02.03.2017, 11.53 Uhr

Schüler misshandelt und gequält: Foltervorwürfe gegen Hamburger Nachwuchssportler

Die Aufnahme in das Hamburger Internat des Deutschen Olympischen Sportbundes ist für viele junge Sportler ein Traum. Für einen 14-jährigen Schüler wurde daraus ein Albtraum. Über Monate wurde er von älteren Mitschülern schwer misshandelt.

In einem Hamburger Sportinternat sollen zwei Jugendliche einen Mitschüler über Monate misshandelt haben. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa

In einem Hamburger Elite-Internat des Deutschen Olympischen Sportbundes sollen Nachwuchssportler einen 14-Jährigen über Monate gequält und gefoltert haben. Warum blieben die Taten so lange unentdeckt?

Foltervorwürfe gegen Schüler am Hamburger Olympia-Stützpunkt

Zwei ehemalige Schüler des Internats am Hamburger Olympia-Stützpunkt sollen einen 14-jährigen Mitschüler monatelang gequält haben. "Es wird gegen zwei ehemalige Schüler des Internats ermittelt", sagte die Leiterin des Stützpunkts, Ingrid Unkelbach, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet. Die Taten sollen sich im zweiten Halbjahr 2015 und im Januar 2016 ereignet haben.

Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung: Anklage erhoben

Wie die "Bild" berichtete, hat die Staatsanwaltschaft Kiel vor dem Amtsgericht Neumünster in Schleswig-Holstein Anklage gegen einen 19-Jährigen erhoben. Ihm werde Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft Lübeck ermittele gegen einen 18-Jährigen ebenfalls wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung. Von den beiden Staatsanwaltschaften war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

Lesen Sie auch:Misshandlungen in Elite-Kaserne – Sadistische Sex-Rituale bei der Bundeswehr.

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jat/news.de/dpa

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