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Blaulichtreport für Kreis Steinfurt, 18.11.2021: Kreis Steinfurt, Masche mit "Schockanrufen" reißt nicht ab, erneut wird älteres Paar Opfer von Telefonbetrügern

Computerkriminalität in Kreis Steinfurt aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von der Polizei Steinfurt.

Aktuelle Polizeimeldung: Computerkriminalität Bild: Adobe Stock / frank_peters

Kreis Steinfurt, Masche mit "Schockanrufen" reißt nicht ab, erneut wird älteres Paar Opfer von Telefonbetrügern

Kreis Steinfurt (ots) -

Der Schock sitzt tief bei dem älteren Ehepaar aus Emsdetten. Es klang alles so logisch und glaubwürdig, als vor ein paar Tagen ein Mann bei den beiden anrief und von einem schrecklichen Vorfall berichtete. Der Fremde gab sich als Justizbeamter aus und erklärte, die Tochter des Ehepaars habe einen tödlichen Unfall verursacht. Dabei seien eine Mutter und ihre drei Kinder ums Leben gekommen. Und nur durch eine Zahlung einer hohen Kautionssumme im fünfstelligen Eurobereich könne eine Haft verhindert werden.

Das Ehepaar fühlt sich stark unter Druck gesetzt. Es will seiner Tochter unbedingt helfen. In dieser Situation können die Emsdettener nicht mehr klar denken. Sie übergeben an einem vereinbarten Ort den geforderten Betrag an einen unbekannten Täter.

Es ist ein weiterer dramatischer Fall, der leider kein Einzelfall ist. Immer wieder - und derzeit erneut verstärkt - stellt die Kreispolizeibehörde Steinfurt fest, dass Telefonbetrüger mit diversen Maschen, bei denen sie ihre Opfer psychisch enorm unter Druck setzen, Erfolg haben.

Zwar überwiegt die Zahl derer, die auf solche gefälschten Schockgeschichten und Geldforderungen nicht eingehen. So wie etwa in diesen Tagen bei mehreren Fällen in Altenberge mit falschen Polizeibeamten und angeblichen Gewinnen aus Gewinnspielen. Die Angerufenen wurden misstrauisch und legten auf.

Genau das sollten alle tun, wenn sie von unbekannten Personen am Telefon mit einer Schockgeschichte konfrontiert werden und sich eine hohe Geldforderung anschließt.Die Polizei rät dringend: Unterbrechen Sie das Gespräch frühzeitig, legen Sie einfach auf! Kontaktieren Sie nächstgelegene Polizeiwache oder den Polizeinotruf 110 und erstatten Sie Anzeige! Holen Sie sich im Zweifelsfall Hilfe bei nahen Verwandten und Freunden!

Folgende Betrugsmaschen wenden Kriminelle am Telefon häufig an:

  • Schockanruf: Angeblich ist ein enger Verwandter, die Enkelin oder der Sohn, schuld an einem tödlichen Unfall und es muss eine hohe Kaution entrichtet werden, um eine Haft zu verhindern. Oder ein enges Familienmitglied liegt angeblich mit einer schweren Krankheit im Krankenhaus und nur ein immens teures Medikament kann das Leben retten.
  • Falsche Polizeibeamte: Angeblich gibt in der Nachbarschaft eine Einbruchsserie - und der angebliche Polizist möchte das Bargeld und die Wertsachen der Angerufenen in Sicherheit bringen.
  • Falsche Gewinnversprechen: Angeblich hat der/die Angerufene bei einem Gewinnspiel einen hohen Betrag gewonnen. Um das Geld zu erhalten, muss zuvor eine bestimmte Summe als Transferkosten überwiesen werden.
  • Falsche Microsoft-Mitarbeiter: Ein angeblicher Mitarbeiter der Software-Firma Microsoft ruft wegen angeblicher Computer-Probleme. Er gibt vor, den Schaden beheben zu können, wenn er die Zugriffsrechte und Passwörter erhält oder aber eine bestimmte Reparatur-Software auf den PC installiert.
  • Enkel-Trick: Ein angeblich naher Verwandter - ein Enkel, eine Nichte oder ähnliches - ruft an und schildert eine angebliche finanzielle Notsituation. Er/sie bräuchte dringend die Hilfe des Angerufenen - und zwar durch einen hohen Bargeldbetrag.

Diese und andere Maschen sind perfide und leider immer wieder erfolgreich. Daher wiederholt die Kreispolizeibehörde ihre Warnung in regelmäßigen Abständen. Helfen auch Sie mit und machen Sie Verwandte und Bekannte auf die Betrugsmaschen aufmerksam. Damit niemand um sein langjährig Erspartes gebracht werden kann.

Weitere Informationen bei der polizeilichen Kriminalprävention von Bund und Ländern:https://www.polizei-beratung.de/startseite-und-aktionen/aktuelles/detailansicht/telefonbetrug-durch-schockanrufe

Diese Meldung wurde am 18.11.2021, 11:13 Uhr durch die Polizei Steinfurt übermittelt.

Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Steinfurt

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Kreis Steinfurt im Jahr 2020 insgesamt 320 Straftaten im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchdiebstahl erfasst, dabei blieb es in 45% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag 2020 bei 23,8%. Unter den insgesamt 73 Tatverdächtigen befanden sich 14 Frauen und 59 Männer. 38,4% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2116
21 bis 2510
25 bis 307
30 bis 4020
40 bis 5011
50 bis 607
über 602

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 355 erfasste Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Steinfurt bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 29,3%.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Computerkriminalität im Kreis Steinfurt

Im Kreis Steinfurt verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Jahr 2020 250 Straftaten aus dem Bereich Computerkriminalität. In 9,2% der Fälle blieb es bei einer versuchten Tat. Die Aufklärungsquote betrug 40,8%. Unter den insgesamt 79 Tatverdächtigen befanden sind 48 Männer und 31 Frauen. 24,1% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 218
21 bis 2512
25 bis 3013
30 bis 4024
40 bis 5010
50 bis 6012
über 600

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 214 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Computerkriminalität im Kreis Steinfurt bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 35%.

Unter den Straftatbestand Computerkriminalität fallen Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN, Computerbetrug, Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung, Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen, Softwarepiraterie (private Anwendung, z.B. Computerspiele) sowie Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns.

Unfall-Statistik und Verunglückte im Straßenverkehr der letzten 3 Jahre

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2020 von insgesamt 54.250 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden 430 Todesopfer und 66.680 Verletzte. Bei den polizeilich erfassten Verkehrsunfällen der letzten Jahre im ganzen Bundesgebiet zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. So wurden 2020 insgesamt 2.245.245 Unfälle im Straßenverkehr erfasst, in den Jahren 2019 dagegen 2.685.661 Fälle und 2018 2.636.468 Fälle. Auch bei den Zahlen der Unfälle mit Personenschaden ist diese Entwicklung zu beobachten. So gab es 2020 264.499 Unfälle mit zu Schaden gekommenen Personen, insgesamt wurden dabei 3.046 Verunglückte getötet. Im Jahr 2018 wurden von 308.721 Unfällen mit Personenschaden 3.275 Todesopfer verzeichnet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

Lesen Sie hier auch mit welchen neuen Bußgeldern Raser und Verkehrssünder 2021 rechnen müssen. Außerdem erfahren Sie von uns interessante Details zur Diskussion um ein Tempolimit für weniger Unfalltote in Deutschland.

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roj/news.de