Uhr

Polizeimeldungen für Wiesbaden, 13.05.2022: Warnung vor Betrugsmasche: Zahlreiche Fake-Anrufe im Namen von Polizeibehörden

Computerkriminalität in Wiesbaden aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von dem Hessisches Landeskriminalamt.

Aktuelle Polizeimeldung: Computerkriminalität Bild: Adobe Stock / frank_peters

Warnung vor Betrugsmasche: Zahlreiche Fake-Anrufe im Namen von Polizeibehörden

Wiesbaden (ots) -

Die Polizei hat hessenweit im März und April dieses Jahres jeweils über 100 Betrugsanrufe angeblicher Interpol- und Europol-Mitarbeiter erfasst. Auch im Mai ebbte die Welle nicht ab. Jüngst kam es zudem im Namen des Hessischen Landeskriminalamts telefonisch zu Betrugsversuchen.

Wenn das Telefon klingelt und eine Computer-Stimme mitteilt, der Anruf sei von Europol oder Interpol und man selbst sei in ein Verbrechen verwickelt, sollten Bürgerinnen und Bürger aufhorchen. Der Grund ist eine Betrugsmasche, die sich aktuell bundesweit ausbreitet. Auch in Hessen hat die Polizei in den vergangenen Wochen eine Vielzahl von versuchten und teilweise vollendeten Betrugstaten dieser Art registriert.

Betrüger haben es auf Geld und Informationen abgesehen

Die Masche selbst ist nicht neu, sondern eine Adaption des Phänomens des "Falschen Polizisten", bei dem sich Betrüger als Amtsperson ausgeben, um Seriosität vorzutäuschen und sich das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen. Abgesehen haben es die Betrüger zumeist auf Geld und Wertgegenstände oder auf Informationen zu persönlichen und finanziellen Verhältnissen, um mit diesen spätere Straftaten vorzubereiten.

So auch bei der aktuell kursierenden Masche. Der oder die Angerufene erfährt dabei zumeist durch eine Bandansage auf Englisch, der Anruf komme von Interpol oder Europol. Es folgt die Information, dass mit der Identität oder dem Ausweis der angerufenen Person ein Problem besteht, daher soll der oder die Angerufene eine Ziffer drücken, um mit einem Mitarbeiter der Polizei verbunden zu werden. Im Fall der Anrufe durch falsche Mitarbeiter des Hessischen Landeskriminalamts gestaltet sich das Vorgehen der Betrüger ähnlich - jedoch ist die Bandansage auf Deutsch.

Nicht von Nummer auf Display täuschen lassen

Bei ihren Anrufen nutzen die Täter teilweise ein spezielles technisches Verfahren, den Opfern wird daher eine tatsächlich zum Hessischen Landeskriminalamt, beziehungsweise Europol oder Interpol gehörende Telefonnummer angezeigt. Hier handelt es sich um sogenanntes "Call ID Spoofing". Angerufene sollten sich von der Gleichheit der Rufnummern nicht irritieren lassen. Wichtig zu wissen ist, dass die Polizei - auch das Hessische Landeskriminalamt, Europol und Interpol - Bürgerinnen und Bürger niemals darum bittet, Geld zu überweisen.

Das Hessische Landeskriminalamt rät:

  • Lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln oder unter Druck setzen.
  • Folgen Sie nicht den Aufforderungen der Anrufer, drücken Sie keine Taste. Legen Sie stattdessen einfach auf. Rufen Sie die Nummer nicht zurück.
  • Sprechen Sie mit Unbekannten niemals über persönliche oder finanzielle Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an eine Ihnen unbekannte Person. Überweisen Sie kein Geld, wenn Sie sich nicht sicher sind, wer der Empfänger ist.
  • Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder anderen Vertrauenspersonen über den Anruf.
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei, wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind, oder man versucht hat, Sie zu betrügen.
  • Recherchieren Sie eigenständig die Telefonnummer der Polizeidienststelle. Wählen Sie die Nummer im Anschluss selbst, benutzen Sie nicht die Rückruftaste.
  • Weitere wichtige und hilfreiche Tipps finden Sie auf der Homepage der hessischen Polizei (www.polizei.hessen.de) und der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (www.polizei-beratung.de).

Diese Meldung wurde am 13.05.2022, 05:10 Uhr durch den Hessisches Landeskriminalamt übermittelt.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Computerkriminalität im Kreis Wiesbaden

Im Kreis Wiesbaden verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Jahr 2020 293 Straftaten aus dem Bereich Computerkriminalität. In 10,6% der Fälle blieb es bei einer versuchten Tat. Die Aufklärungsquote betrug 61,4%. Unter den insgesamt 122 Tatverdächtigen befanden sind 86 Männer und 36 Frauen. 36,9% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2121
21 bis 2519
25 bis 3020
30 bis 4029
40 bis 5021
50 bis 6010
über 602

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 260 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Computerkriminalität im Kreis Wiesbaden bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 75,8%.

Unter den Straftatbestand Computerkriminalität fallen Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN, Computerbetrug, Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung, Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen, Softwarepiraterie (private Anwendung, z.B. Computerspiele) sowie Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte automatisch generiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

Um über alle Polizeimeldungen auf dem Laufenden zu bleiben, empfehlen wir Ihnen außerdem unseren Blaulichtmelder auf Twitter.

roj/news.de