Krankheitswelle Ende Mai: Viele klagen über Hautverletzung

Deutschland wird von einer neuen Krankheitswelle betroffen. Seid Wochen befinden sich Magen-Darm-Beschwerden- Beschwerden an der Spitze der meistverbreitenden Symptome. Doch jetzt verzeichnen Ärzt:innen ansteigende Verbreitungen von Erkrankungen mit Hautverletzung. Woran das liegen könnte, erklärt die AOK.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Medikamente auf einem Nachttisch. (Symbolbild) (Foto) Suche
Medikamente auf einem Nachttisch. (Symbolbild) Bild: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
  • Symptom Magen-Darm-Beschwerden in Kalenderwoche 20 am stärksten verbreitet mit 8.461 Meldungen
  • Anstieg um 41.2% bei Hautverletzung
  • Husten mit 6.2% Rückgang

Entsprechend der bundesweiten Symptomstatistik nehmen im Frühling Magen-Darm-Beschwerden spürbar zu. Laut AOK sind häufig Noroviren und Rotaviren für Infektionen verantwortlich, die sich in der kühleren Jahreszeit leichter verbreiten. Typische Ansteckungswege sind verunreinigte Lebensmittel oder mangelnde Handhygiene. Wer erkrankt, sollte vor allem ausreichend trinken und den Körper mit leichter Kost schonen. Medikamente können die Genesung unterstützen, sind aber in vielen Fällen nicht zwingend notwendig.

Magen-Darm-Beschwerden aktuell häufigstes Symptom in Deutschland

Für Kalenderwoche 20 meldet der Kassenärztliche Bereitschaftsdienst des Patientenservices 116 117 Magen-Darm-Beschwerden als am häufigsten genanntes Symptom. Es beschwerden sich insgesamt 8.461 Anrufer:innen über dieses Krankheitsbild. Damit entfielen 7,9 Prozent aller Anrufe bundesweit auf Magen-Darm-Beschwerden.

Symptome aktuell: Husten rückläufig – Hautverletzung mit stärkstem Anstieg

Husten verzeichnen momentan den deutlichsten Rückgang. Im Vergleich zum Vormonat sank die Anzahl der Meldungen um 6.2% von 5.101 auf 4.787 Fälle.

Im Gegensatz dazu verstärkte sich die Verbreitung von Hautverletzung deutlich. Um ganze 41.2% stiegen Beschwerden über das Symptom. Insgesamt meldete der Patientenservice 3.089 Anrufe zu diesem Krankheitsbild in Kalenderwoche 20. In der vorherigen Periode wurden nur 2.188 erfasst.

Die AOK führt den Anstieg auf die beginnende warme Jahreszeit zurück. Aktivitäten im Freien wie Gartenarbeit, Sport oder Ausflüge führen vermehrt zu kleinen Verletzungen wie Schürf-, Schnitt- oder Platzwunden. Dabei ist die richtige Wundversorgungn entscheidend: Die Wunde sollte zunächst mit sauberem Wasser gespült und anschließend sorgfältig desinfiziert werden. Danach schützt ein Pflaster oder Verband vor weiteren Keimen. Besonders bei tieferen oder stark blutenden Wunden sei ärztlicher Rat notwendig. Auch auf Warnzeichen wie Rötungen, Schwellungen oder Eiterbildung sollte geachtet werden – sie können auf eine Infektion hindeuten.

Sollten Sie eines dieser Symptome aufweisen, wenden Sie sich bei Bedenken an Ihren Arzt oder den Patientenservice unter der Nummer 116 117. Diese bietet außerdem Hilfe bei stress-, angst- oder depressionsbedingten Symptome. Zusätzlich steht die Telefonseelsorge rund um die Uhr kostenfrei und anonym unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zur Verfügung.

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