18.10.2015, 14.44 Uhr

Drama in Pflegeeinrichtung: Behinderter Mann ertrinkt in Badewanne

In einer Pflegeeinrichtung in Biebesheim soll sich Schreckliches abgespielt haben. Wie die "Bild" schreibt, ist dort vermutlich ein körperlich beeinträchtigter Mann in einer Badewanne ertrunken. War es Schlamperei oder ein tragischer Unfall? Damit beschäftigen sich aktuell die Ermittler.

In einer Pflegeeinrichtung ist ein behinderter Mann in einer Badewanne ertrunken. Bild: Fotolia / Thomas Zsebok

Körperlich beeinträchtigter Mann ertrinkt in Badewanne

Der 35-jährige Andreas S. soll bereits viele Jahre in dem Wohnheim Biebesheim des Vereins WfB Rhein-Main gelebt haben, schreibt die "Bild". Nun ist er tot: Es wird vermutet, dass sein Kopf unter Wasser geriet und er starb, weil er beim Baden allein war.

Am 2. Oktober soll sich nach "Bild"-Informationen folgendes abgespielt haben: Eine Betreuerin soll Andreas S. in die Badewanne gebracht und Wasser eingelassen haben. Dann habe sie das Zimmer verlassen. Die Gründe hierfür seien unklar. Als sie zurückkommt, muss sich ihr ein schrecklicher Anblick geboten haben. Das Wasser sei übergelaufen und der Kopf des Mannes unter Wasser. Die Ärzte kämpfen fünf Tage um das Leben von Andreas S. Doch vergeblich: Er stirbt.

Genauen Todesumstände unklar - Ermittlungen laufen

Nun sollen die genauen Todesumstände geklärt werden. Bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt läuft ein Verfahren. "Die Ermittlungen dauern noch an. Die Obduktion ist abgeschlossen, jetzt finden weitere Untersuchungen durch die Gerichtsmedizin statt, um die genaue Todesursache zu klären. Daraus ist dann zu schließen, ob jemandem ein fahrlässiges und somit strafrechtlich relevantes Verhalten vorgeworfen werden kann", teilt Sprecherin Nina Reiniger der "Bild"-Zeitung mit.

Der Verein WfB Rhein-Main ist bestürzt. "Der Schock sitzt tief, so einen Fall hat es bei uns noch nicht gegeben. Alle Mitarbeiter, Bewohner, Mitglieder des Vereins sind sehr betroffen. Es hat sich ein tragischer Unfall in unserer Wohnstätte ereignet, wir unterstützen die Aufklärung in vollem Umfang", sagte Ernst Brands vom Vereinsvorstand gegenüber der "Bild".

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bua/räc/news.de

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