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Fürs Immunsystem?: Cannabidiol in der kalten Jahreszeit

Der Winter ist da! Schnee auf den Dächern, liebevolle Weihnachtsgeschenke, Massen an Schokolade und Gebäck - aber die kalte Jahreszeit hat auch ihre Nachteile. Viele Menschen leiden im Winter vermehrt unter Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiven Verstimmungen. Andere fangen sich aller zwei Wochen eine neue Erkältung ein. Cannabidiol, den meisten Menschen besser als CBD bekannt, kann bei beiden Problemen Abhilfe schaffen.

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Jim Hollander/dpa Bild: Jim Hollander/dpa

Was ist CBD?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol, eines von rund 140 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze enthalten sind. Es ist neben dem psychoaktiv wirkenden, also berauschenden THC, der am besten erforschte Wirkstoff der Pflanze. Aufgrund positiver Wirkungen auf Körper und Geist steht Cannabidiol seit mehreren Jahren im Mittelpunkt umfassender Forschungen.

Diese intensive Forschung hat auch in der Gesellschaft großes Interesse an CBD ausgelöst. Der Extrakt wird mittlerweile in verschiedenen Formen verkauft, zu denen neben dem klassischen CBD-Öl auch Cremes, Kapseln, Kristalle und Blüten zählen. Für viele Menschen hat sich Cannabidiol als natürliches und vor allem nebenwirkungsarmes Beruhigungs-, Schmerz- oder Schlafmittel etabliert.

Anders als THC (Tetrahydrocannabinol) wirkt Cannabidiol nicht berauschend, auch besteht keine Suchtgefahr. Der Konsum von CBD-Produkten gilt daher als relativ sicher und ist in Deutschland legal, solange der THC-Gehalt des Produktes unter 0,2 Prozent liegt.

Wie CBD gegen Winterdepressionen helfen könnte

Niedrige Temperaturen, kürzere Tage, weniger Tageslicht - all diese Faktoren tragen dazu bei, dass sich viele Menschen im Winter verstimmt fühlen. Antriebslosigkeit, Erschöpfungen und eine gedrückte Stimmung nehmen in der kalten Jahreszeit rapide zu. Bei manchen Menschen handelt es sich um ein vorübergehendes Stimmungstief, bei anderen wird eine ausgewachsene Winterdepression daraus.

In den letzten Jahren rückte CBD stärker in den Fokus der Forschung nach Möglichkeiten zur Unterstützung in der Therapie depressiver Erkrankungen. Cannabinoide binden sich an Rezeptoren, welche die Ausschüttung des Glückshormons Serotonin aktivieren. Zudem kann Cannabidiol durch seine beruhigende Wirkung Angst- und Stresszustände lösen. Es kann somit als Stimmungsaufheller eingesetzt werden.

Neben der antidepressiven Eigenschaften ist auch die schmerzlindernde Wirkung von CBD relevant für Menschen mit Depressionen. Diffuse körperliche Schmerzen, beispielsweise in Muskeln, Kopf oder Rücken, stellen ein häufiges Symptom depressiver Erkrankungen dar. Da Cannabidiol krampflösend und entzündungshemmend wirkt, kann es solche psychosomatischen Schmerzen möglicherweise auflösen.

CBD hat keine psychoaktiven Nebenwirkungen, da es nicht berauschend wirkt. Nehmen Sie zusätzlich zu Cannabidiol verschreibungspflichtige Medikamente ein, sollten Sie dennoch unbedingt mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Beachten Sie außerdem, dass Cannabidiol die Beschwerden einer depressiven Verstimmung zwar vorübergehend lindern, aber nicht heilen kann. Werden Sie über längere Zeit von depressiven Symptomen oder Schmerzen geplagt, sollten Sie einen Arzt oder Psychotherapeuten konsultieren.

Kann CBD im Winter das Immunsystem unterstützen?

Die kalte Jahreszeit macht unseren Körper anfälliger für Erkältungen. Das liegt unter anderem daran, dass trockene Luft einen perfekten Lebensraum für Viren darstellt, die sich dort gut verbreiten und tief in die ebenfalls ausgetrockneten Schleimhäute eindringen können. Außerdem schwächen die niedrigen Temperaturen unsere Abwehrkräfte, da der Körper seine gesamte Energie darauf aufwenden muss, sich vor der Kälte zu schützen.

Sie können Ihr Immunsystem unterstützen, indem Sie einen gesunden Lebensstil pflegen, der die Abwehrkräfte stabilisiert und fördert. Die wichtigsten Komponenten eines solchen Lebensstils sind ausreichend Schlaf, eine gesunde Nährstoffzufuhr, mäßige Bewegung und die Vermeidung von Stress. So schonen Sie Ihren Körper, verhelfen ihm zur Regeneration und verhindern antioxidative und entzündliche Prozesse.

Viele dieser Faktoren können durch die Einnahme von CBD unterstützt werden. Wie bereits erwähnt, wirkt Cannabidiol angstlösend und senkt so das Stresslevel. Dies ist von Bedeutung, da in Stresssituationen das Hormon Cortisol ausgeschüttet wird. Ein hoher Cortisolspiegel wiederum lässt die Anzahl der Abwehrzellen sinken, sodass das Immunsystem sich schlechter gegen Krankheitserreger zur Wehr setzen kann. Cannabidiol kann diesem Prozess vorbeugen.

Wissenschaftliche Studien konnten außerdem belegen, dass die T-Zellen, eine wichtige Gruppe von Abwehrzellen, unter Schlafmangel eine verschlechterte Funktionalität aufweisen. Leiden Sie im Winter unter Ein- oder Durchschlafstörungen, können Sie Ihre Schlafqualität durch die entspannende Wirkung von CBD wieder erhöhen und somit Ihr Immunsystem unterstützen.

Cannabidiol wirkt dementsprechend nicht direkt auf die Abwehrkräfte. Es kann aber unter Umständen dabei unterstützen, eine Lebensweise zu kultivieren, die das Immunsystem langfristig stärkt.

lic/news.de