Von news.de-Volontärin Dana Kaule - Uhr

Krebserregend?: Akut giftig! Glyphosat bei Menschen im Urin und Blut nachgewiesen

Glyphosat ist der meist verwendete Wirkstoff in Pflanzenschutzmitteln. Bild: dpa

Zwar schließt das BfR ein Krebsrisiko aus, aber Glyphosat ist laut toxikologischer Studien akut giftig. So zeigte eine erhöhte Dosis im Tierversuch deutliche Wirkungen auf den Organismus wie zum Beispiel:

  • Veränderung der Speicheldrüsen
  • Schleimhautreizung im Magen-Darm-Trakt und der Harnblase
  • Linsentrübung der Augen
  • Wirkungen auf Leber und Blinddarm

Glyphosat lagert sich über längere Zeit im menschlichen Körper an

Eine Studie mit rund 400 Probanden des Umweltbundesamtes (UBA) wies darüber hinaus erstmals darauf hin, dass sich Glyphosat im menschlichen Organismus über einen längeren Zeitraum anreichert. Während der Wirkstoff 2001 nur bei 10 Prozent der Studienteilnehmer nachweisbar war, sind es 2013 bereits 60 Prozent und 2015 etwa 40 Prozent gewesen.

Die Ergebnisse untermauern Urintests, die der "Bund für Umwelt und Naturschutz" (BUND) zuvor 2013 durchführte. In Deutschland hatten damals rund 70 Prozent der getesteten Personen Glyphosat im Urin, wie "Focus" berichtet. Das Insektizid gelangt offensichtlich über Lebensmittel in den menschlichen Körper, wie das Beispiel Bier anschaulich belegt.

Langzeitfolgen für Menschen und Umwelt

Aber auch in der Umwelt lagert es sich in Folge des massiven und umfassenden Einsatzes von Pestiziden an. Rund 100 Tausend Tonnen Pflanzenschutzmittel werden jährlich in Deutschland versprüht und bislang ist unklar, wie sich das längerfristig auswirkt. Gerade deshalb ist es laut Umweltbundesamt besonders wichtig, dass Glyphosat weiterhin und vor allem hinsichtlich seiner Langzeitfolgen für Menschen und Umwelt untersucht wird.

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kad/zij/news.de

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