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Polizeimeldungen für Landshut, 10.01.2022: Landshuter Zoll deckt ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse auf Bauunternehmer zu Freiheitsstrafe verurteilt

Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz in Landshut aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von dem Hauptzollamt Landshut.

Aktuelle Polizeimeldung: Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz Bild: Adobe Stock / bluedesign

Landshuter Zoll deckt ausbeuterische Beschäftigungsverhältnisse auf Bauunternehmer zu Freiheitsstrafe verurteilt

Landshut (ots) -

Nachdem ein Bauarbeiter seine schlechten Beschäftigungsverhältnisse beim Zoll glaubhaft angezeigt hatte, wurden durch das Amtsgericht Landshut auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut Durchsuchungsbeschlüsse für eine Arbeiterunterkunft erlassen.Die Zöllnerinnen und Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Landshut, Dienststelle Pfarrkirchen, trafen bei der Kontrolle neben dem Bauunternehmer fünf Arbeitnehmer an und überprüften diese. Die als Bauarbeiter tätigen Drittstaatsangehörigen konnten den für die Erwerbstätigkeit im Bundesgebiet erforderlichen Aufenthaltstitel bzw. eine Arbeitserlaubnis nicht vorlegen. Die Arbeiter befanden sich in einem ausbeuterischen Beschäftigungsverhältnis mit kaum Lohn und desolaten vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Unterkünften.Die umfangreichen Ermittlungen ergaben einen Schaden für die Sozialkassen in Höhe von knapp 40.000 Euro wegen nicht ordnungsgemäßer Zahlung der anfallenden Sozialversicherungsbeiträge durch den beschuldigten Arbeitgeber. Zudem wurden Löhne in Höhe von 25.000 Euro nicht bezahlt.

Nachdem der Beschuldigte nicht zur Hauptverhandlung erschienen war und der zuständige Richter unmittelbar einen Haftbefehl gegen ihn erlassen hatte, konnten bei der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahme Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit den Mann noch am selben Tag festnehmen und unverzüglich dem Gericht zuführen.

Der beschuldigte Bauunternehmer wurde durch das Amtsgericht Landshut wegen Beihilfe zum unerlaubten Aufenthalt sowie wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Aufgrund seines vollumfänglichen Geständnisses wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt und eine Bewährungszeit von drei Jahren verhängt. Das Urteil ist rechtskräftig. Den verursachten Schaden hat der Verurteilte wieder gutzumachen.

Diese Meldung wurde am 10.01.2022, 01:09 Uhr durch das Hauptzollamt Landshut übermittelt.

Kriminalstatistik zu Straftaten gegen das Aufenthaltsgesetz im Kreis Landshut

Im Kreis Landshut wurden 2020 durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) 54 Straftaten gegen das Aufenthalts-, das Asylverfahrens- oder das Freizügigkeitsgesetz/EU festgestellt. Die Aufklärungsquote lag bei 98,1%. Unter den insgesamt 53 Tatverdächtigen befanden sich 44 Männer und 9 Frauen.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 218
21 bis 257
25 bis 309
30 bis 4011
40 bis 5014
50 bis 604
über 600

Im Jahr 2019 erfasset die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA im Kreis Landshut insgesamt 60 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz, die Aufklärungsquote lag bei 100%.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte automatisch generiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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roj/news.de