Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann - 05.01.2016, 18.53 Uhr

Krisentreffen + Sondersendungen zu Kölner Übergriffen als Wiederholung: Lesen Sie hier, was die Kölner OB Henriette Reker zu den Übergriffen sagte

Polizei nach Übergriffen in der Kritik: Erhöhtes Sicherheitsaufkommen in Zukunft. Bild: dpa

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker zeigte sich schockiert über die Straftaten. Bild: dpa

OB Henriette Reker und Kölner Polizeipräsident informieren über Ermittlungsstand

Bereits in einer Pressekonferenz am Dienstag um 15.30 Uhr stand die Kölner Oberbürgermeisterin gemeinsam mit Wolfgang Albers, dem Kölner Polizeipräsidenten, sowie Michael Temme, dem leitenden Polizeidirektor Kölns, Frage und Antwort zum bisherigen Ermittlungsstand nach den Übergriffen auf Frauen am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht. Dabei hielt sich Reker bedeckt, was die derzeit brennendste Frage der Bevölkerung betrifft: "Es gibt keinen Hinweis, dass es sich hier um Menschen handelt, die hier in Köln Unterkunft als Flüchtlinge bezogen haben."

Fest stehe jedoch, dass die Täter gefunden und bestraft werden müssen. "Was danach mit ihnen passiert, hängt von ausländerrechtlichen Bedingungen ab", so Wolfgang Albers, Polizeipräsident der Stadt Köln. Michael Temme, der leitende Polizeidirektor Kölns, erklärte in der Pressekonferenz zunächste den zeitlichen Ablauf der Geschehnisse. Hauptsächlich sahen sich die OB Reker, der Präsident und der Direktor jedoch mit der Frage nach dem richtigen Handeln der Polizei in der Silvesternacht konfrontiert. Dabei wies Albers Kritik am Einsatz der Polizei zurück. Es seien ausreichend Kräfte auf dem Bahnhofsvorplatz gewesen. "Wir waren an dem Abend ordentlich aufgestellt. (...) Es hat auf der Leitstelle in der Nacht drei konkrete Notrufe zu dem Sachverhalt gegeben." Bislang gebe es 90 Strafanzeigen. Er rechne damit, dass es mehr werden, so Albers.

Ab 23 Uhr sei der Bahnhofsvorplatz in Köln geräumt worden. Zunächst erfolgreich, kam es gegen 1 Uhr doch zu ersten Übergiffen sexueller Art auf Frauen. Dabei sei es laut "Phoenix" zu einer Vergewaltigung und zahlreichen massiven Sexualdelikten gekommen. Zudem heißt es, die Attacken seien zur Ablenkung gewesen, um die Frauen auszurauben. Henriette Reker sagte: "Es muss alles dafür getan werden, dass sich das nicht wiederholt."

Erhöhtes Sicherheitsaufkommen für Großveranstaltungen wie Karneval

Dazu werde das Sicherheitsaufkommen bei Großveranstaltungen extrem erhöht, wie Wolfgang Albers ankündigte. Mit Blick auf den anstehenden Karneval sagte der Polizeipräsident: "Nun werden wir deutlich die Präsenz erhöhen." Die Polizei werde sowohl uniformierte als auch zivile Kräfte einsetzen und mobile Videoanlagen einrichten.

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lvo/news.de

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