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Blaulichtreport für Reutlingen, 13.05.2022: Gemeinsame Aktion gegen Telefonbetrüger - Fortsetzung des Präventionsprojekts "Bäckertüten gegen Telefonbetrüger" im Zollernalbkreis

Diebstahl in Reutlingen aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von dem Polizeipräsidium Reutlingen.

Aktuelle Polizeimeldung: Verkehrsunfall Bild: Adobe Stock / Stefan Körber

Gemeinsame Aktion gegen Telefonbetrüger - Fortsetzung des Präventionsprojekts "Bäckertüten gegen Telefonbetrüger" im Zollernalbkreis

Reutlingen (ots) -

Zollernalbkreis (ZAK):

Zur Bekämpfung des Telefonbetrugs kommen demnächst im Zollernalbkreis erneut 120.000 bedruckte Bäckertüten "Vorsicht! Die Polizei warnt vor Telefonbetrügern." über die Bäckereien in den Handel.

In Kooperation mit dem Verein Kommunale Kriminalprävention Zollernalbkreis e.V. und Landrat Günther-Martin Pauli, der Bäckerinnung Zollernalb, dem WEISSEN RING e.V. und dem Kreisseniorenrat Zollernalb werden Beamte des Polizeipräsidiums Reutlingen am

Samstag, 21.05.2022, von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr,auf dem Wochenmarkt in Albstadt-Ebingen

über die Maschen der dreisten und gewieften Telefonbetrüger informieren. Mit der Aktion soll erneut vor dem im ganzen Land immer noch sehr präsenten Phänomen gewarnt werden. Vor allem ältere Menschen werden auf perfide Art und Weise um ihr Erspartes gebracht.

Die aktuellen Zahlen der Polizei zeigen, wie wichtig Prävention und Aufklärung in diesem Bereich immer noch sind und außerdem, dass die steten Präventionsmaßnahmen und die Aufklärungsarbeit Früchte tragen. Das Polizeipräsidium Reutlingen registrierte im Jahr 2021 zwar noch knapp 2.800 Anrufe von Betrügern, denen es in 83 Fällen mit ihren Lügengeschichten am Telefon gelang, Geld und Wertsachen zu erbeuten, aber im Vergleich zum Vorjahr fielen damit 25 Menschen weniger auf die kriminellen Anrufer herein. Der Gesamtschaden belief sich auf über 1,6 Millionen Euro und damit rund 600.000 Euro weniger als im Jahr zuvor.

Immer noch geben sich die Kriminellen am häufigsten als Polizeibeamte aus, die angeblich das Vermögen der angerufenen Senioren vor dem Zugriff von Kriminellen "vorübergehend sicherstellen" wollen, bis diese die Polizei festgenommen hätte. Aber auch mit Enkeltrick, Gewinnversprechen und anderen Maschen wird ständig versucht, Angerufene zu ködern und auszunehmen. In der letzten Zeit gaben sich Täter immer wieder als Ärzte oder Pflegepersonal einer örtlichen Klinik aus und verlangten hohe Summen für teure Medikamente zur Rettung eines angeblich schwer an Corona erkrankten Angehörigen. Andere melden sich als Staatsanwalt und täuschen vor, ein Angehöriger habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht, weshalb zur Abwendung einer Inhaftierung eine hohe Kaution geleistet werden müsse.

Wer Betrügern am Telefon über vorhandene Wertsachen oder Erspartes Auskunft gibt, liefert sofort eine Steilvorlage. Mit dem Wissen auf lohnende Beute lassen sie daraufhin nicht mehr locker und ziehen alle Register. Deshalb sollte die auf den Bäckertüten abgedruckte Botschaft der Polizei stets beachtet werden: "Verdächtiger Anruf? Legen Sie sofort auf und rufen Sie uns unter 110 an." Auf keinen Fall sollte am Telefon Auskunft über finanzielle oder persönliche Verhältnisse gegeben werden.

Zudem bieten die Spezialisten des Referats Prävention Vorträge zum Thema Enkeltrick und falsche Amtspersonen an. Telefonisch unter der Rufnummer 07121/942-1202 oder unter derMailadresse reutlingen.pp.praevention@polizei.bwl.de können Referenten zu Vorträgen angefragt werden.Weitere Informationen zum Thema finden sich auch im Internet unter www.polizei-beratung.de und unterhttps://polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug-durch-falsche-polizisten/ (cw)


Ergänzende Information:

Unter dem Phänomen des Callcenter- bzw. Telefonbetrugs werden Anrufe subsumiert, die nur ein Ziel haben, an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Die zumeist von ausländischen Callcentern agierenden und gute geschulte Betrüger rufen dabei massenhaft gezielt bei älteren Menschen an, geben sich als Polizei- oder Kriminal-beamte, verdeckte Ermittler oder Staatsanwälte aus und versuchen mittels einer Lügengeschichte an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Zum Schutz ihres Eigentums werden die Opfer aufgefordert, ihre kompletten Wertsachen der "Polizei" zu übergeben. Dabei nutzen die Täter gezielt die Angst vieler Senioren vor Einbrechern, andererseits aber auch das hohe Vertrauen in die Polizei aus.Daneben treten die Betrüger auch als angebliche Enkel oder nahe Verwandte auf, die sich in einer akuten Notlage befinden und dringend Geld zum Erwerb einer Immobilie oder zur Abwendung einer Haftstrafe benötigen. Dazu gehören auch Gewinnversprechen, bei denen dem Opfer vorgetäuscht wird, man habe hohe Geld- oder Sachpreise gewonnen. Sie suggerieren, dass der Gewinn nur ausgezahlt werden kann, wenn der Gewinner in Vorleistung tritt. Es sollen im Voraus Gebühren, Steuern oder andere Kosten bezahlt werden. Eine Verrechnung mit dem Gewinn wird aus unterschiedlichsten Gründen abgelehnt. Die Opfer sollen den Betrag zum Beispiel in bar an einen Abholer übergeben oder per Post oder mit Finanzdienstleistern ins Ausland versenden. Eine Gewinnausschüttung erfolgt niemals - ein Gewinn existiert nicht und das Geld ist verloren. (cw)

Diese Meldung wurde am 13.05.2022, 05:09 Uhr durch das Polizeipräsidium Reutlingen übermittelt.

Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Reutlingen

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Kreis Reutlingen im Jahr 2020 insgesamt 94 Straftaten im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchdiebstahl erfasst, dabei blieb es in 52,1% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag 2020 bei 18,1%. Unter den insgesamt 15 Tatverdächtigen befanden sich 5 Frauen und 10 Männer. 33,3% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 213
21 bis 251
25 bis 303
30 bis 404
40 bis 503
50 bis 600
über 601

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 144 erfasste Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Reutlingen bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 10,4%.

Unfall-Statistik und Verunglückte im Straßenverkehr der letzten 3 Jahre

Im Bundesland Baden-Württemberg gab es im Jahr 2020 von insgesamt 32.204 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden 330 Todesopfer und 39.620 Verletzte. Bei den polizeilich erfassten Verkehrsunfällen der letzten Jahre im ganzen Bundesgebiet zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. So wurden 2020 insgesamt 2.245.245 Unfälle im Straßenverkehr erfasst, in den Jahren 2019 dagegen 2.685.661 Fälle und 2018 2.636.468 Fälle. Auch bei den Zahlen der Unfälle mit Personenschaden ist diese Entwicklung zu beobachten. So gab es 2020 264.499 Unfälle mit zu Schaden gekommenen Personen, insgesamt wurden dabei 3.046 Verunglückte getötet. Im Jahr 2018 wurden von 308.721 Unfällen mit Personenschaden 3.275 Todesopfer verzeichnet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte automatisch generiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Lesen Sie hier auch mit welchen neuen Bußgeldern Raser und Verkehrssünder 2021 rechnen müssen. Außerdem erfahren Sie von uns interessante Details zur Diskussion um ein Tempolimit für weniger Unfalltote in Deutschland.

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roj/news.de