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05.02.2016, 15.07 Uhr

Selbstverteidigung aus Notwehr: Eine Frage des Rechts: So vermeiden Sie eine Anklage wegen Körperverletzung!

Die Deutschen decken sich derzeit vermehrt mit frei verkäuflichen Waffen ein. Vor allem Abwehrsprays wie CS-Reizgas zur Selbstverteidigung gegen mögliche Angreifer stehen hoch im Kurs. Doch wer diese benutzt, sollte sich auch der Konsequenzen im Klaren sein: Nicht selten steht nach einem Akt der Notwehr auch eine Anzeige wegen Körperverletzung ins Haus. Dies sollten Sie wissen.

Ansturm auf Selbstverteidigungsmittel: Vor allem das frei verkäufliche Pfefferspray steht derzeit hoch im Kurs. Bild: dpa

Beim abendlichen Ausgehen befindet es sich nicht selten in der Handtasche so mancher Frau ein Abwehrspray, meist Pfefferspray oder seltener CS-Gas. In Zeiten der sogenannten Flüchtlingskrise und um sich greifender Ängste, finden erlaubnisfreie Waffen reißenden Absatz in den einschlägigen Geschäften. Pfefferspray zum Beispiel ist eigentlich und ausschließlich zur Abwehr von Tieren gedacht und die Dosen sind mit einem entsprechenden Hinweis versehen. Wer abends jedoch ausgeht, erwartet in der Regel nicht unbedingt, einem Wolf oder Bären auf den Straßen dieser Republik zu begegnen.

Steigende Nachfrage nach legalen Waffen

Vielmehr scheinen sich aktuell mehr denn je Privatleute aus Angst vor Angriffen durch ihre Mitmenschen mit frei verkäuflichen Waffen wie CS-Reizgas oder Pfefferspray auszurüsten. Wie "DIE WELT" bereits im November berichtete, stieg der Absatz des Pfefferspray-Herstellers DEF-TEC Defense Technology nach dessen Angaben allein im letzten Herbst um 600 Prozent. Auch "DIE ZEIT" berichtet online, die Nachfrage bei vielen Herstellern in diesem Zeitraum sei rasant gestiegen, teilweise um das Sechsfache.

Einsatz von Distanzwaffen nur gegen Tiere erlaubt

Abwehrsprays sind sogenannte Distanzwaffen. In vielen Ländern ist der Verkauf an Privatpersonen grundsätzlich verboten. In Deutschland kann jeder Volljährige sie kaufen, mittlerweile erhält er manche Produkte nicht mehr nur in Waffengeschäften, sondern teilweise auch in Baumärkten oder Apotheken. Deren Einsatz ist, wie eingangs erwähnt, nur legal und legitim, wenn er sich gegen Tiere, nicht jedoch gegen Menschen richtet - es sei denn, der Einsatz geschieht aus Notwehr.

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