Von news.de-Redakteurin Fabienne Rzitki - 22.06.2011, 09.24 Uhr

Blutspende: Zum Abzapfen, bitte

Blut ist derzeit Mangelware, denn viele Dauerspender sind im Urlaub. Wegen der EHEC-Erkrankungen sind die Reserven zudem knapp geworden. Wer noch nie gespendet hat, kann jetzt zum Lebensretter werden. 

Blutspenden retten Leben. Bild: dapd

Schätzungsweise fünf Millionen Blutkonserven benötigen deutsche Kliniken jährlich. Für die Vorräte sorgen etwa drei Prozent der Deutschen, die aktiv Blut spenden. Das deckt den Bedarf, schafft jedoch keine Rücklagen für Katastrophenfälle.

Zudem gibt es saisonale Engpässe wie jetzt im Sommer. Viele aktive Spender befinden sich im Urlaub und die aktuellen EHEC-FälleEHEC-Patienten erhalten eine Blutwäsche. Dabei wird das eigene Blutplasma durch Spenderplasma ausgetauscht. haben den Lebenssaft rar werden lassen. «Ein Problem ist auch, dass die nachwachsende Generation nicht so spendefreudig ist wie die ältere», sagt Friedrich-Ernst Düppe vom DRK-Blutspendedienst West in Hagen.

FOTOS: Bluttest Lesen im Lebenssaft

Dabei kann fast jeder zum Aderlass gehen: Spendierwillige sollten mindestens 18 Jahre, höchstens 69 Jahre alt und gesund sein sowie mindestens 50 Kilo wiegen. Erstspender dürfen ein Alter von 60 Jahren nicht überschreiten. «Ausgeschlossen sind beispielsweise Menschen, die drogenabhängig sind, sich in den letzten fünf Monaten tätowieren lassen haben oder sich einer größeren Operation unterziehen mussten», erläutert Jan Noack vom Haema Blutspendedienst in Leipzig. Frauen können bis zu vier-, Männer bis zu sechsmal im Jahr Vollblut spenden.

Wie und wo Sie Blut spenden und was mit dem Lebenssaft passiert

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