Christian Eriksen

Dänischer Nationalspieler wieder "wach" - Zustand aktuell

Schockierende Szenen bei der EM. Der dänische Nationalspieler Christian Eriksen ist auf dem Fußballfeld plötzlich zusammengebrochen und wurde reanimiert. So ist sein Zustand aktuell.

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Von news.de Redakteur Pierre Pawlik - 15.02.2019, 21.46 Uhr

Kritik zu "Alita: Battle Angel":   Eine Heldin wird geboren: Darum geht es in "Alita: Battle Angel"

Alita versteht es, sich durchzukämpfen. Bild: © 2019 Twentieth Century Fox

In einer weit entfernten Zukunft ist die Welt nahezu komplett zerstört. Es gibt nur noch zwei Orte, an denen menschliches Leben möglich ist. Wobei es menschlich zumindest in Iron City, dem einen Ort, nicht wirklich trifft. Denn echte Menschen scheint es hier gar nicht mehr zu geben. So gut wie jeder Einwohner der Stadt wurde um mechanische Teile erweitert. Wie es in Zalem, dem anderen Ort, aussieht, erfährt man in "Alita: Battle Angel" nicht. Dafür erfährt man, dass Zalem über Iron City schwebt und die Menschen am Erdboden nach Strich und Faden ausbeutet sowie förmlich in ihrem Dreck ersticken lässt. Den eigenen Müll lädt man auch direkt in Iron City ab.

Inmitten des Mülls entdeckt der "Arzt" Dr. Dyson Ido auf seiner Suche nach neuen Ersatzteilen für seine menschlichen Patienten eines Tages den Oberkörper eines Cyborgs. Dessen Technologie ist so alt, dass der Cyborg mindestens 300 Jahre auf dem "Buckel" haben muss. Hinzu kommt, dass der Cyborg als Kern ein menschliches Gehirn hat. Natürlich nimmt der Doktor sein Fundstück mit nach Hause. Hier verbindet er den Oberkörper mit einem maschinellen Körper und tauft den "neuen" Cyborg in Gestalt einer jungen Frau auf den Namen Alita.

Der Cyborg, der alle Erinnerungen an sein früheres Leben verloren hat, entdeckt nun Iron City und die Welt um sich herum mit wortwörtlich großen Augen neu. Alita verliebt sich. Alita entdeckt unfassbare Kampfsportfähigkeiten an sich. Sie begehrt gegen ihren Vater auf. Sie sucht nach ihrer Bestimmung und ihrer Vergangenheit. Und sie muss sich ihrer Haut erwehren. Denn Nova, ein finsterer Wissenschaftler aus Zalem, hat es auf Alita abgesehen und schickt ihr mit Grewishka seinen gefährlichsten Cyborg auf den Hals. Und als wäre all das nicht stressig genug, entdeckt Alita finstere Geheimnisse ihres "Vaters" Dyson Ido und versucht, in dem martialischen Sport-Event "Motorball" ein Ticket in die schwebende Stadt Zalem zu lösen.

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Unterhaltsam, mitreißend und verblüffend: Darum lohnt es sich, "Alita: Battle Angel" zu sehen

Robert Rodriguez lässt sich zu Beginn von "Alita: Battle Angel" viel Zeit, um die Endzeit-Steampunk-Welt seines Filmes glaubwürdig vor den Augen des Zuschauers aufzuspannen. Der wird, wie Alita, von den vielen Details förmlich erschlagen und kann sich gar nicht sattsehen an den weitläufigen Sets und ihren abgefahrenen Einwohnern. Währenddessen verschmilzt der Zuschauer mehr und mehr mit Alita. Der eigentlich künstliche Charakter nimmt mit seiner liebenswert offenen Art sofort gefangen. Sein Schicksal berührt den Zuschauer und er will immer mehr von Alita erfahren. Was durch das unbekümmerte Spiel von Rosa Salazar nur weiter befeuert wird, wobei vor allem ihre anrührenden Szenen mit ihrem Vaterersatz, dem großartigen Christoph Waltz, herausstechen.

"Alita: Battle Angel" ist dabei nicht sonderlich komplex, eher bedient sich Robert Rodriguez eines ganz simplen Erzählstils, ohne dass dies negativ gemeint ist. Er erzählt angenehm unkompliziert und immer wieder meint man auch, die Handschrift von James Cameron durchscheinen zu sehen. Das gerät ab und an auch mal zu konventionell – die Liebesgeschichte zwischen Alita und dem Menschen Hugo sei genannt –, aber Rodriguez verliert nie sein Publikum.

Dazu verblüfft er immer wieder mit großartigen Special Effects. Die mittels Motion Capturing zum Leben erweckte Alita ist bereits ein wahres Wunderwerk moderner Computertechnik. Doch auch andere Charaktere stehen da nicht zurück. Vor allem die fantasievoll designten Mensch-Roboter-Hybriden, mit denen Alita sowohl beim Motorball als auch abseits der Arena in druckvoll krachenden Actionszenen immer wieder aneinander gerät, sind grandios getrickst.

Die Welten von "Alita: Battle Angel": Unten Iron City, darüber schwebend Zalem. Bild: © 2019 Twentieth Century Fox

Gegen Ende wirkt der extrem unterhaltsame "Alita: Battle Angel" leider ein wenig gehetzt. Man hat fast den Eindruck, Regisseur und Drehbuch sei auf einmal die Zeit ausgegangen, so viel lässt der Film auf einmal auf der Leinwand passieren. Das sorgt für einen hohen Spannungs- und Adrenalinpegel, wirkt im Vergleich zu dem langsameren Einstieg aber unrund. Doch genau dieser Moment der Schwäche im Film, offenbart zugleich seine größte Stärke: Denn just in dem Moment, wo "Alita: Battle Angel" urplötzlich gewaltig auf die Tube drückt, merkt man als Zuschauer, wie sehr man in dem Film drin ist.

Denn genau jetzt, wo man spürt, der Film biegt auf die Zielgerade ein, will man noch gar nicht, dass man aus Alitas Welt geworfen wird. Selten schien daher die vom Film selbst in Aussicht gestellte Fortsetzung so verlockend wie hier. Hoffen wir, dass die Zuschauer in Scharen in die Kinos strömen, um die 200 Millionen Dollar Produktionskosten wieder reinzuholen und neuerliche Alita-Abenteuer zu ermöglichen.

Details zu "Alita: Battle Angel"

Originaltitel: Alita: Battle Angel
Produktionsland: USA
Veröffentlichungsjahr: 2018
Regie: Robert Rodriguez
Produktion: James Cameron, Jon Landau
Darsteller: Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Ed Skrein, Jackie Earle Haley u.a.
Laufzeit: 122 Minuten
Läuft am 14. Februar 2019 in den deutschen Kinos in 3D an

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pap/kad/news.de

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