Von news.de-Redakteur Andreas Schloder - 25.05.2013, 08.46 Uhr

Problem Fernbeziehung: Die Liebe bleibt auf der Strecke

Der Abschied endet jedes Mal in Tränen und die einzigen, die wirklich profitieren, sind die Bahn und die Telekom: Fernbeziehungen stellen Paare oft auf eine harte Probe - und sind meist zum Scheitern verurteilt. Vor allem diese Probleme sind Beziehungskiller.

Fernbeziehungen bestehen in der Regel nur aus einem: warten. Warten auf das Wochenende, warten auf das Telefonat nach der Arbeit. Umso größer ist die ist aber die Freude auf die nächsten gemeinsamen Stunden - bis wieder der Abschied droht.

Doch Psychologen sind sich einig: Die meisten Beziehungen scheitern, wenn aus der Ferne tägliche Nähe wird - der gemeinsame Alltag nach dem Zusammenzug wird zum Sargnagel für die Liebe. Denn manche Paare müssten ihr Territorium neu abstecken. Streitereien entstehen, an denen die Beziehung zerbrechen kann.

Jedoch gibt es vor der gemeinsamen Wohnung genügend Stolpersteine, die die Zweisamkeit in weite Ferne rücken lassen:

Teuer für die Liebe bezahlen

Je mehr Kilometer zwischen beiden Partner liegen, desto mehr geht es ins Geld. Dies kann dann zum Problem werden, wenn einer von beiden mehr investieren muss. «Viele jammern, dass die Reiserei soviel kostet. Und dann kommt der Vorwurf: Immer muss ich zu dir fahren», sagt Paartherapeutin Vera Matt aus Berlin. Um dieses Problem aus der Welt zu schaffen, sollten Paare so früh wie möglich darüber reden.

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Kein Anschluss unter dieser Nummer

Ist der Partner nicht da, ist das Telefon das häufigste Mittel, um sich mit dem Schatz auszutauschen. Doch die gegenseitigen Anrufe haben das Potenzial, als Mienenfeld für die Beziehung zu enden. Während die Beziehung noch frisch ist, wird die gegenseitige Kommunikation herbeigesehnt. Problematisch wird es, wenn ein Partner nach längerer Beziehung den Anruf nicht erwidert. «Dann werden Telefonate eingefordert, Druck gemacht. Oder sie werden lästig», warnt Matt.

Umso wichtiger wird es: Verständnis für den Partner zeigen, wenn er nach einem harten Tag im Büro keine Muße mehr zum Telefonieren findet. Doch der Partner ist auch in der Pflicht: Ehrlich aussprechen - wenn auch mit diplomatischem Geschick -, dass man heute nicht mehr reden will.

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Beziehungskiller Wochenende

Das Wochenende steht vor der Tür - zwei Tage, die gemeinsam intensiv genutzt werden müssen: Fehler. Auch wenn das Paar viel erlebt, die Bilderbuchbeziehung bekommt spätestens Risse, wenn beide zusammenziehen. Wie in jeder Beziehung: Streit und unangenehmen Gesprächen nicht aus dem Weg gehen. Daran kann das gegenseitige Vertrauen nur wachsen.

Wer bist Du?

Wer die meiste Zeit getrennt ist, fühlt sich durch elektronische Medien vertrauter, als wenn der Partner gegenüber steht. Das erste Wiedersehen kann daher für beide Partner befremdlich wirken. Daher: Zeit zum Beschnuppern lassen.

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/news.de/dpa

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