Uhr

Blaulichtreport für Geldern, 16.11.2021: Geldern - Schockanruf / Aufmerksamer Handwerker verhindert Telefonbetrug

Computerkriminalität in Geldern aktuell: Was ist heute passiert? Lesen Sie hier auf news.de täglich die lokalen Polizeimeldungen aus Ihrer Region - heute mit einem aktuellen Blaulichtreport übermittelt von der Kreispolizeibehörde Kleve.

Aktuelle Polizeimeldung: Computerkriminalität Bild: Adobe Stock / frank_peters

Geldern - Schockanruf / Aufmerksamer Handwerker verhindert Telefonbetrug

Geldern (ots) -

Der Aufmerksamkeit eines 50-jährigen Küchenmonteurs aus Mönchengladbach ist es zu verdanken, dass Telefonbetrüger am Donnerstag (11.11.2021) in Geldern erfolglos blieben.

Der 50-Jährige war mit Arbeiten im Hause seiner 66-jährigen Kundin in Geldern beschäftigt, als die Dame ein Telefonat erhielt, welches die 66-Jährige sichtlich beunruhigte.

Auf die Nachfrage, ob alles in Ordnung sei, deutete die 66-Jährige an, sie könne nicht darüber sprechen. Als die Frau dann Geld und Schmuck zusammenpackte, das Haus verließ und mit dem Fahrrad wegfuhr, informierte der Monteur die Polizei. Glücklicherweise konnte ein Streifenteam die Dame rechtzeitig abfangen.

Unbekannte Täter hatten der 66-Jährigen am Telefon vorgegaukelt, ihre Tochter und ihr Schweigersohn seien in einen schweren Unfall verwickelt und hatten Geld gefordert. Dank des aufmerksamen 50-Jährigen konnte der Betrug aufgeklärt und die Geldübergabe verhindert werden.

Schockanrufe, Enkeltrick, falsche Polizisten, angebliche Microsoft-Mitarbeiter - regelmäßig erreichen die Polizei im Kreis Kleve Anzeigen zu Betrugsversuchen am Telefon. In manchen Fällen kombinieren die Täter sogar verschiedene Maschen um Druck auszuüben und ihr Opfer zu überzeugen. So übergibt zum Beispiel ein angeblicher Verwandter, der sich in einer Notlage befindet, ein Gespräch auch an einen vermeintlichen Polizisten oder Staatsanwalt, der die angebliche Notlage bestätigt.

Die Polizei warnt: Geben Sie keine persönlichen Informationen wie Bankdaten am Telefon preis! Seien Sie misstrauisch, wenn Sie jemand am Telefon oder per Whatsapp um Geld bittet! Übergeben Sie kein Geld oder Wertgegenstände an Ihnen unbekannte Personen! Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, dann informieren Sie sofort die Polizei unter 110 oder, wenn möglich, Verwandte.

Ein Apell der Polizei richtet sich auch an jüngerer Angehörige: Klären Sie Ihre lebensälteren Eltern/Großeltern/Verwandte über die Maschen der Betrüger auf.

Hier noch einmal ein Überblick der gängigen Maschen:

  • Schockanrufe: Die Anrufer schildern, dass ein Verwandter (häufig Sohn/Tochter) einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hat. Um lange Haftstrafen zu verhindern, soll sofort Geld an einen
    Geldboten der Staatsanwaltschaft gezahlt werden. In abgewandelten Szenarien wird von einer Corona-Infektion gesprochen und die Anrufer erzählen, sie bräuchten Geld für eine Behandlung oder Medikamente
  • Enkeltrick: Die Täter erwecken den Eindruck, ein naher Verwandter (meistens Enkel/ Enkelin/ Neffe/ Nichte) oder guter Bekannter zu sein. Sie täuschen eine finanzielle Notlage vor und bitten Sie kurzfristig um Geld. Sie sollen mit niemandem über den Anruf sprechen.
  • Falsche Polizisten: Die Anrufer geben sich als Polizisten aus und warnen Sie vor einem geplanten Einbruch. Geld und Schmuck wären Zuhause nicht mehr sicher. Bei Ihrer Bank würden Mittäter der Einbrecher arbeiten und auch dort sei Ihr Vermögen in Gefahr.
  • Gewinnversprechen: Die Betrüger versprechen am Telefon hohe Gewinne. Vor einer Gewinnübergabe werden Betroffene aufgefordert, "Bearbeitungsgebühren" zu zahlen oder
    Prepaid-Karten für Online-Käufe zu kaufen.
  • Microsoft Mitarbeiter: Das Telefon klingelt und jemand bietet Ihnen ungefragt technische Unterstützung für Ihren Laptop, Computer oder Ihr Tablet an. So wollen sich die Täter Zugriff auf Ihren PC, Ihr Online-Banking oder Paypal-Konto verschaffen.
  • Betrug per Whatsapp: Ein angeblicher Angehöriger (Sohn/Tochter) meldet sich über eine unbekannte Nummer über den Messenger-Dienst und gibt an, das Handy sei defekt. Dann werden Sie gebeten, eine Überweisung an Dritte zu tätigen, da der Angehörige aktuell angeblich kein Zugriff auf das Online-Banking habe. (cp)

Diese Meldung wurde am 16.11.2021, 11:15 Uhr durch die Kreispolizeibehörde Kleve übermittelt.

Kriminalstatistik zu Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Kleve

Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) vom Bundeskriminalamt (BKA) wurden im Kreis Kleve im Jahr 2020 insgesamt 436 Straftaten im Zusammenhang mit Wohnungseinbruchdiebstahl erfasst, dabei blieb es in 48,2% der Fälle bei versuchten Straftaten. Die Aufklärungsquote lag 2020 bei 12,8%. Unter den insgesamt 65 Tatverdächtigen befanden sich 8 Frauen und 57 Männer. 50,8% der Personen sind Tatverdächtige nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2113
21 bis 259
25 bis 309
30 bis 4020
40 bis 5010
50 bis 603
über 601

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 495 erfasste Fälle von Wohnungseinbruchdiebstahl im Kreis Kleve bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 17,4%.

Kriminalstatistik zum Straftatbestand Computerkriminalität im Kreis Kleve

Im Kreis Kleve verzeichnete die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamtes (BKA) im Jahr 2020 313 Straftaten aus dem Bereich Computerkriminalität. In 7% der Fälle blieb es bei einer versuchten Tat. Die Aufklärungsquote betrug 21,7%. Unter den insgesamt 63 Tatverdächtigen befanden sind 36 Männer und 27 Frauen. 19% der tatverdächtigen Personen waren nicht-deutscher Herkunft.

AlterAnzahl Tatverdächtige
unter 2112
21 bis 255
25 bis 3015
30 bis 4013
40 bis 5014
50 bis 604
über 600

Für das Jahr 2019 gibt die Polizeiliche Kriminalstatistik des BKA 205 erfasste Fälle von Straftaten im Bereich Computerkriminalität im Kreis Kleve bekannt, die Aufklärungsquote lag hier bei 32,2%.

Unter den Straftatbestand Computerkriminalität fallen Betrug mittels rechtswidrig erlangter Debitkarten mit PIN, Computerbetrug, Betrug mit Zugangsberechtigungen zu Kommunikationsdiensten, Fälschung beweiserheblicher Daten, Täuschung im Rechtsverkehr bei Datenverarbeitung, Datenveränderung, Computersabotage, Ausspähen, Abfangen von Daten einschl. Vorbereitungshandlungen, Softwarepiraterie (private Anwendung, z.B. Computerspiele) sowie Softwarepiraterie in Form gewerbsmäßigen Handelns.

Unfall-Statistik und Verunglückte im Straßenverkehr der letzten 3 Jahre

Im Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es im Jahr 2020 von insgesamt 54.250 Straßenverkehrsunfällen mit Personenschaden 430 Todesopfer und 66.680 Verletzte. Bei den polizeilich erfassten Verkehrsunfällen der letzten Jahre im ganzen Bundesgebiet zeigt sich ein leichter Abwärtstrend. So wurden 2020 insgesamt 2.245.245 Unfälle im Straßenverkehr erfasst, in den Jahren 2019 dagegen 2.685.661 Fälle und 2018 2.636.468 Fälle. Auch bei den Zahlen der Unfälle mit Personenschaden ist diese Entwicklung zu beobachten. So gab es 2020 264.499 Unfälle mit zu Schaden gekommenen Personen, insgesamt wurden dabei 3.046 Verunglückte getötet. Im Jahr 2018 wurden von 308.721 Unfällen mit Personenschaden 3.275 Todesopfer verzeichnet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten vom Blaulichtreport des Presseportals und Kriminalstatistiken des BKAs automatisiert erstellt. Original-Content von: „Meldungsgeber", übermittelt durch news aktuell: Zur Presseportal-Meldung +++

Lesen Sie hier auch mit welchen neuen Bußgeldern Raser und Verkehrssünder 2021 rechnen müssen. Außerdem erfahren Sie von uns interessante Details zur Diskussion um ein Tempolimit für weniger Unfalltote in Deutschland.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

roj/news.de