21.08.2017, 13.04 Uhr

Impfpflicht in Deutschland: Gewagter Vorstoß: Kindergeld-Entzug für Impfgegner

Während Länder wie Italien die Impfpflicht bereits eingeführt haben, können Eltern in Deutschland noch immer frei entscheiden. Ein Fehler, findet "Spiegel"-Autorin Josephin Mosch. Sie fordert ein härteres Vorgehen. Wenn es sein muss, in Form eines Kindergeld-Entzuges.

Ist eine Impfpflicht sinnvoll? Bild: dpa

Italien hat nach einem Masern-Ausbruch hochumstrittene Pflichtimpfungen für alle Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren beschlossen. Das Parlament in Rom stimmte Ende Juli mit 296 zu 92 Stimmen dafür. Eltern müssen ihre Kinder nun gegen zehn Krankheiten impfen lassen, neben Masern auch gegen Mumps, Röteln, Keuchhusten und Windpocken. Weigern sich Eltern, dürfen sie ihre Kinder nicht mehr in den Kindergarten bringen und können mit einem Bußgeld von 500 bis 1000 Euro belegt werden. Kinder mit speziellen Vorerkrankungen sind davon nicht betroffen.

Einführung einer Impfpflicht in Deutschland heiß diskutiert

Auch in Deutschland wird immer wieder über die Einführung einer Impfpflicht diskutiert. Während dies für Impfgegner die Hölle auf Erden wäre, sind Impfbefürworter von dieser Idee begeistert. "Spiegel"-Autorin Josephin Mosch ist eine von ihnen. Sie geht sogar so weit, in einem aktuellen Kommentar Sanktionen gegen Impfverweigerer zu fordern.

Lesen Sie auch: Knast und Geldbußen: Krasse Strafen für Impfgegner.

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