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Blaulichtreport für München, 25.11.2021: Körperverletzung, E-Scooter und Haftbefehle

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz in München aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von der Bundespolizeidirektion München.

Aktuelle Polizeimeldung: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz Bild: Adobe Stock / Animaflora Picsstock

Körperverletzung, E-Scooter und Haftbefehle

München (ots) -

Am Mittwoch (24. November) hatte die Bundespolizei u.a. drei Einsätze, bei denen Personen verletzt, ein Handy sowie ein E-Scooter beschädigt und ein per Haftbefehl Gesuchter festgenommen wurden.

  • Kurz nach Mitternacht bemerkten Beamte der Bayerischen Landespolizei am Ausgang Arnulfstraße des Hauptbahnhofes mehrere lautstark miteinander diskutierende Personen sowie einen am Boden liegenden Mann. Ermittlungen ergaben, dass drei Männer und eine Frau gegen 00:15 Uhr in Streit geraten waren. Ohne erkennbaren Grund hatte ein mit 2,6 Promille alkoholisierter, 36-jähriger Rumäne einem 28-jährigen Deutschen (Atemalkoholgehalt 2,3 Promille) unvermittelt ins Gesicht geschlagen. Der Mann aus der Ludwigsvorstadt stürzte daraufhin zu Boden und schlug rückwärtig mit dem Kopf auf die Kante einer Steinmauer. Um dem 28-Jährigen Hilfe zu leisten, legte eine 34-jährige Deutsche (Atemalkoholgehalt 2,5 Promille) ihr Smartphone auf eine naheliegende Mauer. Daraufhin nahm es der Rumäne auf und warf es gewaltsam auf den Boden. Anschließend hob er das Handy auf und warf es erneut mit hohem Kraftaufwand auf den Boden, sodass das Handy mehrere Meter weit weg flog.

Bevor der 36-Jährige sich vom Tatort entfernen konnte, nahm ihn die Streife der Landespolizei fest und übergab ihn alarmierten Bundespolizisten zur weiteren Sachbearbeitung. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete nach Sachverhaltsvortrag eine Haftrichtervorführung des Wohnsitzlosen an.

Der 28-Jährige erlitt aufgrund des Schlages eine blutende Wunde an der Lippe und klagte im Verlauf der Sachverhaltsaufnahme über Kopfschmerzen. Zur Abklärung wurde der Ludwigsvorstädter durch Rettungssanitäter in ein Krankenhaus verbracht, wo jedoch keine weiteren zu behandelnden Verletzungen festgestellt wurden. Das Handy der Frau aus Freising wurde durch das Werfen auf den Boden sehr stark beschädigt. Dabei entstand ein Sachschaden von ca. 180 Euro.

Der Rumäne war in der Vergangenheit bereits mehrfach aufgrund von Gewalt-, Eigentums- und Betäubungsmitteldelikten polizeilich in Erscheinung getreten. Er war erst am 11. August dieses Jahres aus der Haft entlassen worden.

  • Gegen 2 Uhr wurde der Bundespolizei über die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn ein von einem Zug auf der Strecke vom Rangierbahnhof nach Feldmoching überfahrener E-Scooter gemeldet. Die Bundespolizei ermittelt wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, nachdem ein Güterzug den E-Scooter im Bereich eines Bahnüberganges erfasst und überfahren hatte. Der Lokführer hatte eine Schnellbremsung eingeleitet. Am Zug entstand nach erster Inaugenscheinnahme kein Schaden. Der entstandene Schaden am E-Scooter ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen.

Erst in den zurückliegenden Tagen war es vermehrt zu derartigen Ereignissen gekommen (siehe Pressemitteilung Nr. 268 vom 21.11.2021).

  • Gegen 21:40 Uhr kontrollierten Beamte der Münchner Bundespolizei im Ostbahnhof einen mit 0,7 Promille alkoholisierten 31-jährigen Deutschen. Ein Datenabgleich förderte zwei Haftbefehle zu Tage; die Staatsanwaltschaft München I hatte nach dem ledigen Wohnsitzlosen gesucht. Wegen Beleidigung war er vom Amtsgericht München zu einer Geldstrafe von 860 Euro und wegen Diebstahls zu weiteren 2.040 Euro verurteilt worden. Da er aus dieser Strafe schon 30 Tage im Justizgewahrsam verbracht hatte, muss er, da er das Geld nicht vorweisen konnte, voraussichtlich erneut für insgesamt 107 Tage ins Gefängnis.

Diese Meldung wurde am 25.11.2021, 11:09 Uhr durch die Bundespolizeidirektion München übermittelt.

Kriminalstatistik zur Gewaltkriminalität im Kreis München

Über die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden im Kreis München im Jahr 2020 insgesamt 379 Straftaten der Kategorie Gewaltkriminalität registriert, 23,7% davon blieben versuchte Straftaten. In 2 Fällen wurde mit einer Schusswaffe gedroht, in 2 Fällen auch von ihr Gebrauch gemacht. Im letzten Jahr lag die Aufklärungsquote der Straftaten mit gewalttätigem Hintergrund bei 83,9%. Von insgesamt 427 Tatverdächtigen konnten 352 Männer und 75 Frauen identifiziert werden. 44,5% der Tatverdächtigen sind nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 21126
21 bis 2554
25 bis 3048
30 bis 4078
40 bis 5051
50 bis 6043
über 6027

Im Jahr 2019 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 341 Straftaten der Kategorie Gewaltkriminalität im Kreis München, die Aufklärungsquote lag bei 87,1%.

Unter dem Straftatbestand "Gewaltkriminalität" fasst das BKA Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Raubdelikte sowie gefährliche und schwere Körperverletzung und Verstümmelung weiblicher Organe zusammen.

Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis München

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Kreis München im Jahr 2020 insgesamt 164 Straftaten im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchdiebstahl erfasst, dabei blieb es in 42,7% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag 2020 bei 17,7%. Unter den insgesamt 33 Tatverdächtigen befanden sich 5 Frauen und 28 Männer. 78,8% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 215
21 bis 253
25 bis 304
30 bis 4013
40 bis 506
50 bis 602
über 600

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 163 erfasste Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis München bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 16,6%.

Kriminalstatistik zu Rauschgiftdelikten im Kreis München

Im Kreis München wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2020 insgesamt 839 Rauschgiftdelikte erfasst. In 1,7% der Fälle blieb es bei einer versuchten Straftat. Die Aufklärungsquote lag bei 92,7%. Unter den insgesamt 760 Tatverdächtigen befanden sich 682 Männer und 78 Frauen. 35,1% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 21305
21 bis 25141
25 bis 30101
30 bis 40144
40 bis 5043
50 bis 6024
über 602

2019 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik im Kreis München insgesamt 910 Rauschgiftdelikte, die Aufklärungsrate lag bei 95,5%.

Unfall-Statistik und Verunglückte im Straßenverkehr der letzten 3 Jahre

Im Bundesland Bayern gab es im Jahr 2020 von insgesamt 46.017 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden 484 Todesopfer und 57.179 Verletzte. Bei den polizeilich erfassten Verkehrsunfällen der letzten Jahre im ganzen Bundesgebiet zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. So wurden 2020 insgesamt 2.245.245 Unfälle im Straßenverkehr erfasst, in den Jahren 2019 dagegen 2.685.661 Fälle und 2018 2.636.468 Fälle. Auch bei den Zahlen der Unfälle mit Personenschaden ist diese Entwicklung zu beobachten. So gab es 2020 264.499 Unfälle mit zu Schaden gekommenen Personen, insgesamt wurden dabei 3.046 Verunglückte getötet. Im Jahr 2018 wurden von 308.721 Unfällen mit Personenschaden 3.275 Todesopfer verzeichnet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

Lesen Sie hier auch mit welchen neuen Bußgeldern Raser und Verkehrssünder 2021 rechnen müssen. Außerdem erfahren Sie von uns interessante Details zur Diskussion um ein Tempolimit für weniger Unfalltote in Deutschland.

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roj/news.de