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Kündigung als Start in ein neues Leben: Tipps, um das Beste aus einer Kündigung herauszuholen

Die Unsicherheit der eigenen Arbeitsstelle ist für viele Menschen eine der größten Ängste und Sorgen, doch selbst wenn es einmal zu einer Kündigung kommen sollte, muss das nicht das Ende sein. Vielmehr möchten wir Ihnen aufzeigen, welche Chancen Ihnen eine Kündigung bieten kann und wie Sie nach dem Erhalt einer Kündigung richtig handeln.

Arbeitnehmer können gegen eine betriebsbedingte Kündigung eine Kündigungsschutzklage einreichen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn Bild: Christin Klose/dpa

Was sind die gängigsten Gründe für eine Kündigung?

Im Allgemeinen besteht noch immer der Irrglaube, dass der Großteil der Kündigungen durch Fehlverhalten seitens der Arbeitnehmer erfolgt. In Wahrheit sind rund drei Viertel aller Kündigungen betriebsbedingt und erfolgen damit aus Gründen, die nicht mit dem einzelnen Arbeitnehmer zu tun haben.

Vielmehr sind finanzielle Probleme seitens der Unternehmen der Auslöser. Bei drohendem Zahlungsausfall ist ein schneller und effektiver Schritt, um die Kosten zu senken, einige Mitarbeiter zu entlassen. Daher sind betriebsbedingte Kündigungen inzwischen leider sehr weit verbreitet.

Was sollte man nach der Kündigung tun?

Der ein oder andere neigt eventuell dazu, emotional zu werden, oder sich zu spontanen Aussagen bewegen zu lassen, die später bereut werden. Egal ob Sie sich selbst zu dieser Gruppe zählen oder nicht, so sollten Sie in jedem Fall ruhig bleiben und so wenig sprechen wie nur möglich.

Am besten ist es, wenn Sie lediglich den Erhalt der Kündigung bestätigen und dann gehen. Unterschreiben Sie in keinem Fall andere Unterlagen, die Ihnen eventuell vorgelegt werden. Einen vermeintlich gutmütigen Aufhebungsvertrag zum Beispiel sollten Sie unbedingt zuerst von einem Experten für Arbeitsrecht prüfen lassen. Dieser kann Sie dann auch bei allen weiteren Schritten begleiten, sofern dies nötig sein sollte.

Es ist erstaunlich, wie viele Kündigungen eigentlich nicht rechtens sind und damit eine perfekte Grundlage bieten, um eine satte Abfindung für Sie zu verhandeln. Dies überlassen Sie aber bitte den Experten, da ein Laie im deutschen Arbeitsrecht beinahe unmöglich den Überblick behalten kann.

Weiterhin sollten Sie zeitnah ein Arbeitszeugnis anfordern, damit Sie bei einer möglichen Bewerbung keine Nachteile zu befürchten haben.

Der Neustart

Sobald die Kündigung hinter Ihnen liegt, kann ein neues Kapitel in Ihrem Leben beginnen. Mit ein wenig Glück konnten Sie vom alten Arbeitgeber vielleicht eine Abfindung heraushandeln und haben nun die Möglichkeit, zu tun, was Sie vielleicht schon lange tun wollten.
Zum Beispiel könnten Sie eine ausgedehnte Reise machen, zu der Ihnen ansonsten immer die Zeit gefehlt hat, oder Sie machen sich vielleicht sogar selbstständig. Das Homeoffice ist in den letzten Jahren ja ohnehin immer beliebter geworden, also warum sollten Sie dann nicht direkt Ihr eigener Chef werden? Mit der richtigen Idee und einer individuell auf Sie angepassten Büroausstattung kann es direkt losgehen.

Wie Sie jetzt vielleicht sehen, muss eine Kündigung keinesfalls immer nur ein Ende bedeuten. Mit der passenden Beratung an Ihrer Seite kann es sogar der Start in ein völlig neues Abenteuer sein. Bleiben Sie positiv und vertrauen Sie auf sich und Ihr Können!

lic/news.de