22.01.2009, 16.19 Uhr

Betrugsversuch: Die Eine-Million-Dollar-Note

Knapp 1,5 Milliarden Dollar haben zwei deutsche Betrüger mit gefälschtem Geld und Zertifikaten im österreichischen Kleinwalsertal ergaunern wollen. Unter anderen mit einer Eine-Million-Dollar-Note, die es jedoch gar nicht gibt.

100-Dollar-Noten gibt es. Eine-Million-Dollar-Note nicht. Bild: ap

Knapp 1,5 Milliarden Dollar (etwa 1,16 Milliarden Euro) haben zwei deutsche Betrüger mit gefälschtem Geld und Zertifikaten im österreichischen Kleinwalsertal ergaunern wollen. Wie die Sicherheitsdirektion Vorarlberg und das Polizeipräsidium in Kempten heute mitteilten, waren die 51 und 45 Jahre alten Männer aus dem Raum Essen und Kleve gestern Nachmittag in einer Bank im Kleinwalsertal aufgetaucht. Dort gaben sie an, im Auftrag eines niederländischen Devisenhändlers zunächst 202 Millionen Dollar anlegen und in Euro umtauschen zu wollen.

Die Prüfung der Banknoten ergab, dass es sich um Fälschungen handelte. So wurden beispielsweise Eine-Million-Dollar-Noten vorgelegt, die es aber mit einem solch hohen Nennwert gar nicht gibt. Insgesamt fand die Polizei bei den Männern Falschgeld in Höhe von 487 Millionen Dollar sowie gefälschte Silberzertifikate in Höhe von rund einer Milliarde Dollar. Den Angaben zufolge wollten die Männer einen Teil der Zertifikate und Banknoten offenbar bei anderen österreichischen Banken einlösen.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wirkten Vorgehensweise und Auftreten der Männer seriös und selbstbewusst. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass beide schon früher wegen ähnlicher Delikte aufgefallen waren.

Nach seiner Festnahme sei der 51-Jährige Essener wegen angeblicher Herzbeschwerden vorübergehend in eine Kemptener Klinik überstellt worden. Laut Polizei konnte der Mann heute jedoch wieder entlassen und dem Haftrichter vorgeführt werden. Während er in der Justizvollzugsanstalt Kempten in Haft ist, sitzt der 45-Jährige aus Kleve im österreichischen Feldkirch in Untersuchungshaft.

seh

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