17.02.2020, 16.07 Uhr

Coronavirus Sars-CoV-2 2020 im News-Ticker : Bislang mehr als 70.000 Infektionen und über 1.770 Tote in China

Das Coronavirus hat bislang mehr als 70.000 Menschen allein in China infiziert, mehr als 1.770 Menschen sind gestorben. Die Zahl der Neuinfektionen reißt nicht ab. Alle aktuellen Entwicklungen in unserem News-Ticker.

Die Zahl der Todesopfer durch die neuartige Lungenkrankheit Covid-19 in China ist erneut stark angestiegen Bild: picture alliance/Xia Yijiu/XinHua/dp

Die neue Lungenerkrankung bekam einen eigenen Namen. Sie werde nun Covid-19 genannt, sagte der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. Covid steht für "Corona Virus Disease". Zugleich erhielt auch das zunächst vorläufig 2019-nCoV genannte neue Coronavirus eine eigene Bezeichnung: Sars-CoV-2.

Das neuartige Coronavirus hat in China inzwischen mehr als 1.500 Menschen das Leben gekostet. 108 neue Todesfälle wurden erfasst - so viele wie nie zuvor binnen eines Tages. Nachweislich infiziert haben sich nach der offiziellen Statistik bisher mehr als 66.000 Menschen allein in China. >> Die Entwicklung der Ausbreitung von Covid-19 zum Nachlesen

Coronavirus 2020: Sars-CoV-2-Epidemie im News-Ticker aktuell:

+++ 17.02.2020: Coronavirus: Erste Maschine mit Kreuzfahrtpassagieren in USA gelandet +++

Ein erster Flug mit US-Bürgern des in Japan wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes "Diamond Princess" ist in den USA gelandet. Die in Japans Hauptstadt Tokio gestartete Maschine kam am späten Sonntagabend (Ortszeit) auf dem Militärstützpunkt Travis im kalifornischen Fairfield nordöstlich von San Francisco an, wie der Lokalsender CBS SF berichtete.

An Bord seien auch 14 Passagiere gewesen, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, hatten zuvor das US-Außenministerium und das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Sie saßen demnach isoliert von den anderen Passagieren in dem Flugzeug.

Passagiere, die an Bord Symptome entwickelten sowie die bereits positiv Getesteten würden nach ihrer Rückkehr in die USA in geeignete Einrichtungen gebracht und dort isoliert behandelt, hieß es in der Mitteilung weiter. Alle anderen werden den US-Ministerien zufolge nun für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Eine zweite Maschine sollte noch am Montag in Texas landen. Das US-Außenministerium bot insgesamt mehr als 300 US-Bürgern, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, eine freiwillige Rückreise in die USA an.

+++ 17.02.2020: Zahl der Virusfälle in China übersteigt 70.000 - Jetzt 1.770 Tote +++

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind jetzt 1.770 Todesfälle zu beklagen, wie die nationale Gesundheitskommission am Montag in Peking mitteilte. Die bestätigten Ansteckungen nahmen um 2.048 zu und erreichten landesweit 70.548.

Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. Dort sind allein rund 58.000 Infektionen und 1.696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt.

Mit einem Fahrverbot für privaten Autoverkehr waren in der ohnehin weitgehend von der Außenwelt abgeschotteten Krisenregion am Vortag neue radikale Beschränkungen der Bewegungsfreiheit erlassen worden. In Städten der Provinz dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Straßen.

+++ 16.02.2020: 40 Amerikaner auf Schiff "Diamond Princess" mit Coronavirus infiziert +++

40 der Amerikaner auf dem in Japan liegenden Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" haben sich nach offiziellen Angaben mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das sagte der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten in den USA, Anthony Fauci, am Sonntag dem Fernsehsender CBS. Sie würden nicht in die USA ausgeflogen, sondern zunächst in Krankenhäusern in Japan behandelt.

Die übrigen amerikanischen Passagiere auf dem Schiff sollen mit Charterflügen in die Vereinigten Staaten zurückgebracht werden. Das US-Verteidigungsministerium teilte am Sonntag in Washington mit, die beiden Maschinen sollten auf Militärstützpunkten in Texas und Kalifornien landen. Die Betroffenen müssen dann zunächst 14 Tage in Quarantäne verbringen. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC sind insgesamt fast 400 US-Bürger an Bord der "Diamond Princess".

Fauci sagte, Personen mit Krankheitssymptomen würden bei den Evakuierungsflügen in die USA gar nicht erst zugelassen. Wer auf dem Flug Symptome entwickeln sollte, werde noch im Flugzeug von den anderen Passagieren getrennt und dann auch in den USA zur Behandlung in spezielle Einrichtungen gebracht.

Die Zahl der Coronavirus-Fälle an Bord des Kreuzfahrtschiffs "Diamond Princess" in Japan war zuletzt gestiegen. Wie der japanische Gesundheitsminister Katsunobu Kato bekanntgab, erhöhte sich die Zahl um 70 auf 355. Darunter sind nach Angaben der Deutschen Botschaft in Tokio zwei Deutsche.

Das Gesundheitsministerium hatte bis Sonntag mehr als 1.200 der rund 3.400 Passagiere und Crewmitglieder der "Diamond Princess" getestet. Wie die Deutsche Botschaft mitteilte, sollten bis Montag alle Passagiere getestet sein, die Ergebnisse wurden bis Mittwoch erwartet. Dann sollen negativ getestete Passagiere das Schiff verlassen können.

+++ 16.02.2020: Doch noch ein Coronavirus-Fall unter "Westerdam"-Passagieren +++

Unter den in Kambodscha an Land gegangenen Passagieren der Kreuzfahrtschiffes "Westerdam" ist nun doch ein Coronavirus-Fall festgestellt worden. Eine 83-jährige Amerikanerin sei bei ihrer Weiterreise über Malaysia positiv getestet und ins Krankenhaus in Kuala Lumpur gemacht worden, teilte die malaysische Gesundheitsbehörde am Sonntag mit. Die Reederei wollte vor einer Stellungnahme zunächst weitere Tests abwarten.

Die Amerikanerin sei eine von 145 Passagieren gewesen, die über Malaysia nach Hause fliegen wollten, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Bei der Ankunft seien bei der Frau und bei ihrem Ehemann Symptome des neuen Virus festgestellt worden, weshalb sie ins Krankenhaus eingewiesen wurden. Die 83-jährige werde jetzt auf der Isolierstation behandelt. Der 85-jährige Ehemann, bei dem die Tests negativ ausgefallen waren, werde im Krankenhaus überwacht.

Die "Westerdam" hatte eine Odyssee durch asiatische Gewässer hinter sich gebracht, da mehrere Länder aus Sorge vor dem Coronavirus dem Schiff das Anlegen untersagt hatten. Erst Kambodscha stimmte dem schließlich zu. Am Freitag durften schließlich die ersten von knapp 2.300 Menschen in Sihanoukville das Kreuzfahrtschiff verlassen.

An Bord der "Westerdam" waren laut Reederei auch 57 Deutsche. Für sie ging die Heimreise nach Twitterangaben der deutschen Botschaft am Freitag und Samstag in Richtung Frankfurt.

+++ 16.02.2020: Coronavirus: Zahl der Infektionen in China steigt auf 68.500 +++

Die Zahl der Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Sonntag mitteilte, starben an der auf den Namen COVID-19 getauften Lungenkrankheit erneut 142 Patienten, womit die Gesamtzahl der Opfer in China nun bei 1.665 liegt. Zudem wurden 2.009 neue Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen. Seit Ausbruch der Krankheit sind damit 68.500 Fälle auf dem chinesischen Festland bestätigt. Experten vermuten jedoch eine hohe Dunkelziffer.

+++ 15.02.2020: Zwei Deutsche auf Kreuzfahrtschiff in Japan mit Coronavirus infiziert +++

Unter den mit dem neuen Coronavirus infizierten Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes in Japan sind zwei deutsche Staatsangehörige. Das teilte die Deutsche Botschaft in Tokio am späten Samstagabend (Ortszeit) mit. Inzwischen beläuft sich die Zahl der positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getesteten Passagiere und Crewmitglieder von der in Yokohama unter Quarantäne gestellten "Diamond Princess" auf 285. Die Betroffenen werden in örtliche Krankenhäuser gebracht.

Nach Angaben des japanischen Außenministeriums sollen bis Montag alle Passagiere getestet sein, so dass die Resultate spätestens am Mittwoch vorliegen. Bis dahin gilt die über das Schiff verhängte Quarantäne.

Negativ getestete Passagiere sollen ab Mittwoch das Schiff verlassen können, hieß es unter Berufung auf das Ministerium weiter. Jeder Fahrgast müsse vorher jedoch noch einen Gesundheitscheck durchlaufen. Für jene Passagiere, die engen Kontakt mit infizierten Personen hatten, werde die Quarantänezeit verlängert, teilte die Deutsche Botschaft mit.

+++ 15.02.2020: Frankreich meldet ersten Coronavirus-Todesfall in Europa +++

Erstmals ist ein an dem Coronavirus erkrankter Mensch in Europa gestorben. Der chinesische Tourist sei in einer Pariser Klinik der Krankheit erlegen, teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mit. Bei dem Mann handelte es sich demnach um einen 80-Jährigen.

+++ 15.02.2020: Erster Corona-Fall in Ägypten: Patient 33 Jahre alter Ausländer +++

Bei dem ersten Fall des neuartigen Coronavirus in Ägypten handelt es sich nach Angaben der Regierung um eine 33 Jahre alte ausländische Person. Gesundheitsministerin Hala Said machte in einem Fernsehinterview am Freitagabend jedoch keine weiteren Angaben zur Identität des Patienten. Auch die Nationalität blieb unklar. Der Fall sei nach der Ankunft des Patienten in Ägypten durch ein Screeningprogramm entdeckt worden, sagte sie dem Sender MBC Masr.

Die infizierte Person zeige keinerlei Symptome und bleibe 14 Tage auf einer Isolierstation, erklärte die Gesundheitsministerin. Ägypten habe alle erforderlichen Maßnahmen nach den Standards der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergriffen. Said zufolge lebte der Patient in Ägypten mit drei anderen Menschen zusammen, die dieselbe Nationalität haben. Bei allen, die mit dem Patienten zu tun gehabt hätten, seien die Tests auf den Erreger negativ ausgefallen.

Bei dem Fall handelt es sich um die erste Infektion mit dem neuartigen Virus in Afrika. Die WHO arbeitet seit Wochen daran, Länder mit einem schwachen Gesundheitssystem in Afrika und anderswo auf einen möglichen Covid-19-Ausbruch vorzubereiten. Unter anderem schickte die WHO Material für Tests zum Nachweis einer Infektion an zahlreiche Länder, darunter Ägypten, Kongo, Äthiopien, Kenia und Ghana, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus vor kurzem sagte.

Die WHO-Region Afrika sah in einer Analyse vom 13. Februar die meisten der 47 Länder begrenzt vorbereitet auf einen Ausbruch, nur sieben wurden als angemessen vorbereitet beurteilt. Darunter waren Algerien und Madagaskar. Ägypten gehört nicht zu der Afrika-Region, sondern arbeitet in der WHO in einem Verbund "Östliches Mittelmeer" mit Ländern wie Syrien, Saudi-Arabien und Afghanistan. Die WHO-Region Östliches Mittelmeer hält unter anderem in einem Logistikzentrum in Dubai medizinisches Material bereit, das im Fall eines Ausbruchs in das entsprechende Land geschickt werden kann.

+++ 15.02.2020: Coronavirus: Zahl der Infektionen in China steigt auf über 66.000 +++

Die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das neuartige Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Samstag mitteilte, wurden landesweit 143 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind nun nach offiziellen Angaben 1.523 Opfer auf dem chinesischen Festland bestätigt worden. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg dort um 2.641 auf 66.492 Fälle. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt bislang etwa 600 Erkrankungen bestätigt, davon 16 in Deutschland.

+++ 14.02.2020:Ägypten meldet ersten Coronafall in Afrika +++

Ägyptens Regierung hat den ersten Fall des neuartigen Coronavirus auf dem afrikanischen Kontinent gemeldet. Dabei handele es sich um eine ausländische Person, teilte das Gesundheitsministerium in Kairo am Freitag mit. Zur Nationalität machte das Ministerium keine Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Bislang war laut der Weltgesundheitsorganisation noch kein Fall von Corona in Afrika bekannt geworden.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestätigte Fälle des Virus Sars-CoV-2 gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten der Betroffenen handelt es sich um Chinesen.

+++ 14.02.2020:Frankfurter Coronavirus-Patienten sind entlassen worden +++

Die beiden mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Patienten sind am Freitag aus der Frankfurter Uniklinik entlassen worden. "Sie sind symptomfrei und nachweislich nicht ansteckend", teilte ein Sprecher des Universitätsklinikums am Freitag mit. Es bestehe keine Gefährdung für sie oder ihre Umgebung. Die beiden Patienten waren am 2. Februar eingeliefert worden.

Sie waren am Tag zuvor zusammen mit 124 anderen Menschen aus der von der Epidemie besonders schwer betroffenen chinesischen Stadt Wuhan ausgeflogen und dann in eine Kaserne in Germersheim zur Quarantäne gebracht worden. Nachdem dort die Infektion mit dem Erreger SARS-CoV-2 nachgewiesen worden war, wurden die beiden Patienten nach Frankfurt gebracht.

Sie seien am Universitätsklinikum "sehr detailliert untersucht und getestet" worden, erklärte der Sprecher. Aufgrund der sehr intensiven Diagnostik könne die Vorgehensweise von der bei den in Germersheim untergebrachten Personen abweichen.

Bei den China-Rückkehrern in der Quarantäne in Germersheim liegen voraussichtlich am Sonntag Ergebnisse der letzten Tests vor. Sofern diese keine Auffälligkeiten aufweisen, wird die Quarantäne am Sonntagmittag aufgehoben, wie das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium am Freitag in Mainz mitteilte. Voraussetzung sei, dass es keine Hinweise auf eine Erkrankung oder Infektion mit Sars-CoV-2 gebe. Zudem ist noch eine Abschlussuntersuchung geplant.

Weitere 14 Infizierte hatte es in Bayern gegeben. Der erste von ihnen war am Donnerstag aus einer bayerischen Klinik entlassen worden.

+++ 14.02.2020: IOC zuversichtlich: Spiele in Tokio nicht durch Coronavirus gefährdet +++

Das Internationale Olympische Komitee ist nach Gesprächen mit der Weltgesundheitsorganisation WHO überzeugt, dass die Spiele in Tokio wegen des Coronavirus nicht abgesagt oder an einen anderen Ort verlegt werden müssen. John Coates, Vorsitzender der IOC-Koordinierungskommission, versicherte am Freitag auf einer Pressekonferenz in der japanischen Hauptstadt, "dass die Spiele in einer für Sportler und Zuschauer sicheren Weise ablaufen" werden.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo betonte der Australier sein Vertrauen in das japanische Gesundheitssystem, das die Sicherheit der Athleten gewährleistet. Die Spiele finden vom 24. Juli bis 9. August statt.

Der Chef des Japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, hatte am Donnerstag bekräftigt, dass die Planung nicht durch die neue Lungenkrankheit beeinträchtigt werde. Die Behörden meldeten am Donnerstag den ersten Todesfall im Zusammenhang mit der Krankheit, es handele sich um eine Frau in ihren 80ern in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa.

Coates teilte mit, dass IOC-Präsident Thomas Bach am 18. Mai nach Hiroshima reist und dort Blumen am Denkmal für die Opfer des Atomangriffs 1945 niederlegen wird.

+++ 14.02.2020: Coronavirus-Infizierte fuhr in London mit Uber ins Krankenhaus +++

Nach den ersten bestätigten Sars-CoV-2-Infektionen wächst in London die Sorge vor einer Ausbreitung des neuartigen Virus. Eine Frau hatte sich entgegen den Anweisungen direkt in einer Notaufnahme in der britischen Hauptstadt vorgestellt, wie das Krankenhaus im Stadtteil Lewisham am Donnerstag mitteilte. Für zwei Mitarbeiter der Klinik, die mit der Patientin in Kontakt kamen, wurde vorsorglich eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet. Angereist war die Frau mit einem Uber-Taxi. Der Fahrer sei aber nicht in Gefahr, sich angesteckt zu haben, teilte die britische Gesundheitsbehörde Public Health England mit. Da die Fahrt weniger als 15 Minuten gedauert habe, gelte kein erhöhtes Risiko.

Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag ereignet. Die Frau soll britischen Medienberichten zufolge chinesische Staatsbürgerin sein und sich in China angesteckt haben. Sie wurde zur Behandlung in die Guy's-and-St.-Thomas'-Klinik in London eingewiesen.

Ein weiterer Betroffener soll in der vergangenen Woche an einer Konferenz in London teilgenommen haben. Rund 200 Teilnehmer wurden aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen, sollten sie Symptome wie Fieber oder Husten entwickeln, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA. Insgesamt gibt es bislang in Großbritannien neun bestätigte Infektionen mit Sars-CoV-2.

+++ 14.02.2020: Covid-19: Mehr als 1700 Mediziner in China erkrankt +++

Im Kampf gegen das neuartige Coronavirus haben sich bislang mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Krankenhauspersonal angesteckt. Das berichtete am Freitag der chinesische Staatssender CCTV. Mindestens sechs Helfer kamen demnach ums Leben. Der überwiegende Teil der Betroffenen war demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, wo das Virus ursprünglich in der Stadt Wuhan ausgebrochen war.

+++ 14.02.2020: Wegen Covid-19: Aida Cruises beendet Asien-Saison vorzeitig +++

Wegen des sich in Ostasien weiter ausbreitenden Coronavirus Sars-CoV-2 und der zunehmenden Reiseeinschränkungen in dieser Region hat die Kreuzfahrtreederei Aida Cruises die Asiensaison vorzeitig beendet. Betroffen seien die Schiffe "Aidavita" und "Aidabella" mit insgesamt rund 3300 Passagieren, teilte das Unternehmen am Freitag in Rostock mit. Ihre Fahrten enden demnach am Sonntag beziehungsweise Montag in Laem Chabang/Bangkok (Thailand). Regulär hätte das Asien-Programm noch bis April gedauert, für jedes Schiff seien bis dahin noch vier Reisen geplant gewesen.

"Für Aida Cruises haben die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Crew jederzeit oberste Priorität", sagte Aida-Sprecher Hansjörg Kunze. Alle betroffenen Gäste und Vertriebspartner würden aktuell informiert. Die Schiffe sollen nun in anderen Regionen fahren. Das Alternativprogramm werde in den kommenden Tagen bekanntgegeben.

Es habe bis heute keinen Verdachtsfall oder bestätigten Fall von Sars-CoV-2 an Bord eines Aida-Schiffes gegeben, betonte Kunze.

+++ 14.02.2020: WHO: neu gemeldete Covid-19-Fälle größtenteils aus vergangenen Wochen +++

Der sprunghafte Anstieg der Covid-19-Fälle in China am Donnerstag bedeutet nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht, dass sich plötzlich viel mehr Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert haben. Vielmehr bezögen sich mehr als 13 000 neu gemeldeten Fälle auf Patienten aus den vergangenen Wochen, sagte der Nothilfedirektor der WHO, Michael Ryan, am Donnerstag in Genf.

Bei diesen Patienten sei das Virus nicht mit Labortests nachgewiesen worden, sie hatten sich aber nach Überzeugung der Ärzte mit dem neuen Coronavirus infiziert. So seien bei ihnen Lungenentzündung, Fieber, Atemprobleme und andere typische Covid-19-Symptome festgestellt worden. Die Fälle wurden laut WHO jetzt in der besonders betroffenen Provinz Hubei - und nur dort - in die Statistik aufgenommen. Überall sonst werden nur Fälle gezählt, die durch Labortests bestätigt wurden. Die WHO begrüßte das. Das erlaube es, Betroffene in Hubei schneller zu isolieren und zu behandeln und Menschen, die mit ihnen Kontakt hatten, frühzeitiger unter Beobachtung zu stellen.

Nach Angaben von Ryan meldete China am Donnerstag 1820 neue vom Labor bestätigte Infektionen und 13 330 klinisch diagnostizierte Patienten. "Diese Fälle gehen Wochen zurück, teils bis zum Anfang des Ausbruchs", sagte Ryan. Insgesamt stieg die Zahl der Fälle in China landesweit auf mehr als 64.000, die Zahl der Todesfälle steigt somit auf fast 1.400 Fälle an. Wieder starben allein in Hubei 116 Patienten an der Krankheit. Generell vermuten Experten eine sehr hohe Dunkelziffer. 

+++ 13.02.2020: Experte: Covid-19 verläuft in China ähnlich wie schwere Grippewelle +++

Bisherige Daten deuten darauf hin, dass die neue Lungenerkrankung Covid-19 in China ähnlich verläuft wie eine schwere Grippewelle. Das sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Donnerstag in Berlin. China habe drastische Maßnahmen unternommen, so dass sich das Virus bislang nicht größer außerhalb des Landes verbreitet habe. Wichtig sei, dass es bislang bei den Ansteckungsketten außerhalb Chinas immer einen Zusammenhang mit China gegeben habe. "Das ist eine wichtige Aussage, weil man damit belegen kann, dass sich das Virus noch nicht weit in der Welt verbreitet hat."

Von einer Pandemie könne man noch nicht sprechen und es bestehe auch die Chance, dass es keine werde, sagte Wieler. Er betonte aber: "Wir sind momentan nicht in der Lage, die Dynamik des Ausbruchs zu prognostizieren."

In China liege die aus der Statistik abzulesende Sterberate bei etwa zwei Prozent, außerhalb davon bei 0,2 Prozent. Alle Zahlen aus China seien aber mit Vorsicht zu genießen. Es könne nicht erwartet werden, dass in einem so großen Land wie China an jedem Ort dieselbe Zählmethode angewandt werde. Die Daten zeigten aber zumindest Tendenzen.

Auf der Veranstaltung des Science Media Center und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina äußerten sich auch der Charité-Virologe Christian Drosten und der Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer. Zugeschaltet wurde zudem der Chefarzt Clemens Wendtner von der München Klinik Schwabing, der derzeit mehrere deutsche Coronavirus-Infizierte betreut.

+++ 13.02.2020: Erster Coronavirus-Patient aus Klinik entlassen +++

Der erste von 16 Coronavirus-Patienten in Deutschland ist aus einer bayerischen Klinik entlassen worden. Die Person sei wieder vollständig gesund und nicht mehr ansteckend, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Alle Entlasskriterien seien erfüllt, dazu zählten mehrere negative Tests auf das Virus Sars-CoV-2. In Bayern werden 13 weitere Patienten behandelt, die allesamt in Zusammenhang mit dem Autozulieferer Webasto stehen. Dort hatte eine chinesische Mitarbeiterin das Virus eingeschleppt.

Zwei weitere infizierte Menschen sind in der Frankfurter Uniklinik untergebracht. Bei ihnen war das Virus nach einem Rückholflug aus Wuhan festgestellt worden. Sie müssen weiter in der Klinik bleiben. Es gehe ihnen zwar gut, ein Termin für ihre Entlassung stehe aber noch nicht fest, sagte ein Kliniksprecher am Donnerstag.

+++ 13.02.2020: Erstes Todesopfer in Japan wegen Coronavirus +++

In Japan ist erstmals ein mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 infizierter Mensch gestorben. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstagabend (Ortszeit) bekanntgab, handelt es sich bei dem Opfer um eine Frau in ihren 80ern in der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa. Nach Erkenntnissen der Behörden war die Frau in letzter Zeit nicht auf Auslandsreisen gewesen. Bislang sind in Japan mehr als 200 Infektionsfälle bestätigt. Die meisten davon sind Passagiere und Crewmitglieder des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess», das in Yokohama zunächst noch bis zum Mittwoch der kommenden Woche unter Quarantäne gestellt ist.

Bei der nun gestorbenen Frau war das Virus erst nach ihrem Tod festgestellt worden. Sie lag seit dem 1. Februar im Krankenhaus. In Japan sollen in weniger als sechs Monaten die Olympischen Spiele in der Hauptstadt Tokio stattfinden.

+++ 13.02.2020: Frau in Russland flieht aus Coronavirus-Quarantäne +++

Eine Frau in St. Petersburg wollte nicht länger wegen einer möglichen Infektion mit Sars-CoV-2 in Quarantäne bleiben und ist aus einem Krankenhaus geflohen. Nun wird nach der 32-Jährigen gesucht. Die Chefärztin der Klinik wolle mithilfe eines Gerichts eine Zwangsunterbringung erwirken, teilte die Justiz am Donnerstag in der nordrussischen Metropole mit. Das Gericht wies die Klage Medienberichten zufolge allerdings wegen fehlender Zuständigkeit zurück. Die Frau hatte am vergangenen Freitag das Schloss einer Tür geknackt und sich aus der Klinik geschlichen. In sozialen Medien ist das im Land mittlerweile ein heiß diskutiertes Thema. Dort veröffentlichte die Frau auch ihren Fluchtplan.

Nach Ansicht der Behörden hat die 32-Jährige mit der Flucht aus dem Krankenhaus eine Ordnungswidrigkeit begangen, weil sie die Gesundheit anderer gefährde. Experten sagen aber, Patienten in Russland könnten nur mit eigener Zustimmung in Quarantäne bleiben.

Nach Angaben der Ärzte waren die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen. Die Frau sollte vorsorglich zwei Wochen in der Klinik bleiben, um sicher sein zu können, dass sie nicht mit dem Covid-19-Virus infiziert ist. Sie sagte lokalen Medien, die Fenster in ihrem Zimmer hätten sich nicht öffnen lassen, Mahlzeiten seien durch eine Luke geschoben worden.

Die 32-Jährige war vor gut zwei Wochen von einer China-Reise zurückkehrt und hatte danach nach eigenen Angaben über Halsschmerzen geklagt. Obwohl bei ihr kein Sars-CoV-2 festgestellt worden sei, habe sie entgegen ihrem Willen in der Klinik bleiben sollen. Die russischen Behörden sind wegen der Ausbreitung der neuen Krankheit im Nachbarland China nervös. In Russland gab es bislang zwei bestätigte Fälle.

+++ 13.02.2020: Sinkende Passagierzahlen: Frankfurter Flughafen spürt Coronavirus +++

Der Frankfurter Flughafen hat im Januar die Folgen des neuartigen Coronavirus zu spüren bekommen. Unter anderem wegen des eingeschränkten Verkehrs von und nach China ging die Zahl der Passagiere im Jahresvergleich um 0,7 Prozent auf 4,6 Millionen zurück, wie der Betreiber Fraport am Donnerstag berichtete. Die Zahl der Flugbewegungen lag in dem Monat sogar um 3,4 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Deutschlands größter Flughafen hatte im vergangenen Jahr zwar gerade noch einen neuen Passagierrekord von 70,5 Millionen Menschen geschafft, leidet aber bereits seit Monaten unter den ausgedünnten Flugplänen mehrerer Airlines.

+++ 13.02.2020: Spirituosen-Hersteller Pernod Ricard bekommt Coronavirus zu spüren +++

Der französische Whiskey- und Wodka-Hersteller Pernod Ricard bekommt die Folgen des Coronavirus zu spüren. Die neuartige Lungenkrankheit schade der Nachfrage in China, einem Kernmarkt für Pernod Ricard, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde gekappt.

Demnach rechnet der Hersteller von Marken wie Absolut Vodka, Havana Club Rum und Jameson Whiskey mit rund 2 Prozent weniger Umsatz. Der operative Gewinn vor Sondereffekten soll zudem aus eigener Kraft nur noch zwischen 2 und 4 Prozent wachsen. Ursprünglich waren zwischen 5 und 7 Prozent Wachstum angepeilt. Konkurrent Remy Cointreau hatte bereits im Januar seine Prognose wegen des Coronavirus gekürzt.

Dabei lief das Geschäft mit Spirituosen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs 2019/20 (bis Ende Juni) insgesamt sogar besser als erwartet. Der Umsatz stieg um fast 6 Prozent auf knapp 5,5 Milliarden Euro. Vor allem in den USA konnte sich Pernod Ricard zulegen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit knapp 1,1 Milliarden Euro ein Prozent mehr.

+++ 13.02.2020: Coronavirus: Zahl der Infizierten in China steigt sprunghaft +++

Die Zahl neu nachgewiesener Todesopfer durch das Coronavirus hat sich in China in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Vergleich zum Vortag mehr als verdoppelt. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen verzehnfachte sich fast. Wie das chinesische Staatsfernsehen am Donnerstag berichtete, wurden 242 neue Todesopfer registriert, womit die Gesamtzahl der Toten in der Provinz seit Ausbruch der Krankheit bei 1310 liegt. Die Zahl der nachgewiesenen Infektion stieg um 14 840 auf nun 48 208 bekannte Fälle. Wie der sprunghafte Anstieg in der Statistik zu erklären ist, war zunächst unklar. Wie das Staatsfernsehen berichtete, habe die Provinz die "Diagnoseergebnisse überarbeitet". Patienten seien gemäß der neuen Klassifikation diagnostiziert worden.

+++ 13.02.2020: Japan hält trotz Coronavirus an Olympischen Spielen fest +++

Japan will ungeachtet der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus wie geplant die Olympischen Spielen im Sommer austragen. Der Chef des japanischen Olympischen Komitees, Yoshiro Mori, bekräftigte am Donnerstag bei einem Treffen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Tokio, dass die Planung für die Spiele nicht durch die neue Lungenkrankheit Covid-19 beeinträchtigt werde. «Ich möchte noch einmal klarstellen, dass eine Absage oder Verschiebung der Tokio-Spiele nicht erwogen wurden», sagte Mori zum Auftakt eines zweitägigen Vorbereitungstreffens mit dem IOC. Man werde mit der japanischen Regierung zusammenarbeiten und "ruhig" mit jeglichen Problemen infolge des neuartigen Virus umgehen, sagte Mori. 

+++ 13.02.2020: 44 weitere Coronavirus-Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan +++

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist bei weiteren 44 Menschen eine Infizierung mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Donnerstag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 218. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn deutsche Staatsangehörige. Die Quarantäne gilt noch bis zum 19. Februar.

Gesundheitsminister Katsunobu Kato gab jedoch am Donnerstag bekannt, dass die Regierung Senioren mit chronischen Krankheiten früher von Bord gehen lassen werde als geplant, sofern sie negativ getestet wurden. Möglicherweise schon an diesem Freitag. In diplomatischen Kreisen sind zunehmend Zweifel an der Art und Weise aufgekommen, wie die japanische Regierung mit dem Fall des Kreuzfahrtschiffes umgeht.

Bisher wurden Tests vorrangig bei Menschen vorgenommen, bei denen erhöhtes Risiko einer Infektion besteht. Alle rund 3600 Passagiere und Crewmitglieder zu testen, sei wegen angeblich begrenzter Test-Geräte logistisch schwierig, hatte es zwischenzeitlich geheißen. Vor dem Parlament sagte Kato zwar laut Medien, man erwäge, alle Menschen an Bord zu testen, wenn sie das Schiff verlassen haben. Genaueres über das weitere Vorgehen ist jedoch bislang nicht klar.

+++ 12.02.2020: Bundesinstitut hält Covid-19-Pandemie für möglich +++

Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 könnte nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) international in größerem Ausmaß um sich greifen. "Die globale Entwicklung legt nahe, dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann", heißt es in einem Bericht, den das Berliner Institut am Mittwoch im Internet veröffentlicht hat. Davon seien Länder mit geringen Ressourcen im Gesundheitssystem besonders stark betroffen. "Aber auch in Ländern wie Deutschland könnte dies zu einer hohen Belastung der medizinischen Versorgung führen", hieß es.

Die Experten schreiben auch, dass ein Aufeinandertreffen mit einem Infizierten für Menschen in Deutschland derzeit sehr unwahrscheinlich sei. Die Einschätzung könne sich aber jederzeit ändern. Die Situation entwickle sich sehr dynamisch und müsse ernst genommen werden.

Aktuell empfehle man eine Strategie der Eindämmung, erklärte das RKI. Versucht werde, Infizierte möglichst früh zu erkennen. Deren Kontaktpersonen sollen vorsichtshalber 14 Tage in Quarantäne verbringen. Selbst wenn nicht alle Erkrankten und ihre Kontakte rechtzeitig gefunden würden, bewirkten diese Schritte eine verlangsamte Ausbreitung des Erregers in der Bevölkerung, hieß es.

"Eine Erkrankungswelle in Deutschland soll hinausgezögert und deren Dynamik abgeschwächt werden." Ziel sei es, Zeit zu gewinnen - etwa für Vorbereitungen und um mehr über das Virus zu erfahren. Möglichst vermieden werden soll demnach, dass eine Covid-19- und die derzeit auch in Deutschland laufende Grippewelle zusammenfallen. Dies könne zu "maximaler Belastung" der medizinischen Versorgung führen, wird befürchtet.

Das RKI verweist darüber hinaus auf viele noch offene Fragen. So hingen die Auswirkungen einer möglichen Ausbreitung auf die Bevölkerung hierzulande von verschiedenen Faktoren ab, die aktuell noch nicht einzuschätzen seien.

+++ 12.02.2020: Bisher keine Deutschen auf Kreuzfahrtschiff in Japan infiziert +++

Unter den positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff in Japan befinden sich nach Angaben der Botschaft keine Deutschen. Das berichtete die deutsche Vertretung in Tokio am Mittwoch. Zuvor hatte das japanische Gesundheitsministerium bei weiteren 39 Menschen - 29 Passagiere und zehn Crewmitglieder - eine Infizierung festgestellt, damit stieg die Zahl der Infizierten auf 174. Vier Personen zeigten ernste Symptome.

Außerdem habe sich auch ein für die Quarantäne Zuständiger infiziert, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Die übrigen der rund 3.600 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord des in Yokohama unter Quarantäne gestellten Schiffes bleiben. Ob Japan alle Personen an Bord untersuchen lassen wird, war weiterhin unklar. An Bord sind zehn deutsche Staatsangehörige.

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Der neuartige Corona-Virus verbreitet sich weltweit weiter. Täglich werden neue Fälle gemeldet.  Bild: picture alliance/Center for Disease Control/Planet Pix via ZUMA Wire/dpa

+++ 12.02.2020:Coronavirus: Wieder fast 100 neue Todesopfer in China +++

Das Coronavirus hat in China innerhalb von 24 Stunden erneut fast 100 Todesopfer gefordert: Wie die Nationale Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen landesweit im Vergleich zum Vortag 97 Todesfälle hinzu. Die Zahl der Infektionen stieg demnach um 2.015 Fälle. Sowohl die Zahl der neuen Opfer als auch die der neu erkrankten Patienten ging den offiziellen Angaben zufolge damit im Vergleich zum Vortag etwas zurück. Am Dienstag waren noch 108 Todesfälle und 2.478 neue Infektionen gemeldet worden. Allerdings wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.

Die meisten Opfer kamen erneut aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus erstmals auf den Menschen übergesprungen war. Dort wurden 94 der neuen Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl der Opfer auf dem chinesischen Festland liegt nun bei 1.113. Bei mehr als 44.000 Menschen wurde eine Infektion bestätigt.

Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess" liegt im Hafen von Yokohama, um Lebensmittel und andere Vorräte aufzufüllen. Bild: picture alliance/Kenzaburo Fukuhara/Kyodo News/AP/dpa

+++ 12.02.2020:39 weitere Coronavirus-Infizierte auf Kreuzfahrtschiff in Japan +++

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama ist bei weiteren 39 Menschen eine Infizierung mit dem neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch bekannt. Vier Personen zeigten ernste Symptome. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord auf 174. Die übrigen der rund 3600 Passagiere und Crew-Mitglieder sollen mindestens noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind auch zehn deutsche Staatsangehörige.

+++ 11.02.2020: Zwei neue Coronavirus-Fälle in Bayern - nun 16 in Deutschland +++

n Bayern gibt es zwei neue bestätigte Coronavirus-Fälle. Damit ist ihre Zahl in Deutschland auf 16 gestiegen. Die zwei Neuerkrankungen stehen im Zusammenhang mit dem Automobilzulieferer aus Stockdorf bei München, bei dem vor einigen Wochen ein erster Mitarbeiter positiv auf die neuartige Lungenkrankheit getestet worden war. Das berichtete das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstagabend in München unter Berufung auf das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Einzelheiten zu den neuen Fällen wollte das Ministerium am Mittwoch bekanntgeben.

Das Unternehmen Webasto hatte den Stammsitz in Stockdorf am 29. Januar vorsorglich geschlossen, nachdem einer der Mitarbeiter positiv getestet worden war. Er hatte sich bei einer chinesischen Kollegin angesteckt, die wenig später zurück in ihre Heimat flog. Alle nun insgesamt 14 bestätigte Coronafälle in Bayern stehen in Zusammenhang mit Webasto. Infiziert hatten sich weitere Mitarbeiter sowie einige Angehörige. In Deutschland wurden zudem zwei am 1. Februar aus China nach Frankfurt/Main ausgeflogene Menschen positiv auf das Virus getestet.

Die Bundeswehr will weitere Deutsche aus China evakuieren. Bild: dpa

+++ 10.02.2020: 136 Coronavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff - Deutsche nicht betroffen +++

Unter den inzwischen 136 positiv auf das neue Coronavirus getesteten Menschen an Bord eines Kreuzfahrtschiffes in Japan befinden sich nach Kenntnis der Botschaft in Tokio keine deutschen Staatsangehörigen. Das teilte die Botschaft am späten Montagabend (Ortszeit) mit. Zuvor hatte das japanische Gesundheitsministerium 66 neue Fälle bekanntgegeben. "Nach derzeitigem Kenntnisstand der Deutschen Botschaft Tokio sind 10 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit an Bord des Schiffes, darunter keine Minderjährigen", hieß es in der Mitteilung der Botschaft.

Man stehe in direktem Kontakt mit sechs dieser Passagiere sowie mit Kontaktpersonen an Bord der "Diamond Princess" und der Reederei, so die Botschaft. Die von dem Erreger Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht. Das japanische Gesundheitsministerium erwägt nach örtlichen Medienberichten, alle rund 3600 Passagiere und Crewmitglieder testen zu lassen. Wie lange das dauern würde, ist unklar.

Die Quarantäne für die Menschen auf dem Schiff wurde vorläufig bis zum 19. Februar verordnet. Die Regierung will eine weitere Ausbreitung des Erregers in dem Land verhindern. Insgesamt sind in Japan bereits mehr als 150 Fälle der neuen Lungenkrankheit bestätigt.

+++ 10.02.2020: 60 weitere Fälle von Coronavirus auf Kreuzfahrtschiff in Japan +++

An Bord des unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes im japanischen Yokohama sind weitere 60 Fälle des neuen Coronavirus festgestellt worden. Das gab das japanische Gesundheitsministerium am Montag bekannt. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des Schiffes auf mindestens 130, wie der japanische Fernsehsender NHK weiter berichtete. Die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere und 1045 Crew-Mitglieder sollen noch bis zum 19. Februar an Bord bleiben, da die Untersuchungen auf den Erreger weitergehen. An Bord des Kreuzfahrtschiffes sind nach Erkenntnissen der Deutschen Botschaft in Tokio auch zehn deutsche Staatsangehörige.

Das Kreuzfahrtschiff "Diamond Princess", das in Yokohama angedockt ist, stockt Lebensmittel und andere Vorräte auf. Bild: picture alliance/kyodo/dpa

+++ 10.02.2020: China-Rückkehrer in Quarantäne - Auswertung der Tests erwartet +++

Nach der Ankunft von China-Rückkehrern in Berlin sollen an diesem Montag Ergebnisse der Tests auf das Coronavirus vorliegen. Die Auswertung soll am Universitätsklinikum Charité erfolgen. Die Senatsverwaltung für Gesundheit wollte sich am Nachmittag zu den Ergebnissen und zur Betreuung der 20 Rückkehrer äußern.

Sie waren am Sonntag aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan mit einer Bundeswehrmaschine in Berlin-Tegel gelandet. Die Passagiere kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station. Diese wurde auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick eingerichtet.

Am Sonntag hieß es, die 16 Erwachsenen und vier Kinder seien wohlauf. Das habe eine erste medizinische Untersuchung nach der Ankunft der Sondermaschine ergeben. Später wurden für den Corona-Test noch Speichelproben entnommen, die in die Charité zur Untersuchung gebracht wurden. Diese Tests sollen zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden.

Dieses Bild zeigt ein Selfie von Dr. Li Wenliang. Bild: picture alliance/APTN/dpa

+++ 10.02.2020:Coronavirus: Zahl neuer Infektionen steigt weiter - 908 Tote +++

Die Zahl neuer Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China ist erneut gestiegen. Wie Chinas Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden landesweit 97 neue Todesfälle bestätigt. Damit sind bislang mehr als 908 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Die Zahl der neu nachgewiesenen Erkrankungen stieg um 3062 auf 40 171 Fälle. Allein in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus ursprünglich ausgebrochen war, kamen 2618 Infektionen und 91 Todesfälle hinzu. Außerhalb des chinesischen Festlands sind im Rest der Welt mehr als 300 Erkrankungen bestätigt, davon 14 in Deutschland.

+++ 09.02.2020: Berliner Gesundheitssenatorin: Rückkehrer aus China wohlauf +++

Die ausgeflogenen Passagiere aus der vom Coronavirus schwer betroffenen Stadt Wuhan sind nach Angaben der Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) wohlauf. Es handle sich um 16 Erwachsene und vier Kinder, sagte Kalayci am Sonntagnachmittag in Berlin. Es habe eine erste medizinische Untersuchung durch einen Amtsarzt gegeben, die Ergebnisse seien unauffällig. Die China-Rückkehrer werden auf das Coronavirus getestet. Ergebnisse der Untersuchung an der Charité in Berlin sollen laut Kalayci am Montagmorgen vorliegen.

Die 20 China-Rückkehrer landeten am Sonntagmittag mit einer Bundeswehrmaschine auf dem Flughafen Berlin-Tegel. In Transportwagen wurden sie dann - begleitet von Polizei - auf das Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes nach Berlin-Köpenick gebracht. Dort sollen sie für 14 Tage in Quarantäne bleiben.

+++ 09.02.2020: Erster Fall von Coronavirus auf Mallorca +++

Erstmals ist ein Fall von Coronavirus auf der spanischen Urlaubsinsel Mallorca bestätigt worden. Es handele sich um einen Familienvater, der seit Freitag isoliert im Krankenhaus Son Espases in der Hauptstadt Palma liege, teilten die Gesundheitsbehörden der Baleareninsel am Sonntag mit. Seine Frau und die zwei Kinder seien negativ auf das Virus getestet worden.

Spanischen Medienberichten zufolge soll es sich um eine britische Familie handeln, die in Marraxtí bei Palma lebt. Der Mann habe zuvor in Frankreich Kontakt mit einem Infizierten gehabt und sich nach seiner Rückkehr selbst im Krankenhaus gemeldet, nachdem er leichte Krankheitssymptome gehabt habe, so das "Diario de Mallorca".

Es handelt sich um den zweiten Fall von Coronavirus in Spanien, nachdem vor einigen Tagen bereits ein Deutscher auf der Kanareninsel La Gomera positiv getestet worden war.

+++ 09.02.2020: Maschine mit deutschen Rückkehrern aus Wuhan in Großbritannien gelandet +++

Eine britische Chartermaschine mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist in Großbritannien angekommen. Das Flugzeug mit 200 Menschen, darunter etwa 20 Deutschen, an Bord sei am Sonntag um 07.30 Uhr (08.30 Uhr MEZ) auf dem Militärflughafen RAF Brize Norton nahe Oxford gelandet, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA.

Die deutschen Rückkehrer werden noch am Sonntagvormittag in Berlin erwartet. Das Auswärtige Amt hatte sich am Samstagabend per Twitter bei den britischen Behörden bedankt: "Guten Flug und großen Dank an die britischen Behörden für die große Hilfe!"

+++ 09.02.2020: Zahl der Todesopfer durch Coronavirus übertrifft Sars-Pandemie +++

Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus hat die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren überstiegen. Mit 89 neuen Fällen der Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813. An dem Schweren Akuten Atemwegssyndrom (Sars) waren 2002/2003 laut WHO 8096 Menschen erkrankt und 774 gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das neue Coronavirus stieg am Sonntag in China um weitere 2656 auf 37 198 Fälle. Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 bestätigte Infektionen bestätigt.

Bis auf ein Opfer auf den Philippinen und eines in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong haben sich alle Todesfälle auf dem chinesischen Festland ereignet - die meisten in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei, wo das Virus in der Stadt Wuhan ursprünglich ausgebrochen war. In der Provinz kamen bislang 780 Menschen ums Leben.

+++ 08.02.2020: Maschine mit Rückkehrern aus Wuhan gestartet +++

Eine britische Chartermaschine mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Millionenstadt Wuhan ist unterwegs nach Großbritannien. Das Flugzeug mit 200 Briten und weiteren Staatsbürgern an Bord habe am Sonntagmorgen um 3.20 Uhr (Ortszeit; 20.20 Uhr MEZ Samstagabend) in Wuhan abgehoben, teilte das Außenministerium in London am Samstagabend mit. Es sollte am Sonntagmorgen auf dem britischen Militärflughafen in der Nähe von Oxford landen.

Das Auswärtige Amt twitterte am Samstagabend mit einem Dank an die britischen Behörden: "An Bord einer britischen Chartermaschine sind Deutsche und Familienangehörige aus Wuhan auf dem Weg in die Heimat." In Berlin werden am Sonntagvormittag etwa 20 deutsche Staatsbürger aus Wuhan erwartet.

+++ 08.02.2020: Coronavirus: Berlin erwartet Rückkehrer aus China +++

Berlin bereitet sich auf die Ankunft von etwa 20 Menschen aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan in China vor. "Die Bundesregierung hat entschieden, weitere Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus Wuhan in Berlin landen zu lassen", sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Samstag. Die Rückkehrer sollen an diesem Sonntag mit einem Flugzeug auf dem militärischen Teil des Flughafens Berlin-Tegel landen.

Dort werden sie laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen. Sie sollen in einem Isolierbereich in den DRK-Kliniken in Berlin-Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht werden. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet. Mit einem Ergebnis wird für Montagmittag gerechnet.

Die Rückkehrer sollen nach den derzeitigen Plänen 14 Tage in dem Krankenhaus bleiben, untersucht und gegebenenfalls behandelt werden. Dafür ist die Stadt gut vorbereitet, sagte Kalayci. Die Abläufe in Berlin würden von der Senatsgesundheitsverwaltung koordiniert.

China, Hongkong: Kunden stehen vor einem Geschäft, das Mundschutze verkauft, Schlange. Bild: picture alliance/Aidan Marzo/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

+++ 08.02.2020: Fünf neue Coronavirus-Fälle in Frankreich - mindestens 37 in Europa +++

Mit dem Bekanntwerden fünf neuer Infektionen in Frankreich ist die Zahl der Coronavirus-Fälle in Europa auf mindestens 37 gestiegen. Ein Kind und vier Erwachsene mit britischer Staatsbürgerschaft seien in Frankreich positiv auf das Virus getestet worden, teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mit. Die Patienten würden in Krankenhäusern behandelt und zeigten keine Anzeichen einer schweren Erkrankung, erklärte Buzyn.

In Deutschland sind bislang 14 nachgewiesene Infektionen bekannt. Zwölf Fälle in Bayern gehen auf eine chinesische Mitarbeiterin des bayerischen Autozulieferers Webasto zurück. Auch wurden zwei aus China ausgeflogene Rückkehrer positiv getestet. Zudem gibt es nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (Stand von Freitagabend) Fälle in Italien, Großbritannien, Russland, Belgien, Finnland, Spanien und Schweden.

Es wird davon ausgegangen, dass die neuen Infektionen in Frankreich von einem Briten ausgingen, der sich Ende Januar in Singapur aufgehalten hatte. Anschließend sei er in der Gemeinde Contamines-Montjoie im Département Haute-Savoie gewesen, wo er gemeinsam in einem Chalet mit insgesamt elf britischen Staatsangehörigen untergebracht war.

Carrie Lam, Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong, spricht bei einer Pressekonferenz. Bild: picture alliance/Vincent Yu/AP/dpa

+++ 08.02.2020: Deutschland evakuiert weitere Deutsche aus China +++

Am Wochenende möchte die Bundesregierung weitere Deutsche mit einigen Angehörigen aus Wuhan zurückholen. Es gebe dort "einzelne Personen", die sich erst nach dem Rückholflug am vergangenen Samstag gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft hätten, hieß es aus dem Auswärtigen Amt am Donnerstagabend. "Wir bemühen uns intensiv darum, auch diesen Personen eine Ausreise zu ermöglichen." Insgesamt sollen etwa 20 Menschen nach Deutschland kommen. Möglicherweise können sie mit einer größeren Gruppe von Briten ausfliegen. Sie sollen laut "Spiegel" in einer Klinik in Berlin-Köpenick in Quarantäne kommen.

Wegen der neuen Lungenkrankheit hatte die Bundeswehr bereits Anfang Februar Deutsche und ihre Angehörige mit einer Sondermaschine aus der stark vom Coronavirus betroffenen Stadt Wuhan zurückgeholt. Rund 120 Passagiere des Fluges sind seit ihrer Rückkehr in einer Kaserne im pfälzischen Germersheim in Quarantäne. Bei zwei Passagieren war das Virus festgestellt worden.Die Isolation ist auch deshalb nötig, weil die Erkrankung bis zu zwei Wochen nach der Infektion ausbrechen kann.

+++ 08.02.2020: Coronavirus: Auch Japaner in Wuhan gestorben +++

Nach dem Ausbruch des Coronavirus in China ist auch ein Japaner in China ums Leben bekommen. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete, handelte es sich um einen Mann in seinen 60ern, bei dem eine Infektion mit dem Virus vermutet wurde. Der Mann starb demnach nach einer schweren Lungenentzündung in einem Krankenhaus in der besonders betroffenen Stadt Wuhan. Am Samstag hatte bereits die US-Botschaft den Tod eines US-Bürgers bestätigt, der dem Virus im Wuhan zum Opfer gefallen war.

+++ 08.02.2020: Coronavirus: US-Amerikaner stirbt in China +++

Nach dem Ausbruch des Coronavirus ist das erste ausländische Opfer in China bestätigt worden. Wie die US-Botschaft in Peking am Samstag bestätigte, kam ein mit dem Virus infizierter 60-jähriger US-Bürger in der besonders schwer betroffenen Stadt Wuhan am 6. Februar ums Leben. Aus Respekt vor der Privatsphäre der Familie des Opfers würden keine weiteren Details bekanntgegeben. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen und der Toten durch das neuartige Coronavirus in China war bis Samstag erneut schnell gestiegen. Die Pekinger Gesundheitsbehörde meldete 86 neue Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden.

Die Entwicklung der Ausbreitung von Covid-19 zum Nachlesen

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loc/news.de/dpa

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