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Blaulichtreport für Hattingen/Essen/Mettmann, 22.11.2021: Hattingen/Essen/Mettmann- 21-jähriger Räuber fährt in Tankstelle und Polizeiwache - Festnahme in Mettmann

Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz in Hattingen/Essen/Mettmann aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von der Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis.

Aktuelle Polizeimeldung: Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz Bild: Adobe Stock / Animaflora Picsstock

Hattingen/Essen/Mettmann- 21-jähriger Räuber fährt in Tankstelle und Polizeiwache - Festnahme in Mettmann

Hattingen/Essen/Mettmann (ots) -

In der Nacht zu Sonntag (21. November 2021) ist ein junger Velberter mit seinem Auto in den Eingangsbereich der Polizeiwache in Mettmann gefahren und hat dabei einen nicht unerheblichen Sachschaden verursacht. Zuvor war der Mann bereits in den Eingangsbereich einer Tankstelle in Hattingen gefahren, ehe er dann anschließend einen Raub auf eine Tankstelle in Essen beging.

Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen war Folgendes geschehen:

Gegen 19 Uhr war am Samstagabend (20. November 2021) ein bis dato noch unbekannter junger Mann mit seinem Renault Clio auf das Gelände einer Tankstelle an der Nierenhofer Straße in Hattingen gefahren. Dort fuhr er dann zunächst rückwärts in den Eingangsbereich des Tankstellen-Shops, wobei dieser nicht unerheblich beschädigt wurde. Dann wendete der Mann sein Fahrzeug, um nun erneut - diesmal frontal - in den Eingangsbereich zu fahren. Anschließend flüchtete der Mann mit seinem Wagen in Richtung Essen.

Der zu dieser Zeit in der Tankstelle tätige Mitarbeiter alarmierte umgehend die Polizei, welche den Fahrer jedoch im Rahmen der sofort eingeleiteten Fahndung nicht antreffen konnte.

Nur kurze Zeit später wurde der Renault-Fahrer dann aber erneut polizeilich auffällig: Gegen 21:10 Uhr hatte der Mann an einer Tankstelle an der Straße "Deipenbecktal" in Essen-Burgaltendorf getankt. Dann betrat er den Tankstellen-Shop und forderte die Kassiererin auf, ihm das Bargeld aus der Kasse auszuhändigen. Die resolute Mitarbeiterin kam der Aufforderung jedoch nicht nach, worauf der Mann zurück zu seinem Auto rannte. Hierbei entwendete er noch einen Kasten Bier, anschließend flüchtete er in unbekannte Richtung.

Die Mitarbeiterin der Tankstelle alarmierte die Polizei. Leider blieben die sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen jedoch erneut erfolglos.

Doch damit nicht genug:

Einige Stunden später, gegen 1 Uhr in der Nacht zu Sonntag, kam der Mann mit seinem Clio zur Polizeiwache am Adalbert-Bach-Platz nach Mettmann. Dort fuhr er mit seinem Wagen rückwärts in die Eingangsschleuse der Polizeiwache hinein, in der sich zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise niemand aufhielt. Hierbei wurden die Schleusentür sowie das Interieur des Eingangsbereiches der Wache beschädigt.

Da die in der Wache tätigen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten die Gefährdungslage zu dieser Zeit nicht sicher einschätzen konnten, forderten sie den bis dato immer noch unbekannten Fahrer unter Vorhalt ihrer Dienstwaffe auf, auszusteigen.

Der Mann kam der Aufforderung widerstandslos nach und gab nun an, sich in Bezug auf die von ihm zuvor in Essen und Hattingen begangenen Straftaten stellen zu wollen. Dazu habe er den Beamtinnen und Beamten auch noch einen Kasten Bier und einen Blumenstrauß als "Entschuldigung" mitgebracht. Unbeeindruckt hiervon nahmen die Polizistinnen und Polizisten den Mann jedoch vorläufig fest und leiteten gleich mehrere Strafverfahren gegen ihn ein.

Bei der anschließenden Kontrolle wurde festgestellt, dass es sich bei dem Fahrer um einen 21-jährigen Velberter handelte, der in der Vergangenheit schon mehrfach wegen diverser Delikte polizeilich in Erscheinung getreten war - unter anderem wegen räuberischer Erpressung, Drogendelikten, gefährlicher Körperverletzung, Geldfälschung, Unterschlagung und Bedrohung.

Da sich vor Ort ferner der Verdacht ergab, dass der junge Mann unter dem Einfluss von Drogen stand, wurde zur weiteren Beweisführung die ärztliche Entnahme einer Blutprobe veranlasst und durchgeführt. Anschließend wurde der Mann nach dem Psychisch-Krankengesetz zwangsweise in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.

Diese Meldung wurde am 22.11.2021, 11:13 Uhr durch die Kreispolizeibehörde Ennepe-Ruhr-Kreis übermittelt.

Kriminalstatistik zur Gewaltkriminalität im Kreis Mettmann

Über die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) wurden im Kreis Mettmann im Jahr 2020 insgesamt 1022 Straftaten der Kategorie Gewaltkriminalität registriert, 21,6% davon blieben versuchte Straftaten. In 14 Fällen wurde mit einer Schusswaffe gedroht, in 1 Fall auch von ihr Gebrauch gemacht. Im letzten Jahr lag die Aufklärungsquote der Straftaten mit gewalttätigem Hintergrund bei 82,4%. Von insgesamt 998 Tatverdächtigen konnten 828 Männer und 170 Frauen identifiziert werden. 34,1% der Tatverdächtigen sind nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 21305
21 bis 25112
25 bis 30134
30 bis 40186
40 bis 50133
50 bis 6081
über 6047

Im Jahr 2019 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 924 Straftaten der Kategorie Gewaltkriminalität im Kreis Mettmann, die Aufklärungsquote lag bei 81,7%.

Unter dem Straftatbestand "Gewaltkriminalität" fasst das BKA Mord und Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, Raubdelikte sowie gefährliche und schwere Körperverletzung und Verstümmelung weiblicher Organe zusammen.

Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Mettmann

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Kreis Mettmann im Jahr 2020 insgesamt 557 Straftaten im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchdiebstahl erfasst, dabei blieb es in 51% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag 2020 bei 24,4%. Unter den insgesamt 93 Tatverdächtigen befanden sich 12 Frauen und 81 Männer. 55,9% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2123
21 bis 257
25 bis 3023
30 bis 4021
40 bis 5013
50 bis 604
über 602

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 619 erfasste Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Mettmann bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 19,2%.

Kriminalstatistik zu Rauschgiftdelikten im Kreis Mettmann

Im Kreis Mettmann wurden laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) im Jahr 2020 insgesamt 1615 Rauschgiftdelikte erfasst. In 1,1% der Fälle blieb es bei einer versuchten Straftat. Die Aufklärungsquote lag bei 90,2%. Unter den insgesamt 1344 Tatverdächtigen befanden sich 1185 Männer und 159 Frauen. 23% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 21398
21 bis 25231
25 bis 30222
30 bis 40307
40 bis 50136
50 bis 6045
über 605

2019 erfasste die Polizeiliche Kriminalstatistik im Kreis Mettmann insgesamt 1400 Rauschgiftdelikte, die Aufklärungsrate lag bei 91,9%.

Kriminalstatistik zu Straftaten der Kategorie Raubüberfälle in Wohnungen im Kreis Mettmann

2020 wurden durch die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Kreis Mettmann 8 Straftaten der Kategorie Raubüberfälle in Wohnungen verzeichnet. Die Aufklärungsquote lag hier bei 50%. In 37,5% der Fälle blieb es bei einer versuchten Straftat. Unter den insgesamt 7 Tatverdächtigen befanden sich 7 Männer und 0 Frauen. 42,9% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 214
21 bis 250
25 bis 300
30 bis 403
40 bis 500
50 bis 600
über 600

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 12 erfasste Fälle von Raubüberfällen im Kreis Mettmann bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 66,7%.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

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roj/news.de