch nach seinem Alter. Dann drückte er ab.

Eine Frau mit dem Namen Joy Lane erklärte gegenüber dem Sender CBS, sie habe mit dem Verdächtigen über mehrere Jahre eine Beziehung gehabt. Es tue ihr leid, was passiert sei, schrieb sie in einer Kurzmitteilung an den Sender. "Steve ist wirklich ein netter Kerl. (...) Er war freundlich und liebenswürdig zu mir und meinen Kindern." Nach Angaben von Polizeichef Williams befand sich die Frau in Sicherheit.

Die Mutter des Verdächtigen sagte CNN, er sei "wütend auf seine Freundin" gewesen und habe deshalb auf Menschen geschossen. Sie habe am Sonntag mit ihrem Sohn gesprochen. Sie könne nicht glauben, was passiert sei.

Mörder streamt Mord live auf Facebook

Die Behörden haben nach eigenen Angaben einen Haftbefehl ausgestellt. Der Verdächtige ist demnach mit einem kürzlich gekauften weißen Ford unterwegs. Er sei "bewaffnet und gefährlich" und könne inzwischen den Bundesstaat verlassen haben, warnten die Behörden. Medienberichten zufolge ist auch die US-Bundespolizei FBI in die Suche involviert.

Laut Polizei soll der Verdächtige einen 74-Jährigen getötet und die Tat am Sonntagnachmittag (Ortszeit) in dem sozialen Netzwerk übertragen haben. Anders als die Polizei zunächst mitgeteilt hatte, soll es kein Live-Video gewesen sein. Die Aufnahmen seien nach der Tat hochgeladen worden, berichteten Medien unter Berufung auf einen Facebook-Sprecher. Das Video sei später gelöscht worden.

Das Opfer befand sich Medienberichten zufolge auf dem Heimweg von einem Osteressen mit seinen Kindern, als der Mord geschah. Nach bisherigen Erkenntnissen wählte der Täter den 74-Jährigen willkürlich aus. "Was heute geschah, ist sinnlos", sagte Polizeichef Calvin Williams am Sonntag. Er forderte den Mann auf, sich zu stellen.

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Der mutmaßliche Täter habe in einem zweiten Video behauptet, noch weitere Menschen getötet zu haben, teilte die Polizei mit. Dies blieb zunächst unbestätigt. Man habe bislang keine weiteren Opfer gefunden.

Der Verdächtige sei "wütend auf seine Freundin" gewesen und habe deshalb auf Menschen geschossen, sagte seine Mutter dem Sender CNN. Sie habe am Sonntag mit ihrem Sohn gesprochen und ihn gebeten, aufzuhören, berichtete die Frau. Sie könne nicht glauben, was passiert sei. Laut dem Bericht hatte die Polizei am Sonntag auch mit der Freundin des mutmaßlichen Täters gesprochen.

Medienberichten zufolge arbeitete der Verdächtige in einer Klinik für Kinder und Jugendliche mit Verhaltensauffälligkeiten im Nordosten von Ohio.

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