24.12.2020, 11.18 Uhr

Magenprobleme an Weihnachten?: Das hilft bei Sodbrennen und Völlegefühl nach dem Weihnachtsbraten

Reichliches und oft fettiges Essen an Weihnachten fordert seinen Tribut: Oft ist Sodbrennen. Völlegefühl und Blähungen die Folge. Mäßigung ist gut, darüber hinaus können Hausmittel Linderung verschaffen.

Magendrücken und Übelkeit: Zu viel fettiges Essen kann Sodbrennen auslösen. Bild: Silvia Marks/dpa

Wer am Abend zu viel von der Weihnachtsgans genossen hat, kann in der Nacht Probleme bekommen. Ein brennender Schmerz hinter dem Brustbein, Magendrücken, häufiges Aufstoßen, teils mit Säure oder Speisebrei: Das sind Anzeichen für Sodbrennen oder Reflux. Dabei fließt Magensäure in die Speiseröhre zurück.

Völlegefühl zu Weihnachten: So beugen Sie Sodbrennen vor

Der beste Rat ist immer noch, vor allem abends auf zu reichhaltiges Essen zu verzichten. Darüber hinaus rät die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) dazu, mit leicht erhöhtem Oberkörper zu schlafen.

Verzichten Sie auch fettiges Essen, Alkohol und Nikotin

Auch am Tag kann Sodbrennen auftreten. Fettiges Essen, Alkohol oder Nikotin regen die Produktion der Magensäure an. Der Magensaft wird dann so sauer, dass er Beschwerden verursacht. Mehrere kleine Portionen über den Tag verteilt und gut gekaut sind dann besser als große.

Verdauungsprobleme an Weihnachten? Diese Hausmittel helfen

Sind die Schmerzen schon da, helfen verschiedene Hausmittel, etwa ein Glas lauwarmes Leitungswasser. Das verdünnt den Magensaft und senkt dadurch den Säuregehalt. Ähnlich wirken ein Glas Milch oder ein Glas mit aufgelöstem Natron. Kaugummi kauen regt den Speichelfluss an und verdünnt die Magensäure.

Finger weg vom Verdauungsschnaps! Bei diesen Symptomen sollten Sie zum Arzt gehen

Der sogenannte Verdauungsschnaps belastet dagegen zusätzlich. Er hemmt die Magenmuskulatur, der Speisebrei ist länger im Magen. Besser ist ein Spaziergang nach dem Essen, der die Verdauung anregt. Wer nach dem Weihnachtsessen nicht nur mit leichten Beschwerden wie Magendrücken, Sodbrennen oder Völlegefühl zu kämpfen hat, sondern Symptome wie starke Schmerzen, einen sichtbar aufgeblähten Bauch, Erbrechen oder Fieber beobachtet, sollte die Warnsignale nicht leichtfertig abtun, sondern einen Arzt aufsuchen. Bei einem sogenannten akuten Abdomen können schwerwiegende Erkrankungen wie eine Blinddarmentzündung, eine Gallenkolik oder ein Darmverschluss vorliegen, die sofortiger ärztlicher Behandlung bedürfen.

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sba/news.de/dpa

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