26.10.2015, 17.04 Uhr

Aschura-Fest: Muslime zelebrieren blutigen Feiertag

Als "Aschura" wird im Muslimischen der zehnte Tag des Monats Muharram, des ersten Monats im islamischen Kalender, bezeichnet. Dieser wird mitunter sehr blutig gefeiert. Achtung! Der Inhalt dieses Artikels ist äußerst verstörend.

Während des Aschura-Festes geiseln sich Schiiten teils mit Messern und Klingen. Bild: dpa/Rahat Dar

Ashura, der zehnte Tag des ersten Monats, Muharram ist für alle Muslime auf der ganzen Welt bedeutsam. Dabei fallen die Feierlichkeiten jedoch äußerst unterschiedlich aus. Während im Sunnitischen traditionell eine Süßspeise mit demselben Namen ("Ashura") gereicht wird, stellt der Tag im Schiitischen den Abschluss der jährlich zehn Tage dauernden Trauer- und Bußrituale dar.

Ashura-Fest im Islam: Muslime zelebrieren blutigen Feiertag

Dabei soll unter Klagen und Weinen dem Märtyrertum des dritten Imams Husain ibn 'Ali gedacht werden. Die Rituale können bis hin zur blutigen Selbstgeiselung reichen, an denen häufig sogar bereits Kinder teilnehmen. "Als Höhepunkt dieser ritualisierten Volksfrömmigkeit ritzen sich Männer während der Prozessionen die Stirn mit Rasierklingen auf und verletzen sich mit Schwertern", so ein Bericht auf "Focus Online".

Zahlreiche schiitische Religionsgelehrte sollen die blutigen Exzesse ablehnen. Zelebriert werden sie trotzdem. Für Frauen gibt es während des Festes eigene Veranstaltungen. Als Zeichen ihrer Anteilnahme verhüllen sich weibliche Muslime in dunkle Gewänder und verzichten auf das Tragen von Schmuck. "Nach schiitischer Tradition wird nun 40 Tage der Toten gedacht." In diesem Jahr fiel Ashura auf den 22. Oktober.

Die Wunden fallen dabei oft äußerst blutig aus. Bild: dpa/Rahat Dar

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mie/zij/news.de

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