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Von news.de-Redakteurin Katharina Peter - 28.05.2009, 19.56 Uhr

Eis gesund genießen: Schlecken ohne schlechtes Gewissen

Die Sonne scheint, Sommerlaune macht sich breit und die Eislust wächst. Doch nagt das schlechte Gewissen, mit dem Eisbecher seiner Gesundheit und Figur keinen Gefallen zu tun. Völlig unnötig: Denn Eisgenuss muss keine Kaloriensünde sein.

Eisschlemmen muss nicht ungesund sein. Entscheidend sind die richtigen Sorten. Bild: dpa

«Man darf einfach nicht den Genuss vergessen», sagt Antje Gahl von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sich mit einer Freundin gemütlich ins Eiscafé zu setzen, sich Zeit zu nehmen und seinen Becher Eis in Ruhe genießen – das trägt zum Wohlbefinden und zum Glücksgefühl bei und damit auch etwas zur Stressbewältigung. So sei die kalte Leckerei wesentlich gesünder als der achtlos und hektisch zwischen zwei Terminen reingeschobene Schokoriegel, weil mal wieder keine Zeit fürs Mittagessen geblieben ist.

Aber, das dürfe man dabei nicht vergessen, warnt Gahl, natürlich stecken im Eis nicht unwesentliche Mengen an Kalorien in Form von Zucker aber auch Fett. «Eis ist eben eine Süßigkeit», sagt Gahl. Um der Dickmacher-Falle zu entgehen, aber auf die Leckerei nicht verzichten zu müssen, könnte man einfach auf Extras wie Sahne, Zuckerperlen oder Krokant verzichten. Denn die sind zusätzliche Kalorien, die gar nicht nötig sind. «Das Eis schmeckt auch ohne lecker», rät Gahl.

Aber auch die Wahl der Eissorten kann helfen, um im Eiscafé den Hüftspeck nicht anwachsen zu lassen. So enthält Fruchtsorbet die wenigsten Kalorien und fast kein Fett. Aber Vorsicht: Sind etwa Erdbeeren oder Kirschen in eine Sahneeiscreme eingebettet, dann tragen sie trotz der Fruchtkomponente einen hohen Fettanteil in sich. Ein reines Milcheis, dessen Milchanteil bei 70 Prozent liegt, sowie eine Joghurt- oder Buttermilchvariante sind dagegen die schlankeren Lösungen.

Zwar sind Früchte an sich gesund, doch dürfe man sich nicht der Illusion hingeben, bei einer Kugel Erdbeereis und einer Kugel Bananeneis seinen Obstbedarf für den Tag gedeckt zu haben, so Gahl. «Die Fruchtanteile selbst spielen da keine große Rolle.» Auch wer glaube, durch einen Obsteisbecher, der mit Früchten garniert wurde, das ausgleichen zu können, der sei falsch gewickelt. «Das ist alles Augenwischerei», sagt Gahl. Denn häufig würden gerade diese Früchte aus der Konserve stammen und zusätzlichen Zucker enthalten.

Gahl rät zudem davon ab, Eissorten zu naschen, denen viele Extras in die Creme eingemischt wurden, wie etwa Kekse, Nüsse, Rosinen oder ähnliches. «Je mehr Zusätze, desto mehr Kalorien», warnt sie.

Da Eis als Lebensmittel strengen Regel untersteht, könne man davon ausgehen, dass frische Zutaten verwendet werden. Farb- oder Aromastoffe seien eher selten. Allerdings: Sorten wie etwa «Schlumpfeis» oder besonders kräftig grünfarbene Pistazienvarianten sollten mit Vorsicht genossen werden. «Bei allem was unnatürliche Farben aufweist, sollten die Alarmglocken losgehen», so Gahl.

Wer sein Eis aus dem Tiefkühlfach im Supermarkt kauft, um es anschließend gemütlich auf dem Balkon zu genießen, sollte darauf achten, dass die Packung nicht mit Eiskristallen überzogen ist. «Das weist auf eine zu warme Lagerung hin», sagt die Ernährungsexpertin. Die Ware war dann bereits angetaut und wurde wieder eingefroren. Auch sollte bereits geschmolzenes Eis zuhause nicht wieder zurück ins Eisfach wandern.

Während vor einigen Jahren noch die Angst vor einer bakteriellen Salmonellenvergiftung durch die Köpfe der Eisliebhaber geisterte, sieht Gahl da inzwischen kaum noch eine Gefahr. Aber: Bei Softeismaschinen komme ein Verunreinigung immer mal wieder vor, wenn die Geräte nicht sachgemäß gereinigt wurden. «Wenn an den Maschinen verkrustete Speisereste kleben, dann sollte man lieber verzichten», rät Gahl.

Gahls Tipp für einen besonders gesunden Eisgenuss: Eine Schale Obstsalat zusammenschnippeln, mit einer Kugel Vanilleeis verfeinern und anschließend ganz gemütlich auf dem Balkon oder Sofa genießen.

nak

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