12.03.2021, 12.35 Uhr

Zecken schon ab März 2021: Experten warnen! Blutsauger so gefährlich wie nie

Scheint die Sonne, zieht es viele Menschen in Wald und Wiesen. Besonders im Lockdown steigt das Bedürfnis nach Spaziergängen und Wanderungen. Doch Vorsicht: Die Zecken-Saison startet 2021 schon im März, warnt nun das Deutsche Rote Kreuz.

Nachdem bereits 2020 ein deutlicher Anstieg an Zeckenbissen zu Rekordwerten der FSME- und Borreliose-Erkrankungen geführt hatte, warnt nun das Deutsche Rote Kreuz (DRK) auch in diesem Jahr vor einem frühen Start in die Zecken-Saison. Obwohl die meisten Infektionen mit Frühsommer-Meningoenzephalitis oder Borreliose von Mai bis Oktober erfolgen, steigt das Risiko durch die zunehmenden Temperaturen, heißt es in einer Pressemitteilung des DRK.

Zecken-Saison 2021 startet schon im März: Angst vor FSME und Borreliose wächst

FSME und Borreliose werden durch Zecken übertragen. Die blutsaugenden Parasiten werden schon ab 8 Grad Celsius aktiv, deshalb ist besonders dann Vorsicht geboten, wenn die Sonnenstrahlen viele Menschen in die Natur treiben. Einen Zeckenstich kann man laut DRK-Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin vor allem an einer sich verbreitenden Hautrötung erkennen, die oft erst Tage oder Wochen nach dem Stich selbst sichtbar wird.

Helle Kleidung und wenig freie Haut können Zeckenstiche vorbeugen

Am besten ist es, vorzubeugen: "Vermeidbar sind Zeckenstiche durch das Tragen heller Kleidung und die Bedeckung von freien Körperstellen", so Sefrin. Außerdem sollte man nach jeder Wanderung in Wald und Wiesen den Körper nach Zecken absuchen.

Schwerer FSME-Verlauf kann zu Entzündung des Gehirns führen

Im vergangenen Jahr war in Deutschland mit 704 FSME-Erkrankungen ein Höchstwert seit Beginn der vor 20 Jahren eingeführten Meldepflicht erreicht worden. Die meisten FSME-Infizierten bleiben beschwerdefrei, doch ein schwerer Verlauf kann laut der Meldung des DRK zu "einer akuten Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Rückenmarks" führen. Eine Impfung kann dies verhindern. Gegen die in Deutschland deutlich häufiger auftretende Borreliose hingegen gibt es keine Impfung: Pro Jahr infizieren sich rund 100.000 Menschen mit der Krankheit.

Dieser Inhalt wurde news.de von swyrl.tv zur Verfügung gestellt.

Lesen Sie auch: Wer sich gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) impfen lassen sollte

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sba/news.de/swyrl.tv

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