Von news.de-Volontärin Ines Fedder - 24.01.2015, 08.30 Uhr

Gegen Schwulen-Ehe, für kontrollierte Familienplanung: Papst Franziskus - Familienplanung vs. Homo-Ehe

Drei Kinder pro Ehepaar seien ideal, wenn es nach Papst Franziskus geht. Künstliche Verhütungsmittel sollen bei der Planung allerdings nicht eingesetzt werden. Vorsorgliche Maßnahmen mittels Eisprungkontrolle seien dagegen völlig legitim.

Legitim, aber nicht ganz sicher, werden vielleicht einige von Ihnen denken. Was passiert, wenn man trotz dieser Methode dennoch schwanger wird? Es gäbe Verhütungsmethoden, die von der katholischen Kirche geduldet werden, so Franziskus. Welche weiteren das sind, davon sprach er leider nicht.

Papst Franziskus verteidigt konservative Ansichten - trotzdem Schritt in die richtige Richtung

Trotz aller Aufregung - die Absicht, die Papst Franziskus mit dieser Aussage verfolgte, klingt dennoch einleuchtend. Als Beispiel für seine Argumentation gab er eine Mutter an, die nach sieben Kaiserschnitten erneut schwanger war und sich und das Familienwohl erheblich gefährdete. Zu recht bedenklich! Man kann also durchaus sagen, dass die Aussage des Pontifex Maximus wenigstens ein kleiner Schritt in die richtige Richtung ist, wenn es um das Thema Familie geht.

Während im Bezug auf die Ehe zwischen Homosexuellen erneut vom Kirchenoberhaupt zurückgerudert wird. Denn: Gleichgeschlechtliche Liebe ist und bleibt ein Tabu-Thema bei den Katholiken.

Papst Franziskus: Bedroht die Homo-Ehe die Gesellschaft?

«Hüten wir uns vor den neuen ideologischen Kolonialisierungen! Es sind jene ideologischen Kolonialsierungen, die sich anschicken, die Familie zu zerstören. Sie gehen nicht aus dem Traum, aus dem Gebet, aus der Begegnung mit Gott hervor, aus dem Auftrag, den Gott uns gibt; sie kommen von außen», so predigt Papst Franziskus.

Ein Aussteiger über die Scheinheiligkeit der Kirche
Das 11. Gebot
zurück Weiter

1 von 5

Doch was ist mit ideologischer Kolonisierung seitens der reichen Länder überhaupt gemeint? Wie die Huffington Post berichtet, sei laut dem Sprecher des Papstes Frederico Lombardi damit unter anderem auch die umstrittene Ehe zwischen Homosexuellen angesprochen. Bedroht die Ehe zwischen Schwulen und Lesben also ernsthaft die katholische Gemeinschaft?

  • Seite:
  • 1
  • 2
  • 3
Empfehlungen für den news.de-Leser