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Polizeiticker für Mauer, Rhein-Neckar-Kreis, 25.11.2021: Mauer, Rhein-Neckar-Kreis: Falscher "Microsoft-Mitarbeiter" ergaunert vierstelligen Geldbetrag - Polizei gibt Warnhinweise

Computerkriminalität in Mauer, Rhein-Neckar-Kreis aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von dem Polizeipräsidium Mannheim.

Aktuelle Polizeimeldung: Cyberkriminalität Bild: Adobe Stock / BillionPhotos

Mauer, Rhein-Neckar-Kreis: Falscher "Microsoft-Mitarbeiter" ergaunert vierstelligen Geldbetrag - Polizei gibt Warnhinweise

Mauer, Rhein-Neckar-Kreis (ots) -

Bereits am Montag meldete sich ein bislang unbekannter Mann telefonisch bei einer über 50-Jährigen und stellte sich als Mitarbeiter des Unternehmens "Microsoft" vor. Er wollte die Frau darüber in Kenntnis setzen, dass ihr PC angeblich mit einer Schadsoftware infiziert ist und er das nun dringend beheben müsse. Die nichtsahnende Frau schenkte den Angaben des Mannes zunächst Glauben und kam den Anweisungen des Unbekannten nach. Sie lud eine Software herunter, die angeblich die Schäden auf ihrem Computer beheben sollte. Tatsächlich ermöglichte die über 50-Jährige dem Betrüger so aber den Zugriff auf ihren PC. In der Folge spähte der falsche "Microsoft-Mitarbeiter" dann hochsensible Daten der Frau aus und führte parallel mehrere Transaktionen von ihrem Bankkonto durch. Nachdem die Frau die verdächtigen Abbuchungen in Höhe eines niedrigen vierstelligen Betrags bemerkte, erkannte sie den dreisten Betrug. Sie verständigte sofort die Polizei und erstattete Strafanzeige.

Die Cyberkriminalisten der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg haben die weiteren Ermittlungen aufgenommen und geben folgende Hinweise:

  • Die Firma "Microsoft" bietet keinen telefonischen und unaufgeforderten technischen Support an (Hinweise hierzu auch auf der Microsoft-Homepage).

  • Gehen Sie nicht auf Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern ein und beenden Sie das Gespräch umgehend.

  • Geben Sie auf keinen Fall persönliche Daten, Bankkonto- oder

Kreditkartendaten sowie Zahlungsdaten wie PINs oder TANs an dieAnrufer heraus.

  • Keine Software installieren oder installieren lassen.

Wurde man bereits Opfer?

  • Rechner sofort vom Internet trennen und herunterfahren.

  • Über einen anderen nicht infizierten Rechner unverzüglich

betroffene Passwörter ändern.

  • Rechner überprüfen lassen und evtl. Fernwartungsprogramm auf dem Rechner löschen.

  • Sofort Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen aufnehmen, deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.

  • Vom Geldinstitut beraten lassen, ob bereits getätigte Zahlungen zurückgeholt werden können.

  • Schnellstmöglich Anzeige bei der Polizei erstatten!

Weitere Informationen zum Betrugsphänomen finden Sie auch unter dem nachfolgenden Link der Polizeilichen Kriminalprävention:

www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/falsche-microsoft-mitarbeiter/

Diese Meldung wurde am 25.11.2021, 11:12 Uhr durch das Polizeipräsidium Mannheim übermittelt.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Computerkriminalität im Rhein-Neckar-Kreis

Im Kreis Rhein-Neckar-Kreis verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Jahr 2020 505 Straftaten aus dem Bereich Computerkriminalität. In 8,7% der Fälle blieb es bei einer versuchten Tat. Die Aufklärungsquote betrug 39,4%. Unter den insgesamt 166 Tatverdächtigen befanden sind 107 Männer und 59 Frauen. 28,3% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2126
21 bis 2511
25 bis 3030
30 bis 4040
40 bis 5019
50 bis 6028
über 6012

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 564 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Computerkriminalität im Rhein-Neckar-Kreis bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 53,4%.

Unter den Straftatbestand Computerkriminalität fallen Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN, Computerbetrug, Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung, Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen, Softwarepiraterie (private Anwendung, z.B. Computerspiele) sowie Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Cyberkriminalität im Rhein-Neckar-Kreis

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) erfasste für das Jahr 2020 im Kreis Rhein-Neckar-Kreis 395 Straftaten aus dem Bereich Cyberkriminalität. Dabei blieb es in 9,4% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag bei 38,7%. Unter den insgesamt 142 Tatverdächtigen befanden sich 98 Männer und 44 Frauen. 23,9% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2122
21 bis 257
25 bis 3030
30 bis 4031
40 bis 5018
50 bis 6022
über 6012

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 488 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Cyberkriminalität im Kreis Rhein-Neckar-Kreis bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 53,5%.

Unter den Straftatbestand Cybercrime im engeren Sinne fallen Betrügerisches Erlangen von Kfz § 263a StGB, (511212) Weitere Arten des Warenkreditbetruges § 263a StGB, (516520) Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter Daten von Zahlungskarten § 263a StGB, (516920) Computerbetrug mittels rechtswidrig erlangter sonstiger unbarer Zahlungsmittel § 263a StGB, (517220) Leistungskreditbetrug § 263a StGB und (517500) Computerbetrug (sonstiger) § 263a StGB (soweit nicht unter den Schlüsseln 511120, 511212, 516300, 516520, 516920, 517220, 517900, 518112 bzw. 518302 zu erfassen).

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

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roj/news.de