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Gesunder Schlaf: Checkliste für hohe Schlafqualität

Wie wichtig gesunder Schlaf ist, ist den meisten Menschen bewusst. Immerhin machen sich schlecht oder nicht geschlafene Nächte unweigerlich bemerkbar. Doch was braucht es eigentlich für den guten Schlaf? Welche Handhabe steht jedem zur Verfügung, um die Schlafqualität zu verbessern? Dieser Artikel verrät mehr über die Möglichkeiten der Schlafverbesserung.

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Foto: Christin Klose/dpa-tmn Bild: Christin Klose/dpa

Ein gutes Bett

Das Bett ist das Fundament des guten Schlafs. Wobei das Bett an sich weniger im Mittelpunkt steht als die eigentliche Liegefläche. Die Matratzen, alternativ der Aufbau des Boxspringbettes, entscheiden darüber, wie gut sich die Muskeln während der Nacht entspannen können und ob der Schlaf als wohltuend und gut empfunden wird. Die wichtigsten Attribute sind:

  • Passende Matratze – wie gesagt, bei einem Boxspringbett spielt der gesamte Aufbau eine wichtige Rolle, inklusive des Toppers. Wie beim gewöhnlichen Bett müssen die Matratzen auf den eigenen Bedarf abgestimmt sein. Das lässt sich nicht online oder kurz im Geschäft prüfen, denn gute Matratzen können nur durch die Probenutzung über mehrere Nächte hinweg herausgefiltert werden.
  • Hart oder weich? – letztendlich gilt die Devise, dass auch das eigene Gewicht über die Härte der Matratze entscheidet. Weiche Matratzen sollten eher sehr leichten Personen vorbehalten sein, mit einem hohen Gewicht hingegen ist eine härtere Matratze wichtig.

Eine gute Matratze erlaubt es, in Seitenlage mit einer geraden Wirbelsäule zu liegen. Hüfte und Schulter sinken gerade so in die Matratze ein, dass sich die Wirbelsäule nicht verschiebt. Zonenmatratzen sind oft tückisch, wenn sich die Zonen nicht manuell zusammenstellen und anpassen lassen. Für sehr große oder kleine Personen stimmen die handelsüblichen Zonen selten mit den eigenen Körpern überein.

Nicht weniger wichtig als die Matratze ist das Kissen. Auch dieses muss an den eigenen Bedarf und Schlaftypus angepasst sein. Seitenschläfer benötigen im Regelfall ein Kissen, welches den Kopf und Nacken stützt und gerade hält. Rückenschläfer benötigen ein Kissen, welches den Nacken nicht abknickt oder überstreckt.

Eine gute Schlafhygiene

Das beste Bett, Kissen und Matratze – nichts davon führt zu einem guten Schlaf, wenn das Ambiente im Raum nicht stimmt. Die sogenannte Schlafhygiene ist ein potenter Faktor, doch was wird darunter verstanden?

  • Bettklima – es ist der klimatische Zustand, der sich in der Nacht zwischen Matratze und Bettdecke entwickelt. Er darf nicht zu warm und feucht sein, da nun geschwitzt wird. Atmungsaktive Bettdecken helfen dabei, ein gutes Klima zu erzielen.
  • Raumklima – Temperatur und Luftfeuchtigkeit entscheiden ebenfalls über einen guten Schlaf. Viele Schlafzimmer sind generell zu warm temperiert; Experten raten zu einer Temperatur von um die 17 Grad, gerne noch ein Grad kühler. Eine hohe Luftfeuchtigkeit fördert den Nachtschweiß, während eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit die Atemwege austrocknet. Ideal ist ein Feuchtigkeitsgehalt von um die 50 Prozent. Vor dem Zubettgehen sollte das Schlafzimmer immer mit weit geöffnetem Fenster für einige Minuten gelüftet werden.
  • Licht und Lärm – in der Dunkelheit schläft der Mensch besonders gut. Oft ist die völlige Dunkelheit nicht möglich, sodass in erster Linie darauf geachtet werden sollte, dass es keine plötzlichen Lichteinwirkungen durch Scheinwerfer oder nachbarliche Bewegungsmelder gibt. Auch stören Geräusche und Lärm den Nachtschlaf. Ohrstöpsel können hier Abhilfe schaffen.

Rituale

Kann der Körper auf das Schlafen trainiert werden? Ja, und dabei sind nicht einmal die festen Bettzeiten entscheidend, sondern der Ablauf davor. Mit Ritualen lässt sich die Melatoninausschüttung anfeuern.

Aber was ist ein Ritual? Das darf jeder für sich entscheiden. Ein heißer Kakao am Abend, Meditation zum Einschlafen, auch ein später Spaziergang oder gar eine Joggingrunde – was einem persönlich das Einschlafen erleichtert, eignet sich perfekt für das eigene Schlafritual. Auf Alkohol sollte hingegen am Abend verzichtet werden. Alkohol fördert zwar die Müdigkeit, führt aber zu einer schlechteren Schlafqualität.

Fazit – die Schlafqualität kann erarbeitet werden

Schlaflosigkeit ist ein weit verbreitetes Problem, dass sich nicht selten auf mangelnde Schlafqualität zurückführen lässt. Hilflos ist allerdings kaum jemand der Schlafqualität ausgeliefert, denn es gibt Stellschrauben, die sie verbessern. Ein gutes Bett, besser gesagt eine gute Matratze, das richtige Kissen und eine gute Schlafhygiene verbessern den Schlaf unausweichlich. Wer nun noch ein Ritual für sich findet und es allabendlich durchführt, wird das Bett bald schon rufen hören.

lic/news.de

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