06.05.2021, 12.04 Uhr

Geldanlagen brauchen Liquidität: So lassen sich Finanzpotenziale aktivieren

Sparen und Geld anlegen – das sind Themen, die vielen Arbeitnehmern (aber auch Selbständigen) unter den Nägeln brennen. Doch was sollten Betroffene tun, wenn am Ende des Monats unterm Strich kein Plus herauskommt? In diesem Fall ist es wichtig, im eigenen Budget nach Sparmöglichkeiten zu suchen.

Für die eigene Geldanlage ist es wichtig, zunächst einmal verfügbares Kapital in der Hand zu haben. Bildquelle: @ Wellnhofer Designs – 189104180 / Adobe Stock Bild: Bildquelle: @Wellnhofer Designs – 189104180 / Adobe Stock adobe.com

Das Jahr 2021 nutzen: Soli-Einsparung investieren

Eine Möglichkeit, wie Verbraucher mehr Liquidität in den Vermögensaufbau stecken können, ist der Solidaritätszuschlag. Dieser wird ab 2021 für einen breiten Personenkreis entfallen. Bisher galt als Regel, dass Singles bei einem Verdienst von weniger als 972 Euro keinen Soli-Zuschlag entrichten mussten. Für Paare galt eine Freigrenze von 1.944 Euro. Mit den Änderungen, welche der Gesetzgeber beschlossen hat, ergeben sich deutlich höhere Freigrenzen. Heißt für das Jahr 2021, dass Einkommen deutlich bessergestellt sind.

  • Alleinstehende: Erst ab Einkommen von mehr als 73.000 Euro wird der Soli-Zuschlag erhoben. Für Beträge bis 109.000 Euro greift eine Gleitregel. In deren Rahmen wird der Soli nur teilweise erhoben. Erst mit Überschreiten der Gehaltsgrenze macht sich der Solidaritätszuschlag wieder voll bemerkbar.
  • Paare (ohne Kinder): Hier sind die Einkommensverhältnisse entscheidend. Mit einem Einkommen wird bis 136.000 Euro kein Solidaritätszuschlag mehr gezahlt. Die Gleitzonen geht hier bis 206.000 Euro. Bei zwei Haushaltseinkommen erhöht sich die Freigrenze auf 147.000 Euro. In voller Höhe muss der Soli erst wieder ab 219.000 Euro gestemmt werden.
  • Paare mit Kindern: Für die Berechnung der Freigrenze geht es wieder um das gemeinsame Einkommen und die Anzahl der Kinder. Der Grund ist, dass das zu versteuernde Jahreseinkommen von den abziehbaren Kinderfreibeträgen abhängt.

Wie viel Geld sich auf diese Weise einsparen lässt, hängt sehr stark von den persönlichen Rahmenbedingungen ab. So spart ein Paarhaushalt mit zwei Kindern, der ein zu versteuerndes Jahreseinkommen von 48.000 Euro erzielt, nach dem Soli Rechner des Finanzministeriums knapp 370 Euro ein.

Wichtig: Zur Berechnung werden des Solidaritätszuschlags und damit auch der Ersparnis die Bruttolöhne herangezogen. Regeln zur Anhebung der Freigrenzen sollen nicht nur für Arbeitnehmer gelten. Auch Unternehmer werden an dieser Stelle einbezogen. Hier werden durch das Finanzamt Steuervorauszahlungen festgelegt. Diese beinhalteten bis Ende 2020 auch den Soli. Ab 2021 wird dieser – entsprechend der neuen Freigrenzen – nicht mehr erhoben.

Einsparungen realisieren: Diese Ansatzpunkte helfen

Mehr Geld im Portemonnaie durch die Abschaffung des Solis – das ist nur eine Seite der Medaille. Es gibt im Alltag viele weitere Stellschrauben, an denen gedreht werden kann. Leider wissen viele Haushalte nicht, wieviel Geld eigentlich wohin geht. Das Ergebnis: Es wird Geld ausgegeben, das an anderer Stelle für den Vermögensaufbau zur Verfügung stehen könnte. Wo diese Möglichkeiten konsequent umgesetzt werden, ergeben sich vollkommen neue Liquiditätsquellen.

Hier ein Überblick über mögliche Sparmaßnahmen:

1. Teure Kredite zusammenfassen und umschulden

Hier die neue Couch oder dort ein Fernseher zu Weihnachten – im Alltag werden viele kleine Dinge inzwischen auf Kredit finanziert. Das Ergebnis ist eine ganze Reihe an Zahlungsverpflichtungen, die Haushalte bedienen müssen. Null-Prozent-Finanzierungen sind im Handel verbreitet. Wer auch noch Dispo und Rahmenkredit nutzt, steht schnell doppelt in der „Kreide".
Wird an dieser Stelle nicht konsequent auf den Zins geachtet, fließt schnell Kapital in die teuren Kredite bzw. deren Rückzahlung. Einmal gemachte Fehler lassen sich nicht mehr korrigieren? Nein, es gibt immer noch die Möglichkeit der Umschuldung. Durch das Zusammenfassen mehrerer Darlehen in einem einzigen Kredit schaffen Verbraucher Ordnung in ihren Finanzen. Und durch niedrige Zinsen wird Kapital für den Vermögensaufbau frei. Vor einer solchen Umschuldung sollten jedoch zunächst die möglichen neuen Darlehen genauer gecheckt werden, um am Ende auch wirklich die günstigsten Zinsen in Anspruch nehmen zu können.

2. Fixkosten durch Verträge checken

Strom, DSL-Anschluss, Handyvertrag oder diverse Versicherungen – jeder Haushalt muss Fixkosten decken. Hierzu gehört auch die allgemeine Lebenshaltung. Aspekte wie die Miete bleiben außen vor. Pro Monat summieren sich diese Ausgaben auf eine Summe von mehreren hundert Euro. Hierin steckt mitunter das Potenzial, mehr Liquidität fürs Sparen freizumachen.

Es geht weniger um die Frage, ob die Ausgaben wirklich nötig sind. Vielmehr gehört auf den Prüfstand, ob die einzelnen Verträge nicht zu teuer sind. Gerade bei den Energieversorgern oder Versicherungstarifen sind in den letzten Jahren sehr dynamische Märkte entstanden. Hier macht sich der Anbietervergleich recht schnell bezahlt.

Achtung: An dieser Stelle ist der Preis zwar auf den ersten Blick entscheidend. In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass die Konditionen mindestens genauso viel Aufmerksamkeit brauchen. Beim Stromvergleich wirken Paket-Tarife im ersten Moment günstig. Allerdings kann ein Mehrverbrauch zu sehr hohen Kosten über Nachzahlungen führen.

Ähnlich die Situation bei Versicherungen wie:

  • Kfz-Versicherung
  • Privathaftpflicht
  • Hausratversicherung.

Solche Tarife lassen sich unkompliziert kündigen. Durch die Einsparung kann mehr Geld in den Vermögensaufbau fließen.

Wichtig: Einige Versicherungen sollten nur nach sehr intensiver Beschäftigung mit den Tarifen gewechselt werden. Dies trifft auf Bereiche zu, in denen Leistungen angespart werden – wie die PKV oder kapitalbildende Lebensversicherungen. Hier ist eventuell ein unabhängiger Experte hinzuzuziehen.

3. Unnötige Ausgaben streichen

In einem dritten Schritt können sich Haushalte Gedanken machen, welche Ausgaben tatsächlich notwendig sind. Braucht es zwei Tageszeitungen? Wird die Mitgliedschaft im Fitnessstudio noch genutzt? Wo unter solchen Fragestellungen der Alltag betrachtet wird, eröffnet sich schnell ein Sparpotenzial.

Wer unbedingt mehr Geld in den Vermögensaufbau investieren will, muss die Ausgabensituation im Alltag drastisch auf den Prüfstand stellen. Was ist an Ausgaben nötig und worauf kann ohne größere Probleme verzichtet werden?

Ansatzpunkte ist das Versicherungsportfolio. Muss eine Brillenversicherung sein? In der Praxis sind Haushalte in wichtigen Bereichen schnell unterversichert, schließen dafür aber Versicherungen ab, deren Zweck zweifelhaft ist – wie das angeführte Beispiel. Parallel entsteht in Lebensbereichen Überversicherung. Wer eine BU-Versicherung und Unfallversicherung abgeschlossen hat, kann letztgenannten Tarif kündigen.

Die Berufsunfähigkeitsversicherung deckt den Verdienstausfall wegen:

  • Unfall
  • Krankheit (auch Erkrankungen der Psyche)

und geht damit deutlich weiter als die Unfallpolice. In dieser Konstellation kann die Unfallversicherung gekündigt werden. Deren Schutz reicht nicht weit genug, die Beiträge lassen sich für den Kapitalaufbau einsetzen.

Auf den Prüfstand gehören nicht nur Versicherungen. Wer als Haushalt unbedingt mehr für den Vermögensaufbau tun will, schaut sich:

  • Abo-Verträge für Zeitschriften
  • Mitgliedschaften auf Streaming-Portalen
  • Gaming-Dienste

genauer an. Netflix beispielsweise kostet monatlich, je nach Tarif, zwischen 8 € und 18 €. Auf den ersten Blick nicht besonders viel. Wo alle Abo-Kosten addiert werden, kommen schnell 50 Euro bis 100 Euro zusammen. Ausgaben, welche sich schnell um ein Drittel bis zu Hälfte zusammenstreichen lassen. Geld, welches die bisherigen Bemühungen im Vermögensaufbau unterstützen kann – und auf lange Sicht einen Unterschied in fünf- bis sechsstelliger Höhe macht.

In ähnlicher Weise wird mit anderen Lebensbereichen verfahren. Überall dort, wo Leistungen aus Verträgen nicht mehr genutzt werden, lohnt sich der Rotstift. Wie wirkungsvoll selbst 25 Euro oder 50 Euro mehr sein können, zeigt ein Rechenbeispiel weiter unten im Artikel.

Neue Verdienstquellen anzapfen

Auf der einen Seite sind es Einsparungen, die konsequent genutzt ein Plus im Portemonnaie bedeuten. Es lässt sich jedoch nicht jede Ausgabe auf den Prüfstand stellen. Einige Bereiche, wie:

  • Miete
  • Krankenversicherung
  • Rente

sind einfach abzudecken. Sich mehr Liquidität zu verschaffen, bedeutet auch, für ein höheres Einkommen zu sorgen. Wie kann so etwas funktionieren? Generell bieten sich zwei Optionen an.

1. Nebenjob

Arbeitnehmer, die aktuell in Teilzeit arbeiten und keine Chance auf Vollzeit haben, erzielen mit einem Zweitjob ein höheres Einkommen. Diese kann für den Vermögensaufbau eingesetzt werden.

2. Selbständigkeit

Gründer müssen nicht zwangsläufig im Vollerwerb am Start-Up arbeiten. Statistiken – etwa aus dem Gründungsmonitor – zeigen, dass Selbständigkeit auch als Nebenerwerb in Deutschland verbreitet ist.

Als dritte Option wäre noch die Aufstockung einer Teilzeit ins Auge zu fassen. Hierfür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Hat der Chef kein Interesse daran, führt dieser Weg ins Leere.

Tipp: Arbeitnehmer können noch einen zusätzlichen Hebel ansetzen: Gehaltserhöhungen. Gerade, wenn das letzte Jahr besonders gut gelaufen ist und durch das eigene Auftreten neue Kunden gewonnen wurden, lässt sich mit diesem Argument zusätzliches Geld beim Chef „lockermachen".

Wo ist es heute besonders leicht, einen Nebenjob zu finden?

Fahrer im Logistikbereich oder Arbeitskräfte im Einzelhandel werden verbreitet gesucht. Der Zeitaufwand darf an dieser Stelle nicht unterschätzt werden. Auf der anderen Seite bieten gerade Digitalisierung und boomendes Online-Business Potenzial, um ein zweites Standbein entstehen zu lassen. Hier werden regelmäßig Jobs als:

  • Grafiker
  • Texter
  • Social Media Creative usw.

gesucht. Damit einher gehen teils sehr flexibel Arbeitszeiten und die Möglichkeit, auch von zu Hause aus arbeiten zu können.

Aber: Es muss klar sein, was der Aufbau eines Nebeneinkommens in der Praxis bedeutet. Es ist weder einfach damit getan, einfach einen zweiten Job anzunehmen noch einfach als Selbständiger Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Für Arbeitnehmer gilt zwar der Grundsatz, dass es kein pauschales Verbot einer Nebentätigkeit gibt.

Entsprechende Klauseln, die leider immer wieder in Arbeitsverträgen zur Anwendung kommen, sind unwirksam. Aber: Arbeitgeber können rechtlich sicher die Pflicht zur Anzeige einer Nebentätigkeit in den Arbeitsvertrag verankern. Und diese im speziellen Fall untersagen. Wie kann dies aussehen? Beispiel: Angestellte einer Online Marketing Agentur machen sich selbständig – als SEO. Der Chef untersagt dies – mit dem Hinweis auf das Wettbewerbsverbot. Damit bewegt er sich im Rahmen zulässiger Möglichkeiten.

Untersagungen der Nebentätigkeit können gelten für:

  • Verstöße gegen das Wettbewerbsverbot
  • Verstöße gegen Arbeitszeitrecht
  • Verstöße gegen das Urlaubsgesetz usw.

In solchen Fällen hat der Arbeitgeber in der Haupttätigkeit gewisse „Stellschrauben", an denen gedreht werden kann. Entsprechende Untersagungen verstoßen nicht gegen die Berufsfreiheit aus Art. 12 des Grundgesetzes.

Daher sollte vor Antritt der Nebentätigkeit – egal, ob im Rahmen eines Nebenjobs oder einer Selbständigkeit im Nebenerwerb – dieser Aspekt ausreichend beleuchtet werden. Andernfalls droht mitunter heftiger Ärger. Wichtig: Pauschale „Berufsverbote" sind allerdings unwirksam, da sie Beschäftigte benachteiligen. Sind außerdem keine Informationspflichten verankert, muss die Nebentätigkeit auch nicht ohne Weiteres angezeigt werden.

Disziplin ist entscheidend

Geld anlegen wollen und dies am Ende auch tatsächlich zu tun – in der Praxis zwei Paar Schuhe. In der Praxis zeigt sich, dass freies Kapital (sofern es nicht umgehend investiert wird) schnell wieder verschwindet. Es löst sich nicht einfach wundersam in Luft auf. Vielmehr passiert es Haushalten, dass hier mal eine ungeplante Reparatur oder da ein Einkauf außer der Reihe die Einsparungen und das Gehalt aus dem Nebenjob gleich wieder „auffressen". Aus diesem Grund benötigt es neben einem guten Überblick über die Ausgaben vor allem Disziplin. Das Ganze lässt sich folgendermaßen umsetzen:

1. Haushaltsbuch führen

Erst am Monatsende steht fest, wieviel Geld wirklich übrig ist. Durch das Führen eines Haushaltsbuchs behalten Familien nicht nur die Ausgaben im Blick. Auf diese Weise fällt besonders schnell auf, an welcher Stelle sich Sparpotenzial bietet. Parallel sehen Verbraucher hier nach einer Weile, wie groß der Puffer sein muss, um auch unvorhergesehene Ausgaben aufzufangen.

2. Geld nicht auf dem Konto liegen lassen

Ergibt sich „freies" Kapital, bleibt es nicht einfach auf dem Bankkonto liegen. Dort erscheint es als frei verfügbar und fällt dann den alltäglichen Ausgaben zum Opfer. Vielmehr sollte das freie Kapital auf ein Sparkonto fließen, von dem aus dann wiederum Investitionen getätigt werden können.

Es ist dabei empfehlenswert, nach einigen Monaten den üblichen Überschuss schon automatisiert per Dauerauftrag auf das Sparkonto zu überwiesen. So lässt er sich wie eine nötige Ausgabe behandeln und wird dem eigenen Zugriff entzogen. Auf diesem Weg ist es einfacher, Kapital anzusparen.

Sobald die gewünschte Anlagesumme erreicht ist, fließt das Guthaben einfach in die entsprechende Kategorie. Besonders einfach lässt sich hier mit Sparplänen arbeiten.

Schon kleine Summen können einen Unterschied machen

Wieviel Geld muss pro Monat verfügbar sein, um sinnvoll Kapital zu investieren? Viele Haushalte sind immer noch der Ansicht, nur mit fünf- oder sechsstelligen Summen etwas zu erreichen. Die Praxis sieht anders aus. Heute erreichen Anleger bereits mit kleinen Beträgen einen steten Kapitalzuwachs. Wichtig ist, sich für die richtige Anlageform zu entscheiden.

Hintergrund: Speziell ETF-Sparpläne lassen sich heute ab Summen von 25 Euro anlegen. Noch oben sind die Grenzen fließend. Wie wirken sich solche Anlagesumme aus? Hierfür ist der Blick auf Rechenbeispiele ideal. Ausgangspunkt sind Anlagezeiträume von 20 Jahren, 30 Jahren und 40 Jahren. Anlegt werden pro Monat 50 Euro – mit einem durchschnittlichen Wertzuwachs von 4 Prozent pro Jahr. Gerechnet wird mit dem Zinseszins-Effekt (Renditen werden umgehend zu den gleichen Konditionen wieder angelegt).

20 Jahre 30 Jahre 40 Jahre
Einzahlung 12.000 Euro 18.000 Euro 24.000 Euro
Gesamtsumme 18.251 Euro 34.375 Euro 58.243 Euro
Ertrag   6.251 Euro 16.375 Euro 34.243 Euro

Ein simples Rechenbeispiel, dass die Bedeutung selbst kleiner Sparbeträge zeigt. Wo Haushalte die monatliche Anlagesumme verdoppeln, sieht das Bild noch einmal komplett anders aus:

  20 Jahre 30 Jahre 40 Jahre
Einzahlung 24.000 Euro 36.000 Euro 48.000 Euro
Gesamtsumme 36.503 Euro 68.751 Euro 116.486 Euro
Ertrag 12.503 Euro 32.751 Euro 68.486 Euro

An dieser Stelle ist unschwer zu erkennen, dass schon 100 Euro reichen, um bis zum Ruhestand einen sechststelligen Betrag aufzubauen. Das monatliche „Sparen" lässt sich über Sparpläne realisieren – unter anderem auf Basis von Sparplänen. ETFs eignen sich dabei hervorragend zur Diversifikation des Risikos. Trotzdem lassen sich durch die Wahl des jeweiligen ETFS ganz unterschiedliche Strategien umsetzen und so die Rendite optimieren.

Achtung: Die Anlagestrategie muss sich mit dem Anlagezeitraum ändern. Für Einsteiger interessant ist das Pantoffel Depot, welches auf Aktien ETFs und Renten ETFs in unterschiedlichen Anteilen sowie eine Notreserve auf dem Tagesgeldkonto setzt. Je nach Anlagehorizont lassen sich die Anteile der Indexfonds verschieben. Dieser Schritt wird wichtig, wenn der Exit-Zeitpunkt näher rückt. Hier werden durch die deutlich weniger anfälligen Renten ETFs Erträge abgesichert.

Fazit: Selbst wenige Euro bringen auf lange Sicht viel

Den Ruhestand im Eigenheim verleben und einfach entspannt die Füße hochlegen – ein Bild, dass Risse bekommen hat. Durch Anpassungen beim Rentenniveau ist Eigenverantwortung gefragt. Einfaches Zinssparen reicht nicht. Wer Geld anlegen will, muss nicht warten, bis das Konto fünfstellige Summen hergibt. Es reicht, jeden Monat 50 Euro oder 100 Euro zur Seite zu legen. Mit der richtigen Anlagestrategie und dem Zinseszins-Effekt werden daraus in 30 Jahren stattliche Summen. Und jeder Euro macht sich in dieser Rechnung bemerkbar. Zusätzliches Anlagekapital lässt sich auf verschiedenen Wegen freimachen. Die Palette reicht vom Sparen über das Vermeiden unnötiger Ausgaben bis hin zu höheren Einkommen durch einen Nebenjob. Was auf jeden Fall dazugehört, ist Disziplin und ein gutes System, um frei gewordene Mittel auch wirklich zu investieren.

lic/news.de

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