15.06.2021, 09.21 Uhr

Überlastung: Wird Stress zur Volkskrankheit?

Stressbedingte Krankheiten sind auf dem Vormarsch. Das ist für die Betroffenen schlimm, stellt aber auch ein wirtschaftliches Risiko dar. Deswegen sollten Maßnahmen zur Stressreduktion genutzt werden.

Quelle: christian-erfurt-sxQz2VfoFBE-unsplash; unsplash.com, Christian Erfurt Bild: Quelle: christian-erfurt-sxQz2VfoFBE-unsplash; unsplash.com, Christian Erfurt

Sowohl die veränderte Arbeitswelt als auch der Leistungsdruck im privaten Bereich führen zu stressbedingten Problemen. Ein weiterer Stressauslöser ist die massive Reizüberflutung, der nahezu alle Menschen ausgesetzt sind. Dieser Artikel erläutert, wie und warum sich Stress zur Volkskrankheit entwickelt und was dagegen unternommen werden kann.

Zahlreiche Menschen sind von Stress betroffen

Aktuelle Studien haben ergeben, dass rund 20% aller Deutschen von massivem Stress betroffen sind. Die Weltgesundheitsorganisation hat auf diese Entwicklung reagiert und erklärt, dass Stress eine der größten Gesundheitsgefahren dieses Jahrhunderts sei. Während kurzzeitiger Stress hilfreich sein und Energien mobilisieren kann, wirkt sich Dauerstress negativ auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus. Wer nicht rechtzeitig gegensteuert, läuft Gefahr, chronische körperliche und geistige Beschwerden davonzutragen.

Stress ist hierbei keine Randerscheinung, von der nur schwache Menschen betroffen sind. Alle Altersgruppen und Personen können davon betroffen sein. Hieraus ergeben sich nicht nur individuelle Probleme, sondern auch die Wirtschaft leidet. Durch stressbedingte Krankheiten fallen Mitarbeiter aus, wodurch Betriebe Produktivitätseinbußen und Umsatzverluste hinnehmen müssen. Außerdem kostet die Behandlung von stressbedingten Krankheiten einen Menge Geld. Alleine die Behandlung psychischer Krankheiten hat 2004 22,8 Milliarden Euro betragen.

CBD zur Entspannung?

Cannabidiol (CBD) ist ein Bestandteil der Hanfpflanze. Im Unterschied zum Cannabis hat sie jedoch keine berauschende Wirkung. CBD wirkt sich auf vielfältige Weise auf den Organismus aus. Unter anderem wird dem Mittel nachgesagt, eine beruhigende und entspannende Wirkung zu haben. Deswegen greifen vermehrt Menschen, die stark von Stress betroffen sind, darauf zurück.

CBD gibt es in ganz unterschiedlichen Varianten, die beispielsweise in einem CBD Onlineshop erstanden werden können. Sehr beliebt ist CBD Öl. Für ein größeres Wohlbefinden bieten sich CBD Bio-Kosmetika an. Diese sind gut verträglich und helfen dabei, nach einem stressigen Arbeitstag zur Ruhe zu kommen und zu entspannen.

Einfach mal abschalten

Die einfachste und zugleich schwierigste Möglichkeit zum Stressabbau besteht darin, einfach einmal abzuschalten. Das bedeutet beispielsweise, sich eine längere Auszeit vom Job zu nehmen, private Verpflichtungen zurückzufahren und sich stärker auf sich und das eigene Wohlbefinden zu konzentrieren. Auf diese Weise wird durch etwas Abstand ersichtlich, wie groß die Rolle bereits ist, die Stress in unserem Leben spielt.

In den meisten Fällen ist es nicht möglich, die Verpflichtungen auf Null herunterzufahren. Wer im Job stark eingespannt ist, kann nicht einfach freinehmen, da das Einkommen benötigt wird. Wer sich um einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmert, kann damit nicht einfach für ein paar Wochen aussetzen. Dennoch ist es wichtig, sich Inseln der Ruhe zu gönnen und dafür zu sorgen, dass trotz einer massiven Belastung immer genug Zeit bleibt, um einfach mal nichts zu tun und sich komplett der Regeneration und dem eigenen Wohlbefinden zu widmen.

Veränderte Arbeitswelt fördert Stress

Der Grund dafür, dass sich Stress immer mehr zur Volkskrankheit entwickelt, liegt in einer veränderten Lebensweise. Das zeigt sich deutlich an der Arbeitswelt. Gab es früher vorrangig Festanstellungen, so sind heutzutage viele Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Sie können somit nicht langfristig kalkulieren und wissen nie genau, ob sie in 1-2 Jahren noch genauso viel Geld verdienen können wie heute. Das macht die individuelle Lebensplanung schwer und führt zu kontinuierlichen Sorgen vor Altersarmut und zu Stress.

Außerdem birgt die Digitalisierung der Arbeitswelt in der Industrie 4.0 ein hohes Stresspotenzial. Heutzutage wird von Arbeitnehmern erwartet, dass sie rund um die Uhr erreichbar sind und auch am Wochenende Aufgaben übernehmen. Durch das Homeoffice fällt es zunehmend schwer, eine klare Trennung zwischen Arbeitswelt und privater Lebenswelt vorzunehmen. Durch die Verschmelzung sind die Leistungsanforderungen der Arbeit permanent zu spüren und es fällt vielen Menschen immer schwerer, zur Ruhe zu kommen.

Leistungsdruck im privaten Bereich

Nicht nur der Beruf, sondern auch das Privatleben fordert uns einiges ab. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Kinder versorgt werden müssen. Die Fahrt zur Schule und zum Sportverein, die Organisation von Kindergeburtstagen und regelmäßige Ausflüge kosten eine Menge Zeit und Kraft. Außerdem werden die Menschen hierzulande immer älter und sind häufig auf die Hilfe von Familienangehörigen angewiesen. Für beide Seiten ist dies mit einer Menge Stress verbunden.

Hinzu kommt, dass die Gesellschaft scheinbar erwartet, dass jeder immer funktioniert und mit Stress problemlos klarkommt. Das zeigen beispielsweise die Bilder in den sozialen Netzwerken, auf denen Frauen unmittelbar nach der Geburt vermeintlich wieder aktiv sind, ihrem Alltag nachgehen und eine schlanke Figur haben. Dies setzt Frauen unter einen enormen Druck. Außerdem vergleichen sich viele mit den teils massiv bearbeiteten Bildern in den sozialen Netzwerken, wodurch ebenfalls sozialer Stress entsteht.

Reizüberflutung ist ein Stressauslöser

Stille, Nichtstun oder gar Langeweile sind verpönt. Die Menschen versuchen, ihre Zeit optimal zu nutzen und immer etwas zu tun zu haben. Durch digitale Geräte und den Zugang zum Internet ist dies problemlos möglich. Hierdurch kommt es aber schnell zu einer Reizüberflutung. Besonders deutlich wird dies an der großen Zunahme an Schlafstörungen. Viele Menschen haben Schwierigkeiten damit, einzuschlafen oder durchzuschlafen.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie noch kurz vor dem Einschlafen Ihre E-Mails checken oder mit dem Handy agieren. Selbst in den letzten Minuten des Tages setzen wir uns somit Stress aus und lassen das blaue Licht der Smartphones auf uns wirken. Dieses reduziert jedoch die Bildung des Schlafhormons Melatonin, wodurch Schlafschwierigkeiten begünstigt werden. Wer gezielt gegen Stress vorgehen möchte, sollte daher die Reize reduzieren, die auf ihn einwirken.

Fazit

Die negativen Auswirkungen von Stress auf die Gesundheit sind hinlänglich wissenschaftlich bewiesen. Deswegen müssen sowohl Privatpersonen als auch Arbeitgeber und die Gesellschaft als Ganzes Maßnahmen ergreifen, um dem kontinuierlich wachsenden Leistungsdruck entgegenzuwirken. Ansonsten entstehen hohe, stressbedingte Folgekosten und die Lebensqualität der Menschen sinkt. Maßnahmen wie eine Stressreduktion sind gute erste Schritte. Denn nur eine optimale Work-Life-Balance und genügend Zeit zum Abschalten und Regenerieren können Stress dauerhaft etwas entgegensetzen.

lic/news.de

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