25.01.2016, 15.45 Uhr

Terminservicestellen für Facharzt-Termine: Wie sich die Regelungen von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

Falls der Terminservice keinen Facharzttermin innerhalb der Frist ausweisen kann, können Patienten die Ambulanz eines Krankenhauses aufsuchen. Bild: dpa

Extreme Unterschiede von Bundesland zu Bundesland

Beispiele für dieses Chaos sind etwa das Fehlen einer einheitlichen bundesweiten Telefonnummer sowie einheitliche Servicezeiten oder die Tatsache, dass es unterschiedliche Regelungen und Definitionen von Bundesland zu Bundesland gibt.Die Kassenärztliche Bundesvereinigung müsse nun "Ordnung in das Wirrwarr bringen", sagte Brysch der Deutschen Presse-Agentur. Nach seinen Worten sind etwa in Niedersachsen die Servicestellen täglich zehn Stunden erreichbar, in Brandenburg nur zwei. Auch werde in den Bundesländern die zumutbare Entfernung zum Facharzt unterschiedlich ausgelegt. So ist Patienten in Baden-Württemberg eine Fahrt von 30 Minuten vom Wohnort aus zumutbar - in den meisten anderen Ländern gelten die 30 Minuten erst ab der nächsten Facharztpraxis.

Kassenärztliche Bundesvereinigung: Problem liegt beim Patienten

Auch Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) hatte die Ärzteschaft aufgerufen, für einen reibungslosen Start der Vermittlungsstellen zu sorgen. Es gehe hier um die Stärkung der Patientenrechte. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung macht eine bessere Steuerung der Arztbesuche Terminvergabestellen überflüssig. Die Wartezeiten entstünden, weil zu viele Patienten wegen derselben Beschwerden zu zwei, drei oder sogar noch mehr Fachärzten gingen.

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lid/sam/news.de/dpa

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