28.05.2015, 14.10 Uhr

"Die 120 Tage von Sodom": So empfanden Zuschauer das blutige Bühnenstück "Die 120 Tage von Sodom"

Das steckt hinter "Die 120 Tage von Sodom"

Die Moral von der Geschicht: Am Ende wird den Versklavten von ihren eigenen Peinigern vorgeworfen, jeglichen Fraß zu verschlingen, der ihnen vorgesetzt wird. Ein klares Zeichen dafür, wieder selbst zu denken und nicht alles ungeprüft zu glauben, was Politiker der Menschheit vorsetzen.

Zuschauer haben die Premiere von "Die 120 Tage von Sodom" vorzeitig verlassen

Insgesamt 30 Tänzer wirken in dem Schauspiel mit. Die Tanzszenen soll Kresnik zusammen mit dem Tänzer Ismael Ivo, der auch selbst auf der Bühne steht, choreografiert haben. Meistens wird auf der Bühne jedoch mehr gefoltert als getanzt. Einige Zuschauer sollen bereits vorzeitig den Saal verlassen haben - der Großteil jedoch blieb bei der großen Premiere bis zum Schluss.

Johann Kresnik: Meister der nackten Provokation

Wenn es um die nackte Provokation geht, ist wohl niemand geeigneter als der österreichische Regisseur Johann Kresnik. Wie die "Bild" berichtet, buchte er vor der Aufführung eines seiner Stücke im Hamburger Thalia-Theater ein Porno-Pärchen von der Reeperbahn. Dieses sollte, als Vorprogramm, auf der Bühne miteinander schlafen. Aber die Zuschauer interessierte dies auch damals recht wenig - sie sollen gähnend im Programmheft geblättert haben.

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