01.12.2019, 16.24 Uhr

Hantavirus: Ausbruchswarnung! DIESE Regionen gelten als gefährdet!

Das Hantavirus muss ernst genommen werden. Welche Regionen besonders betroffen sind erfahren Sie hier.

Hanta-Virus! Was ist das und welche Regionen sind gefährdet? Bild: picture alliance / Angelika Warmuth/dpa

In Göttingen infizierten sich in diesem Jahr drei Bereitschaftspolizisten am Hantavirus. Mäuse hatten sich offenbar in den Umkleideräumen eingenistet. Den Beamten geht es inzwischen wieder gut - sie haben die Krankheit ohne Spätfolgen überstanden. Die Infektion sollte jedoch sehr ernst genommen werden, da sie tödlich enden kann! In Südamerika etwa sterben 50 % der Infizierten.

Wenn die Rötelmaus zur Gefahr wird

Übertragen wird der Virus vornehmlich durch den Kot, Urin und Speichel der Rötelmaus (auch Waldwühlmaus). Ihr Lebensraum sind Buchen- und Mischwälder - aber auch Gärten, die an Waldgebiete anschliessen. Zudem können Brandmaus und Wanderratte zum "Reservoir-Wirt" werden. Der Virus bleibt im getrockneten Zustand für einige Tage infektiös. Das macht ihn für den Menschen derart gefährlich, da eine Ansteckung bereits durch das Einatmen kontaminierten Staubs erfolgen kann. Auch bei offenen Wunden oder natürlich Mäusebissen erfolgt eine Übertragung, wobei die Maus selbst nicht unbedingt infiziert sein muss.

Verlauf der Krankheit

Die Inkubationszeit beläuft sich auf zwei bis fünf Wochen. Die Erkrankung beginnt mit einem über drei bis vier Tage andauernden hohem Fieber mit den grippeähnlichen Symptomen Kopf-, Glieder-, Rücken- und Muskelschmerzen. Schliesslich wird der Verdauungstrakt angegriffen. Durchfall und Erbrechen können auftreten. In weiterer Folge sind eine Lungen- bzw. Nierenentzündung möglich. Blutungen oder das Versagen der Niere führen schliesslich zum Tod. Gegen den Virus gibt es keine Impfung - beim ersten Auftreten der Symptome ist unbedingt ein Arzt zu konsultieren. Die Infektionen sind in Deutschland und vielen anderen Ländern meldepflichtig.

Vorsicht und Hygiene - oberstes Gebot

Keller, Garagen, Schuppen, Dachböden und Wochenendhäuser sollten gut gelüftet und nur mit Handschuhen sowie möglicherweise Schutzmasken aufgeräumt und gereinigt werden. Handschuhe sind auch bei Gartenarbeiten niemals ein Fehler. Tote Mäuse oder Kot sollten zuerst mit einem Desinfektionsmittel bzw. Alkohol besprüht und weiters vorsichtig in einen Kunststoffsack, dieser fest verschlossen zum Restmüll gegeben werden. Waschen Sie sich nach entsprechenden Arbeiten stets die Hände. Grundsätzlich jedoch gilt als Schutz vor Nagern: Keine Speisen oder -reste sowie Tierfutter offen liegen lassen, Abfall sollte möglichst rasch entsorgt werden.

Warnungen gelten für diese Gebiete

Alle zwei Jahre häufen sich die Infektionen - 2019 gilt bei Medizinern als „Ausbruchsjahr"! Alleine in Bayern wurden bislang bereits 242 Erkrankungen gezählt - im Vergleichszeitraum 2018 waren es noch 17! Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes gelten für folgende Gebiete Warnungen:

- Bayerischer Wald

- Unterfranken

- Schwäbische Alb

- Raum Stuttgart

- Westthüringen

- Osthessen

- Münsterland

- Raum Osnabrück

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us/add/news.de

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