Von news.de-Volontärin Anne Geyer - 27.06.2015, 09.00 Uhr

Global Peace Index 2015: Die Zahlen zu Flüchtlingen, Terror und Kriegen sind schockierend

Ein Prozent der Weltbevölkerung befindet sich auf der Flucht

Seit dem Jahr 2014 sind immerhin 81 Länder friedlicher geworden, während hingegen 78 Länder einen Fall in Krieg, Unruhen oder Terror erlebt haben. Die Zahl der Menschen, die einem bewaffneten Konflikt innerhalb ihres Landes zum Opfer fielen, stieg im Jahr 2014 dramatisch an. 180.000 Menschen wurden getötet.

Vier Jahre zuvor waren es noch 49.000 Tote. Das bedeutet eine Steigerung um 260 Prozent im Vergleich zum Jahr 2010. Die Unruhen in der Welt, zumindest in der einen Hälfte der Welt, führen auch zu enormen Flüchtlings-Zahlen. Ein Prozent der gesamten Weltbevölkerung befindet sich nach Schätzungen derzeit auf der Flucht.

Der Terror in der Welt nimmt dramatisch zu

Auch der Terror nimmt weiterhin zu. Seit 2014 sind bereits 20.000 Menschen dem Terror zum Opfer gefallen. Vor zehn Jahren waren es gerade mal 2.000. Allein 85 Prozent von ihnen kamen aus den fünf unfriedlichsten Ländern der Welt - aus dem Mittleren Osten, aber auch dem afrikanischen Nigeria. Zudem ist zu befürchten, dass dieser Trend sich weiterhin fortsetzen wird. Im nordafrikanischen Libyen hat sich die Lage von allen untersuchten Ländern am meisten verschlechtert. Der Terror ist vor allem durch die Gruppierungen Islamischer Staat im Nahen Osten und der Boko Haram in Afrika (z.B. Nigeria) auf einem neuen Allzeithoch.

Die Kluft zwischen friedlichen und kriegsgebeutelten Ländern wird immer größer

Was der Global Peace Index vor allem noch einmal deutlich unterstreicht, ist die wachsende Kluft zwischen friedlichen Ländern und denen, die unter Krieg und Terror zu leiden haben. Eine Gefahr für den Frieden geht laut Index vorrangig von islamistischen und nationalistischen Gruppen aus.

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gea/zij/news.de

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