13.10.2020, 12.10 Uhr

Von Jahr zu Jahr schlimmer: Deutsche leiden immer häufiger unter Schlafmangel

Schlafmangel ist in Deutschland weit verbreitet und nimmt kontinuierlich zu. Insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene sind hiervon stark betroffen. Grundsätzlich ist das Phänomen jedoch durch alle Altersschichten hindurch erkennbar. Warum eigentlich?

Der Blick aufs Tablet oder Smartphone gehört für viele vor dem Einschlafen dazu, ist aber ungesund. Bild: unsplash.com © Hanny Naibaho CCO Public Domain

Die Gründe für Schlafmangel reichen von zu viel Stress über ein ungünstiges Bett bis hin zu fehlender Bewegung. Außerdem nutzen viele Menschen vor dem Einschlafen noch das Tablet und Smartphone oder wählen ein falsches Raumklima für das Schlafzimmer. Wichtig ist es, einen kontinuierlichen Schlafrhythmus zu finden, um Schlafmangel bekämpfen zu können.

Zunehmender Stress ist für Schlafmangel verantwortlich

Schlafmangel ist in Deutschland in allen Altersgruppen verbreitet, betrifft aber insbesondere die 18- bis 35-Jährigen. Studien zeigen, dass zunehmender Stress hierfür verantwortlich ist. Bereits Kinder und Jugendliche haben in der Schule häufig mit so massivem Druck zu kämpfen, dass sich dies negativ auf ihren Schlafrhythmus auswirkt. Die Folge ist, dass sie weniger konzentriert sind, emotional auf Alltagssituationen reagieren und in ihrer Leistungsfähigkeit allgemein eingeschränkt sind.

Schlafmangel führt zu diversen Krankheiten, wie beispielsweise eine Studie aus dem Jahr 2013 in der Fachzeitschrift „Science" zeigt. Unter anderem ist es möglich, dass Schlafmangel Krankheiten wie Krebs oder Alzheimer begünstigt. Aktuell weiß die Wissenschaft jedoch noch zu wenig über den Schlaf, um dessen Auswirkungen auf den Körper abschließend beurteilen zu können. Deswegen sind gerade Langzeitstudien zum Thema Schlafmangel und Stress wichtig, um Krankheiten vorzubeugen und die Lebensqualität der Menschen zu verbessern.

Viele Deutsche haben das falsche Bett

Viele Menschen unterschätzen die Bedeutung des Bettes für einen gesunden Schlaf. Es gibt ganz unterschiedliche Betten, die sich beispielsweise im Lattenrost und in der Matratze unterscheiden. Durch die Wahl des passenden Bettes kann für eine optimale Ausgangslage beim Schlaf gesorgt und ein gesundes Schlafverhalten unterstützt werden. Andersherum führt ein Schlechtes oder nicht auf den Nutzer zugeschnittenes Bett dazu, dass sich die Schlafqualität verschlechtert.

Zahlreiche Deutsche schenken ihrem Bett zu wenig Aufmerksamkeit. So wissen viele beispielsweise nicht, dass es Matratzen mit unterschiedlichen Zonen gibt, die auf die einzelnen Körperpartien optimal zugeschnitten sind. Somit lassen sich die passenden Matratzen für jedes Gewicht, jedes Alter und jede Größe finden. Außerdem können Lattenroste mit unterschiedlich vielen und stabilen Streben gewählt werden, die stärker oder weniger stark nachgeben. All dies beeinflusst die Schlafqualität. Die hochwertigen und zuverlässigen Betten von Betten.de sind gute Beispiele dafür, wie hohe Qualität einen positiven Schlaf unterstützt.

Zu wenig Bewegung führt zu fehlender Müdigkeit

Die Deutschen sind nach wie vor leider Bewegungsmuffel. Zwar hat die Zahl derjenigen, die regelmäßig Rad fahren, zugenommen, dafür verbringen wir beim Arbeiten und in der Freizeit zu Hause die meiste Zeit im Sitzen. Ein solcher Bewegungsmangel führt dazu, dass der Körper Energie anspart, die dann nicht ausgelebt wird. Das kann dazu führen, dass der Körper vor dem Zubettgehen unruhig ist und man nicht in den Schlaf findet.

Wichtig wäre es daher, dass die Menschen vor dem Schlafengehen Sport treiben. Hierdurch wird der Körper ausgepowert, hat weniger Hunger und verbrennt Energien, die dann nicht das Einschlafen behindern. Wichtig ist jedoch, die passende Zeit für den Sport zu finden. Dieser sollte nah genug am Zubettgehen sein, um positive Effekte auf die Müdigkeit zu erzielen, gleichzeitig aber weit genug vom Einschlafen entfernt sein, damit der Körper nicht kurz vor dem Einschlafen aufgeregt ist.

Vor dem Schlafen nutzen viele noch Tablet und Smartphone

Studien belegen, dass nahezu alle deutschen unter 50 Jahren vor dem Zubettgehen noch einen Blick auf das Smartphone oder Tablet werfen. Einige informieren sich über die aktuellen Nachrichten, andere kommunizieren mit Freunden und Verwandten und wieder andere sind in den sozialen Netzwerken aktiv. All dies führt dazu, dass der Körper vor dem Schlafengehen nicht zur Ruhe kommt, wodurch Einschlafschwierigkeiten und Schlafmangel begünstigt werden.

Insbesondere das intensive weiße Licht der elektronischen Endgeräte ist für einen gesunden Schlaf schädlich. Dieses Licht wirkt sich nämlich auf den Hormonhaushalt des Körpers aus und verhindert, dass wichtige Schlafhormone ausgeschüttet werden. Entsprechend bleibt der Körper aktiv und aufgeregt und kommt nicht zur Ruhe. Das führt in vielen Fällen dazu, dass das Einschlafen deutlich länger dauert als nötig.

Gelegentlich ist ein falsches Raumklima für Schlafmangel verantwortlich

Das Raumklima wirkt sich ebenfalls auf die Schlafqualität aus. So sollte im Schlafzimmer die Raumtemperatur deutlich niedriger als im Rest der Wohnung sein und eine Kühle, trockene Luft vorherrschen. Deswegen ist es sinnvoll, kurz vor dem Schlafengehen das Schlafzimmer noch einmal zu lüften.

Es können aber auch andere Faktoren Einfluss auf das Raumklima nehmen und somit den Schlaf erschweren. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn intensiv duftende Pflanzen im Schlafzimmer zu finden sind. Deren Geruch kann den Körper anregen und beeinflussen und hierdurch das Einschlafen erschweren.

Ein kontinuierlicher Schlafrhythmus tut Not

Der Präventionsradar 2018 der Krankenkasse DAK-Gesundheit zeigt deutlich auf, dass vor allem Jugendliche unter Schlafmangel leiden. Die wenigsten schlafen die für das Oberschulalter empfohlenen neun Stunden in der Nacht, sondern meist nur sieben. Das hat zur Folge, dass die Kinder deutlich unkonzentrierter sind und in der Schule weniger Leistungen erbringen können. Aber auch Erwachsene schlafen häufig zu wenig und zu unregelmäßig, wodurch sie ihre Gesundheit gefährden.

Ein gleichmäßiger Schlafrhythmus Ist wichtig. Es kommt darauf an, möglichst immer zu denselben Zeiten ins Bett zu gehen und dieselbe Anzahl an Stunden zu schlafen. Deswegen sind Maßnahmen wie die Zeitumstellung eigentlich Gift für den Organismus. Jeder Körper hat hierbei ein individuelles Schlafbedürfnis, grundsätzlich sollte die Schlafdauer 7 stunden jedoch nicht unterschreiten. Außerdem ist darauf zu achten, dass ein möglichst gleichmäßiger Schlaf erreicht wird. Wer regelmäßig aufwacht und Schwierigkeiten hat, dann wieder einzuschlafen, muss etwas an seinem Verhalten ändern.

lic/news.de

Empfehlungen für den news.de-Leser