Von news.de-Volontär Christopher Rust - 24.02.2016, 17.00 Uhr

Rekordhoch!: Darum gab es 2015 die meisten Hai-Attacken

Im vergangenen Jahr gab es so viele Hai-Angriffe auf Menschen wie nie zuvor. Die Gründe und wie Sie sich gegen eine solche Attacke schützen können, erfahren Sie hier.

Der Surfer Mick Fanning entkam im Juli während eines Wettkampfes in Süd Afrika nur knapp einem weißen Hai und damit wohl dem sicheren Tod. Bild: dpa

Es ist wohl einer der schrecklichsten Momente den man sich vorstellen kann: Nichts ahnend schwimmt man im Wasser und plötzlich, aus der Tiefe des Meeres, greift ein Hai an. Diese Situation müssen Menschen weltweit jedes Jahr aufs Neue durchleiden. Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Opfer von Hai-Angriffen auf ein Rekordhoch. Das sind die Gründe:

Drastischer Anstieg der Angriffe

Im Jahr 2015 stieg die Zahl der Menschen, die von einem Hai angegriffen wurden, auf ein nie zuvor da gewesenes Hoch. Fast 100 Menschen kämpften im Meer mit einem der effektivsten und brutalsten Jäger der Welt ums blanke Überleben. Sechs dieser 98 Menschen verloren den Kampf und verstarben. Im Vergleich zum vergangenen Jahr wurden somit 26 Angriffe mehr protokolliert. Betrachtet man sich den Dekaden-Durchschnitt, sind es sogar 40 Opfer mehr.

Was sind die Gründe?

Doch warum werden so viele Menschen wie nie zuvor von Haien attackiert und zum Teil getötet? George Burgess, Autor des "Shark Attack"-Berichts des "Florida Museum of Natural History" findet dafür sogar gleich mehrere Gründe:

  • Unmengen warmes Wasser durch das Wetterphänomen "El Niño"
  • Die Erderwärmung - 2015 war wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung
  • Im vergangenen Jahr gab es kaum heftige Stürme
  • Die florierende Wirtschaft bringt mehr Menschen an die Strände

Diese Rahmenbedingungen erklären die Angriffe nicht per se, doch sie geben zumindest eine Begründung, warum sich Menschen und Haie in diesem Jahr häufiger begegneten als sonst. Denn anders als in dem einen oder anderen schlechten Film ziehen es Haie im Allgemeinen vor, die Gegenwart von Menschen zu meiden, geschweige denn sie anzugreifen. Dennoch lassen sich die mitunter tödlichen Attacken nicht von der Hand weisen.

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