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Polizeimeldungen für Marburg-Biedenkopf, 12.01.2022: Gestern falsche Polizeibeamte heute falsche Microsoftmitarbeiter Betrüger am Telefon wollen PC-Zugang - Sensible Daten im Visier

Computerkriminalität in Marburg-Biedenkopf aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von dem Polizeipräsidium Mittelhessen.

Aktuelle Polizeimeldung: Cyberkriminalität Bild: Adobe Stock / BillionPhotos

Gestern falsche Polizeibeamte heute falsche Microsoftmitarbeiter Betrüger am Telefon wollen PC-Zugang - Sensible Daten im Visier

Marburg-Biedenkopf (ots) -

Landkreis

Gestern versuchten Betrüger als angebliche Polizeibeamte am Telefon mit einer schockierenden Nachricht ans Geld ihrer Opfer zu kommen.Heute telefonierten angebliche Microsoftmitarbeiter, um zunächst mal einen Zugang auf den PC zu erhalten.Diese angeblichen Microsoftmitarbeiter verfolgen das Ziel, an sensible Daten zu kommen oder einen Virus zu installieren, um darüber für eine "Freischaltung" gegen Bezahlung zu erreichen. Bislang blieben die Betrüger hier erfolglos.

Die Masche der Anrufe durch angebliche Microsoftmitarbeiter ist nicht neu und kommt immer mal wieder vor. Die Betrüger versuchen in dem Wissen, dass die meisten User den Empfehlungen der Experten folgen und ihr Betriebssystem und die Antivirensoftware auf den aktuellsten Stand halten, durch den Anruf einen direkten Weg zu den Rechnern zu erhalten.Meistens rufen unaufgefordert und ohne vorherige eigene Initiative mit starkem englischen Akzent sprechende Männer oder Frauen an und informieren über ein Computerproblem, das man selbst noch gar nicht bemerkt hat.Der Computer sei angeblich von einer Schadsoftware befallen und es drohen ohne Gegenmaßnahmen unweigerlich ein PC-Absturz und der Verlust aller persönlicher Daten.Dann gehen die Betrüger zum Angriff über. Sie bieten gegen Bezahlung an, das Problem per Fernwartung zu lösen und den Rechner gegen weitere Cyber-Angriffe zu schützen und sie verlangen oftmals noch die Übermittlung sensibler Daten wie die Zugangsdaten von Onlinekonten und Onlineshops. Sie suggerieren, dass letzteres notwendig sei, um bereits vorhanden Auswirkungen des Virenbefalls zu überprüfen.

"Wer einen Fernwartung zulässt, gewährt einen uneingeschränkten Zugriff auf den Rechner!"

Für diesen Zugriff setzen die Betrüger sogenannte "Remote-Desktop-Tools" ein.Das sind Computerprogramme, die der Fernwartungen von Computern dienen oder Online Meetings ermöglichen. Mit diesen Programmen stellen Teilnehmer über das Internet Verbindung zu anderen Computern her und übernehmen deren Steuerung. Die Betrüger veranlassen ihre Opfer zum Download solcher Programme, helfen sogar bei der Installation sowie dem Start der Software.Nach der Gestattung des Fernzugriffs besteht ein unbegrenzter Zugriff auf den fremden Rechner. Das bietet dem Betrüger die Chance, in Echtzeit sämtliche Daten einsehen, Schad- oder Spionagesoftware zu installieren oder auch Kunden- und Bankdaten des Opfers auszuspähen.

"Legen Sie einfach auf, wenn Sie unangemeldet und ohne persönliche vorherige Aufforderung plötzlich einen Anruf dieser Art enthalten. Gewähren Sie in keinem Fall den Fernzugriff auf ihren Rechner und geben Sie am Telefon niemals sensible Daten preis"

Martin Ahlich

Diese Meldung wurde am 12.01.2022, 01:15 Uhr durch das Polizeipräsidium Mittelhessen übermittelt.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Computerkriminalität im Kreis Marburg-Biedenkopf

Im Kreis Marburg-Biedenkopf verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Jahr 2020 187 Straftaten aus dem Bereich Computerkriminalität. In 9,1% der Fälle blieb es bei einer versuchten Tat. Die Aufklärungsquote betrug 65,8%. Unter den insgesamt 103 Tatverdächtigen befanden sind 80 Männer und 23 Frauen. 27,2% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2118
21 bis 2510
25 bis 3018
30 bis 4027
40 bis 5018
50 bis 608
über 604

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 166 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Computerkriminalität im Kreis Marburg-Biedenkopf bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 65,7%.

Unter den Straftatbestand Computerkriminalität fallen Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN, Computerbetrug, Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung, Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen, Softwarepiraterie (private Anwendung, z.B. Computerspiele) sowie Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Cyberkriminalität im Kreis Marburg-Biedenkopf

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) erfasste für das Jahr 2020 im Kreis Marburg-Biedenkopf 148 Straftaten aus dem Bereich Cyberkriminalität. Dabei blieb es in 10,8% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag bei 71,6%. Unter den insgesamt 87 Tatverdächtigen befanden sich 67 Männer und 20 Frauen. 25,3% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2116
21 bis 259
25 bis 3015
30 bis 4019
40 bis 5018
50 bis 607
über 603

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 145 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Cyberkriminalität im Kreis Marburg-Biedenkopf bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 70,3%.

Unter den Straftatbestand Cybercrime im engeren Sinne fallen Betrügerisches Erlangen von Kfz § 263a StGB, (511212) Weitere Arten des Warenkreditbetruges § 263a StGB, (516520) Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten § 263a StGB, (516920) Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter sonstiger unbarer Zahlungsmittel § 263a StGB, (517220) Leistungskreditbetrug § 263a StGB und (517500) Computerbetrug (sonstiger) § 263a StGB (soweit nicht unter den Schlüsseln 511120, 511212, 516300, 516520, 516920, 517220, 517900, 518112 bzw. 518302 zu erfassen).

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte automatisch generiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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roj/news.de