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Polizei News für Hildesheim, 24.11.2021: Gemeinsame Pressemeldung von Staatsanwaltschaft und Polizei Hildesheim - Ermittlungskomplex wegen Herstellens und Handelns mit gefälschten Impfpässen

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz in Hildesheim aktuell: Was ist heute passiert? Die Polizeiinspektion Hildesheim informiert über Polizeimeldungen von heute. News.de hält Sie auf dem Laufenden zu Unfall-, Brand- und Verbrechensmeldungen in Ihrer Region.

Aktuelle Polizeimeldung: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz Bild: Adobe Stock / Animaflora Picsstock

Gemeinsame Pressemeldung von Staatsanwaltschaft und Polizei Hildesheim - Ermittlungskomplex wegen Herstellens und Handelns mit gefälschten Impfpässen

Hildesheim (ots) -

HILDESHEIM - (jpm) Die Polizei Hildesheim führt unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim seit Oktober 2021 ein umfangreiches Verfahren wegen Urkundenfälschung. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf Haupt-Beschuldigte im Alter zwischen 21 und 29 Jahren, die im Verdacht stehen, falsche Impfpässe hergestellt und veräußert zu haben.

Der Einstieg in das Verfahren beruht auf Erkenntnissen der seit dem 01.10.2021 neu gegründeten Ständigen Ermittlungsgruppe Komplexe kriminelle Strukturen (SEG KKS) der Polizeiinspektion Hildesheim.

Demnach stehen die beschuldigten Männer aus dem Raum Hildesheim im dringenden Tatverdacht, sich bandenmäßig auf die Fälschung von Impfzertifikaten spezialisiert zu haben. Dazu sollen sie Blanko-Impfpässe dahingehend bearbeitet haben, dass diese von echten Impfbescheinigungen kaum zu unterscheiden waren. Der Verkauf der Impfpassfälschungen soll durch die Beschuldigten vornehmlich über Soziale Medien erfolgt sein.

Mit dem Ziel des Auffindens von Beweismitteln erließ das Amtsgericht auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hildesheim Durchsuchungsbeschlüsse, die heute Morgen in einer konzentrierten Aktion an 24 Wohn- und Gewerbeobjekten im Raum Hildesheim, im Bereich Göttingen, im Raum Hannover, im Landkreis Northeim, im Landkreis Gifhorn sowie im Bereich Hessen umgesetzt wurden. An den Maßnahmen unter Leitung von Hildesheims Kripo-Chef Thomas Breyer waren etwa 300 Polizeikräfte beteiligt, 70 davon aus der Polizeiinspektion Hildesheim.

"Die Durchsuchungen waren ein voller Erfolg", resümiert Thomas Breyer. Es konnten diverse Beweismittel gefunden und beschlagnahmt werden. Darunter zahlreiche Impfausweise, Chargen-Aufkleber, Stempel, Drucker, Mobiltelefone und weitere Datenträger. Zudem kamen Blanko Impfpässe, mutmaßlich bestellte und gefälschte Impfpässe sowie mehrere zehntausend Euro Bargeld in amtliche Verwahrung. Darüber hinaus konnten Waffen, Drogen und hochwertige Markenuhren als Zufallsfunde beschlagnahmt werden.

Die Auswertung der beschlagnahmten Gegenstände sowie die weiteren Ermittlungen dauern an.

Delikte solcher Art werden durch die Staatsanwaltschaft und die Polizei konsequent verfolgt.

Die Leiterin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, Leitende Oberstaatsanwältin Petra Herzog, führt dazu aus: "Gerade jetzt ist es besonders wichtig, bei dieser Art von Kriminalität schnell und konsequent vorzugehen, um die Bevölkerung vor denjenigen zu schützen, die auf diese Art gegen das Gesetz verstoßen und die Gesundheit anderer dadurch gefährden".

Presseanfragen werden ausschließlich durch die Pressestelle der Staatsanwaltschaft Hildesheim beantwortet.

Diese Meldung wurde am 24.11.2021, 11:10 Uhr durch die Polizeiinspektion Hildesheim übermittelt.

Kriminalstatistik zu Rauschgiftdelikten im Kreis Hildesheim

Im Kreis Hildesheim wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2020 insgesamt 1178 Rauschgiftdelikte erfasst. In 0,8% der Fälle blieb es bei einer versuchten Straftat. Die Aufklärungsquote lag bei 96,3%. Unter den insgesamt 979 Tatverdächtigen befanden sich 807 Männer und 172 Frauen. 12,9% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 21322
21 bis 25177
25 bis 30127
30 bis 40198
40 bis 50114
50 bis 6032
über 609

2019 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik im Kreis Hildesheim insgesamt 970 Rauschgiftdelikte, die Aufklärungsrate lag bei 96,2%.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

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roj/news.de