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Polizeimeldungen für Mettmann, 24.11.2021: "Inkontinent" und absolut verkehrsunsicher ! - Hilden - 2111130

Verkehrskontrolle in Mettmann aktuell: Was ist heute passiert? Die Polizei Mettmann informiert über Polizeimeldungen von heute. News.de hält Sie auf dem Laufenden zu Unfall-, Brand- und Verbrechensmeldungen in Ihrer Region.

Polizeimeldung: Verkehrskontrolle Bild: Adobe Stock / Gerhard Seybert

"Inkontinent" und absolut verkehrsunsicher ! - Hilden - 2111130

Mettmann (ots) -

"Der ist ja wohl inkontinent...!". Mit solchen Äußerungen sind die Einsatzkräfte vom Verkehrsdienst der Kreispolizeibehörde Mettmann in der Regel sehr zurückhaltend. Auf einen verkehrsunsicheren LKW, den der Verkehrsdienst am Dienstag in Hilden kontrollierte, traf diese Beschreibung aber sinnbildlich durchaus zu.

Dies war geschehen:

Am Dienstagnachmittag des 23.11.2021, gegen 14.00 Uhr, kontrollierten die LKW-Spezialisten vom Verkehrsdienst Mettmann einen 20 Jahre alten Mercedes Vito auf dem Ostring in Hilden. Die polizeiliche Kontrolle auf öffentlicher Straße war nur kurz, da der rechte Schweller des Fahrzeuges erkennbar so stark durchgerostet war, dass die Beamten sich sofort entschieden, zusammen mit dem LKW und dem 43-jährigen Fahrzeugführer aus Bochum, eine Prüfstelle des TÜV Süd in Haan aufzusuchen. Dort sollten alle Fahrzeugmängel von einem Sachverständigen beweisfest dokumentiert werden.

Schon als der LKW zur Untersuchung in die Haaner Prüfhalle rollte, wurde der Vito sofort als "verkehrsunsicher" eingestuft, da er auf dem Weg zur Bühne "unter sich ließ". Und die Flüssigkeit, die der "inkontinente" Mercedes dabei deutlich erkennbar und in nicht geringer Menge verlor, war kein Spritzwasser (es regnete zur Kontrollzeit dauerhaft) oder etwa nur Kühlwasser. Vielmehr handelte es sich um Bremsflüssigkeit aus der Bremsanlage des LKW.

Bei anschließender genauerer Überprüfung des gesamten Fahrzeugs, an der dann insgesamt drei Prüfer für längere Zeit jeweils gut beschäftigt waren, übertrafen die Erkenntnisse die vorherigen Feststellungen und Befürchtungen der Polizei um ein Vielfaches. Insgesamt wurden 47 (!!!) Mängel festgestellt. Davon galten fünf als "gering", 37 als "erheblich" und einer als "gefährlich". Vier weitere Mängel führten zur Kategorie "verkehrsunsicher". So waren annähernd alle Bremsleitungen massiv korrodiert und teilweise auch schon erkennbar undicht. Die Beleuchtungsanlage des Vito war mit diversen Mängeln behaftet, weitere Mängel an der Lenkung waren ebenfalls ein Sicherheitsrisiko und die Schweller im Bodenbereich des Lastwagens wiesen teilweise schon faustgroße Durchrostungen auf. Dabei war der schon zu Beginn der Verkehrskontrolle in Hilden aufgefallene rechte Schweller irgendwann mit Bauschaum gefüllt und "kunstvoll" mit Farbe übermalt worden, damit die Durchrostung nicht sofort ins Auge fiel.

Zusätzlich war dann auch noch die Ladung des Mercedes Vito, die aus diversen Dachdeckerutensilien bestand, vor der Fahrt nicht ordnungsgemäß gesichert worden. Im Falle einer Notbremsung (sofern diese zustandsbedingt überhaupt möglich gewesen wäre) oder eines Frontalaufpralls, hätten der Fahrer und sein Beifahrer von nach vorne geschleuderten Ladungsteilen schwer verletzt, im schlimmsten Fall sogar getötet werden können.

Alles in Allem war dieser kontrollierte Lastwagen sowohl für die Prüfer des TÜV, als auch für die Einsatzkräfte des polizeilichen Verkehrsdienstes, die ja alle schon Einiges gewohnt sind, ein ganz besonderer Fall.

Den 43-jährigen Fahrzeugführer, wie auch den Bochumer Fahrzeughalter, erwarten nun jeweils Anzeigen im Ordnungswidrigkeitsverfahren. Diese werden jeweils eine Geldbuße in Höhe von mehreren hundert Euro und Punkte in Flensburg zur Folge haben. Natürlich wurde die Weiterfahrt des verkehrsunsicheren Fahrzeugs untersagt, die rollende Verkehrsgefahr dadurch noch rechtzeitig genug aus dem Verkehr gezogen.

Diese Meldung wurde am 24.11.2021, 11:11 Uhr durch die Polizei Mettmann übermittelt.

Unfall-Statistik und Verunglückte im Straßenverkehr der letzten 3 Jahre

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2020 von insgesamt 54.250 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden 430 Todesopfer und 66.680 Verletzte. Bei den polizeilich erfassten Verkehrsunfällen der letzten Jahre im ganzen Bundesgebiet zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. So wurden 2020 insgesamt 2.245.245 Unfälle im Straßenverkehr erfasst, in den Jahren 2019 dagegen 2.685.661 Fälle und 2018 2.636.468 Fälle. Auch bei den Zahlen der Unfälle mit Personenschaden ist diese Entwicklung zu beobachten. So gab es 2020 264.499 Unfälle mit zu Schaden gekommenen Personen, insgesamt wurden dabei 3.046 Verunglückte getötet. Im Jahr 2018 wurden von 308.721 Unfällen mit Personenschaden 3.275 Todesopfer verzeichnet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

Lesen Sie hier auch mit welchen neuen Bußgeldern Raser und Verkehrssünder 2021 rechnen müssen. Außerdem erfahren Sie von uns interessante Details zur Diskussion um ein Tempolimit für weniger Unfalltote in Deutschland.

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roj/news.de