Von news.de-Redakteurin Isabelle Wiedemeier - 08.03.2014, 08.00 Uhr

Cyborgs mitten unter uns: Seite 2: Wo es den bionischen Menschen schon (fast) gibt

Nicht nur Gliedmaßen, auch Sinnesorgane haben die Forscher bereits am Wickel. Derzeit wird in Bremen am bionischen Auge gearbeitet, ein Prototyp wurde im Sommer 2012 einer Frau in Australien eingesetzt. Sie kann damit zwar Licht erkennen, aber nicht richtig sehen. Über 24 Elektroden stimulieren die Forscher nun die Nerven, um herauszufinden, wie genau sich das Bild auf der Netzhaut bildet. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis es funktioniert.

Keine Frage, die Verbindung ist geschaffen - und eröffnet unendliche Möglichkeiten, wenn sie auch noch Millionen kosten. Ist die Horrorvision vom Hirn, das einen kompletten High-Tech-Körper steuert, medizintechnisch bereits möglich?

Rex, der künstliche Mensch

Cyborg wird die Mischung aus Mensch und Maschine genannt - laufen in ein paar Jahrzehnten die als Sex-Spielzeug bekannten, lebensechten Silikonpuppen mit echtem Hirn durch die Gegend? Und nicht nur das - auch am künstlichen Hirn arbeitet der israelische Hirnforscher Henry Markram.

Im Londoner Wissenschaftsmuseum sitzt der künstliche Mensch bereits. Er heißt Rex und ist Bionik pur, von Kopf bis Fuß vereint er die modernsten künstlichen Körperteile und Organe. In den Adern fließt sogar künstliches Blut aus Nanopartikeln, die Sauerstoff binden und wieder abgeben können. Das erklärt Bertolt Meyer, der Mann mit der künstlichen Hand, stolz der Presse. Er hat selbst an der Entwicklung mitgearbeitet.

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