Von news.de-Redakteur Ronny Kauerhof - 20.09.2013, 11.24 Uhr

Verklemmte Deutsche: 6 Tipps für ein lockeres Leben

Deutsche gelten als pünktlich, ordentlich und steif. Auch eine gewisse Verklemmtheit wird ihnen zugeschrieben. Doch was haben andere Völker, was ihnen das Leben entspannter und lockerer vorkommen lässt? News.de hat sechs Gepflogenheiten aus anderen Ländern herausgesucht, die den  Deutschen fehlen.

Der Kuss zur Begrüßung in Frankreich schon fast eine Wissenschaft. Bild: dpa

Überall auf der Welt feiern Menschen, sie gehen zur Arbeit, haben Sex. Doch ausgerechnet den Deutschen wird eine Natur zugeschrieben, die der Spaßkultur diametral gegenüber steht. Doch welche Traditionen haben andere Nationen, die unseren deutschen Lebensalltag versüßen könnten?

Natürlich haben Franzosen, Italiener und Spanier leckeres Essen. Doch das ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Begrüßungskuss in Frankreich

Was uns hingegen fehlt, ist die sexuelle Offenheit der Franzosen. Zwar haben die Deutschen statistisch gesehen acht mal im Monat Sex, doch unsere Nachbarn sind uns in Sachen Verkehr eine Nasenlänge voraus. Doch wie kommen sich Franzosen so schnell nahe? Vielleicht liegt es an den Kussorgien, die inFrankreich zur Begrüßung veranstaltet werden.

Jeder küsst jeden. Der sogenannten «bise» wird vor allem unter Freunden, Verwandten und jungen Menschen verteilt. Aber auch hier gibt es Regeln. Oft wird nur die Wange gestreift. Wenn es einen Kuss gibt, dann je einer links und rechts. Besonders leidenschaftlich geht es in Paris zu. Hier wird die doppelte Anzahl von Küsschen gegeben.

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Doch Achtung: Nicht überall auf der Welt kommt das gut an. In Japan ist öffentliches Küssen verboten. Im Land der aufgehenden Sonne sieht man Küssen als sexuelles Vorspiel - deshalb ist es erst nach der Verlobung erlaubt.

Tanzen in Argentinien und Kolumbien

Einige Nationen gewinnen ihre Lebens-«Lust» auch aus den Tänzen, die in den Ländern beheimatet sind. Lateinamerika glänzt mit Salsa und Tango. Während der Salsa vor allem in dem Geburtsland von Shakira, Kolumbien, eine wichtige Rolle für das Werben um den Partner spielt, gilt der argentinische Tango gleich als getanzter Sex.

Musik in Jamaika

Der Inbegriff von Gelassenheit ist Jamaika. Vor allem die sehr bunte Musikgeschichte trägt viel zur Bewältigung des Alltagsstresses bei. Die Musik von Bob Marley wirkt eher entspannend, obwohl der legendäre Reggae-Mann schon seit 1981 tot ist.

Die jamaikanische Jugend steht auf Dancehall. Getanzt wird zu Texten über den Alltag. Auf Außenstehende kann das sehr anstößig wirken, da es ohne Übertreibung als Sex mit Klamotten beschrieben werden kann.

Siesta in Spanien

Aber auch Ruhe braucht der Mensch. Dies sorgt für die nötige Ausgeglichenheit im Leben. Denn um ihr Herz sollten sich die Deutschen ernsthaft sorgen. Das Infarktrisiko ist bei uns wesentlich höher als in den Südländern. In Spanien gibt es etwa 100 Fälle pro 100.000 Menschen weniger. Sie bleiben offenbar von Stress oder anderen Risikofaktoren verschont.

Die Deutschen könnten sich ein wenig Gelassenheit vor allem im Beruf bei den spanischen Freunden abschauen. Das Mittagessen, das in Spanien auf etwa 14 Uhr angesetzt wird, kann auch bis 18 Uhr dauern. Typischerweise fällt in diese Zeit der Mittagsschlaf.

Der Ursprung der Siesta reicht zurück bis zum Spanischen Bürgerkrieg in den 1930ern. Aus Not mussten Familienväter zwei Jobs annehmen, um Frau und Kinder zu ernähren. Diese wurden mit einer längeren Pause getrennt. Allerdings halten heute in Zeiten wirtschaftlichen Dauerdrucks immer weniger Menschen Siesta.

Wodkatrinken in Russland

Wer schon einmal mit Russen gefeiert hat, der weiß, dass sie wirklich viel Alkohol trinken - natürlich Wodka. Viele schwören darauf, weil er angeblich keinen Kater macht. Was uns nicht so trinkfesten Deutschen vielleicht Probleme bereitet, sind die 10 cl, oder auch 100 Gramm, die pro Runde getrunken werden.

Uns fehlen beim Trinken auch die Salate, die den ganzen Abend über gereicht werden und das fettige Essen, das zusätzlich zu Beginn die perfekte Grundlage schafft. In Deutschland wird erst ordnungsgemäß gegessen und dann getrunken. Die Tüte Chips kann da kaum gegen eine Überalkoholisierung ankämpfen.

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Sonne auf Kuba

Arbeit und Geld sind auf der letzten Insel des Sozialismus knapp. Doch die Kubaner haben die Sonne nicht nur im Herzen. Sechs bis neun Sonnenstunden pro Tag verwandeln blasse Kubareisende in vor purem Glück strahlende Menschen. Einmal im Jahr sollte sich jeder Deutsche die volle Dröhnung Vitamin D geben.

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