Von news.de-Volontärin Lisa Volkmann - 05.07.2015, 09.00 Uhr

Rettet die Bienen!: Stirbt die Biene aus, sind wir die Nächsten

"Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben." Das sagte einst Albert Einstein. Und er hat recht: Immer mehr Faktoren bedrohen die Existenz der Bienen. Es ist Zeit, zu handeln.

Die Bienen sind vom Aussterben bedroht. Bild: Picture Alliance/dpa

Das Bienensterben könnte für uns Menschen eines Tages noch zu einem großen Problem werden. Denn innerhalb eines Jahres stirbt in Deutschland jedes dritte Bienenvolk aus. Und wie schon Albert Einstein sagte: "Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben."

Rettet die Bienen! Das Aussterben der Biene bedeutet auch für den Menschen das Ende

Jetzt ist die Hauptsaison für die fleißigen Insekten. Sie schwirren von Blüte zu Blüte, um Nektar zu sammeln. Dabei tragen sie die Blütenpollen im Pelz oder an ihren Hinterbeinen und bestäuben so benachbarte Pflanzen.

Die bekannte Honigbiene ist keinesfalls die einzige - in Deutschland leben 560 verschiedene Wildbienenarten. Die kleinen Insekten sind enorm wichtig für das Ökosystem, sie erzeugen nicht nur leckeren Honig - sie sichern auch das Überleben der Bäume, Blumen und Gräser - und damit auch unseres. Pflanzen wie Apfel, Kirsche oder Sojabohne sind Bienenprodukte. Wie "Focus online" berichtet, ist die Biene damit das drittwichtigste Nutztier des Menschen und sorgt für eine volkswirtschaftliche Leistung von 2 Milliarden Euro im Jahr.

Dennoch zählt die Biene schon lange zu den bedrohten Tierarten. Einem Bericht von UNEP und Greenpeace von 2012 zufolg, sind in nur einem halben Jahr 30 Prozent der Bienen in Deutschland gestorben. Die Gründe dafür sind vielfältig.

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Bedrohungen für das Leben der Bienen

Das Sterben der Bienenvölker hat verschiedene Gründe. Einer der gefährlichsten ist die aus Südostasien stammende Varroamilbe. Dieser Parasit wurde bereits 1978 erstmals in Deutschland nachgewiesen. Zwar ist sie lediglich so groß wie ein Ameisenkopf, dennoch können die Armeen der Varroamilbe ganze Bienenvölker auslöschen. Chemie hilft dabei nur bedingt: Der Parasit ist so resistent, dass er die Behandlung mit Pestiziden übersteht, ohne Schaden zu nehmen.

Eine weitere Gefahr für die Bienen sind Monokulturen. In Deutschland gewinnen die Monokulturen immer mehr an Fläche, da die wachsende industrialisierte Landwirtschaft darauf setzt. Naturbelassene Landstriche werden immer winziger. Die Folge jedoch ist, dass sich die Bienen auf den riesigen Monokulturen nur sehr einseitig ernähren können, was wiederum ihr Immunsystem schwächt. Pflanzenschutzmittel werden dann zur tödlichen Bedrohung.

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Mobilfunknetze und Regen stören die Bienen

Ein Phänomen, wofür es bislang keine plausible Erklärung gibt, tritt des Öfteren in den USA auf. Beim sogenannten "amerikanischen Bienensterben" stören offenbar die Mobilfunknetze den magnetischen Orientierungssinn der Insekten so stark, dass diese den Weg zum Bienenstock nicht mehr finden und das Bienenvolk sich so in alle Himmelsrichtungen zerstreut.

Ein weiterer Faktor sind auch klimatische Veränderungen, auf welche die Biene stark reagieren. So können die Honigmacher beispielsweise bei Regen nicht fliegen. Gibt es also einen verregneten Frühling und Sommer, wirkt sich das auf das Sterben der Bienen aus.

Wie kann den Bienen geholfen werden?

Dennoch gibt es Alternativen zur Arbeit der Bienen. Andere Insekten oder sogar der Mensch könnten die Bestäubung übernehmen. In China gibt es bereits Obstplantagen, bei denen Arbeiter mit Wattestäbchen bestäuben müssen, da der hohe Pestizid- und Pflanzenschutzmitteleinsatz alle Insekten abgetötet hat. Diese Alternative wird jedoch auf Dauer nicht funktionieren, da sie die Lebensmittelpreise zum Explodieren bringen würde.

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