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Blaulichtreport für Mainz, 12.01.2022: Genug Betrug - Unseriöse Geschäfte mit Kryptowährungen

Cyberkriminalität in Mainz aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von dem Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz.

Aktuelle Polizeimeldung: Cyberkriminalität Bild: Adobe Stock / BillionPhotos

Genug Betrug - Unseriöse Geschäfte mit Kryptowährungen

Mainz (ots) -

  • Wie man unseriöse Online-Anbieter entlarven kann -

  • Im Internet und in Sozialen Netzwerken kursiert viel fragwürdige Werbung für Geldanlagen rund um Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co.

  • Oft wird eine sehr hohe Rendite versprochen. Meist bleibt das Geschäftsmodell aber völlig unklar.
  • In vielen Fällen handelt es sich vermutlich um verbotene Schneeballsysteme, bei denen man weitere zahlende Teilnehmende werben soll. Auch Betrug ist nicht auszuschließen.

Vor einem angeblich lukrativen Geschäftsmodell mit Kryptowährungen warnen die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz. Per Mail werden beispielsweise gefälschte Online-Artikel der bekanntesten deutschen Boulevardzeitung verschickt.Darin gaukeln Kriminelle vor, selbst Prominente hätten auf diversen Online-Trading-Plattformen Geld investiert und seien innerhalb kürzester Zeit noch reicher geworden. Herhalten muss beispielsweise der Name einer Fernseh-Show, in der mit der Vorstellung von Geschäftsideen Investoren für Produkte gesucht werden.Geworben wird auch über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste. Immer öfter werden Verbraucher auch durch Spam-Mails auf das Geschäftsmodell aufmerksam.

"Wer sich auf die Handelsplattform locken lässt, muss zunächst ein Online-Konto anlegen und dem Anbieter zur Freischaltung des Accounts eine Telefonnummer übermitteln. In einem darauffolgenden Telefonat wird außerdem eine Kopie des Führerscheins angefordert", informiert Jennifer Kaiser von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.Im Anschluss kann die erste Investition von 250 Euro per Kreditkarte erfolgen. Und dann beginnt der Telefonterror, bei dem angeblich hoch professionelle Berater zu weiteren Geldeinzahlungen drängen.

Die Verbraucherzentrale und das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz geben Tipps, wie man unseriöse Geschäftemacher entlarven kann.

  • Impressum prüfen:

Der erste Schritt sollte immer die Prüfung des Impressums sein.Fehlt ein Impressum, gilt es auf jeden Fall Abstand zu nehmen. Hat der Anbieter laut Impressum seinen Sitz im Ausland, kann es schwierig werden, die eigenen Rechte durchzusetzen.

  • Geschäftsmodell auf seine Transparenz hin prüfen:

Erhält man erst nach Kontaktaufnahme oder nach einer Registrierung genauere Informationen über das Geschäftsmodell, ist Misstrauen angesagt. Vor der Einzahlung eines Betrages sollte man sich immer unabhängig beraten lassen.

  • Vorsicht bei Aufforderungen Freunde zu werben:

Wird man aufgefordert, Freunde und Bekannte anzuwerben, sollte man hellhörig werden. Hinter der Aufforderung stecken sogenannte Schneeballsysteme. Diese brauchen eine ständig wachsende Anzahl an Teilnehmenden, denn die Auszahlung an die Mitglieder wird durch die Einzahlung der neu geworbenen Teilnehmer finanziert. Solche Systeme brechen zwangsläufig nach einer gewissen Zeit in sich zusammen.

  • Auf eine Lizenz achten:

Es gilt zu überprüfen, ob es sich um ein von der BaFin oder einem anderen EU-Land lizenziertes Unternehmen handelt. Dies kann über die Unternehmensdatenbank der BaFin unter https://portal.mvp.bafin.de/database/InstInfo/start.doabgefragt werden.

  • Misstrauisch sein und bei Verdacht die Polizei und die BaFin kontaktieren:

Wer die Befürchtung hat, auf eine unseriöse Masche hereingefallen zu sein, sollte dies der Polizei melden und Strafanzeige erstatten.Wem ein Angebot suspekt vorkommt, kann die BaFin per E-Mail informieren.

Beschwerden oder Hinweise zu einem Unternehmen, Produkt oder Anbieter können Sie über das Beschwerde-Formular unter https://www.verbraucherzentrale.de/beschwerde der Verbraucherzentrale mitteilen.

Weitere Informationen bieten Verbraucherzentrale und Polizei auf ihren Internetseiten unter folgenden Links:

https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/wissen/geld-versicherungen/sparen-und-anlegen/kryptowaehrungen-unserioese-geschaefte-rund-um-bitcoin-co-23516

www.cybersicherheit-rlp.de

https://kriminalpraevention.rlp.de/de/cybersicherheit/phaenomene/kryptowaehrungen/

https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/vorsicht-vor-online-anlagebetrug/

Weitere Auskünfte, Hilfen und schriftliche Informationen gibt es bei den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale sowie in den Polizeipräsidien.

Diese Meldung wurde am 12.01.2022, 01:10 Uhr durch das Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz übermittelt.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Cyberkriminalität im Kreis Mainz

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) erfasste für das Jahr 2020 im Kreis Mainz 424 Straftaten aus dem Bereich Cyberkriminalität. Dabei blieb es in 23,1% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag bei 55%. Unter den insgesamt 93 Tatverdächtigen befanden sich 59 Männer und 34 Frauen. 32,3% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2114
21 bis 258
25 bis 3019
30 bis 4026
40 bis 5014
50 bis 606
über 606

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 240 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Cyberkriminalität im Kreis Mainz bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 40,8%.

Unter den Straftatbestand Cybercrime im engeren Sinne fallen Betrügerisches Erlangen von Kfz § 263a StGB, (511212) Weitere Arten des Warenkreditbetruges § 263a StGB, (516520) Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten § 263a StGB, (516920) Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter sonstiger unbarer Zahlungsmittel § 263a StGB, (517220) Leistungskreditbetrug § 263a StGB und (517500) Computerbetrug (sonstiger) § 263a StGB (soweit nicht unter den Schlüsseln 511120, 511212, 516300, 516520, 516920, 517220, 517900, 518112 bzw. 518302 zu erfassen).

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte automatisch generiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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roj/news.de