Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - 20.08.2014, 16.36 Uhr

Wesley Snipes + Kellan Lutz: Wesley Snipes verpasst Stallone einen Arschtritt

Was war für Sie die aufregendste Erfahrung während des Drehs?

Snipes: Für mich war es die Helikopter-Szene. Es war das erste Mal, dass wir alle zusammen waren. Harrison Ford hier, Arnold Schwarzenegger hinter mir, Antonio Banderas dort. Wow!

Wesley, Sie sind ein ausgebildeter Martial-Arts-Kämpfer. Haben Sie schon einmal überlegt, mit welchem Ihrer Schauspielkollegen Sie sich am ehesten duellieren könnten?

Snipes: In der Nacht öfter mal, aber ich würde nie darüber sprechen. Aber bei einigen würde ich es auch nicht darauf ankommen lassen. Eine Nacht träumt man vielleicht davon, es Randy Couture zu zeigen, aber dann wacht man auf und denkt sich, nein Junge, lass es lieber (lacht).

Aber sind Muskelmänner wie in den 80ern und 90ern heute im Kino wirklich noch gefragt?

Snipes: Der Actionfilm hat sich verändert, die Welt ist offener und vielfältiger geworden, das darf man nicht vergessen. Es gibt Regionen, in denen kommen Muskelmänner nicht so gut an, in anderen sind sie wahnsinnig beliebt. Ich selbst bin ein Fan von maskulinen Filmen, in denen die Männlichkeit voll ausgelebt wird. Mit solchen Streifen bin ich groß geworden. Damals musste man sich als Held noch richtig anstrengen.

Es ist 20 Jahre her, als Sie, Wesley, mit Sylvester Stallone Demolition Man drehten. Wie ist es, nach dieser langen Zeit wieder gemeinsam vor der Kamera zu stehen?

Snipes: Wir hatten versucht, noch einen weiteren Film gemeinsam umsetzen, aber es hat nie geklappt. Aber es fühlt sich nicht an, als wären bereits 20 Jahre vergangen. Demolition Man war damals mein erster großer Actionfilm. Ich kam, noch ganz grün hinter den Ohren, vom Theater und musste erst einmal lernen, wie das mit dem Actionfilm überhaupt funktioniert. Ich war so aufgeregt. Bei meinem ersten Drehtag mit Stallone sollte ich ihn mit einem Schlag gegen die Wand schleudern. Ich ging davon aus, dass ich gleich auf «Rocky» stoßen würde, also übte ich meinen Kick. Als die die Szene dran war, ging ich so heftig zur Sache, dass ich Sly tatsächlich gegen die Wand schleuderte. Er sagte nur: «Ok, Mister Karate-Mann! Du musst mir keinen Tritt verpassen, ich kann es selbst so aussehen lassen, als würde ich gegen die Wand donnern.» Mein erster Gedanke war nur: «Oh Gott, jetzt werde ich schon nach meinem ersten Drehtag gefreuert.»

Kellan, Sie sind ja vor allem durch die Twilight-Saga bekannt geworden. Wie stehen Sie rückblickend dazu?

Lutz: Ehrlich gesagt, als ich das erste Mal das Drehbuch las, habe ich nicht verstanden, um was es ging. Ich dachte mir, warum legen sie den Fokus auf Edward Cullen, der ist doch ständig nur mies drauf? Also sagte ich zunächst nein. Ich mag eher Actionfilme. Man hat ja immer ein Genre, was man gern macht und schaut. Aber ich mag meinen Charakter in Twilight und bin stolz darauf, mitgespielt zu haben, denn es hat mir viele Türen geöffnet. Aber ich muss zugeben, ich dachte, wenn ich schon einen Vampir spiele, habe ich auch diese scharfen Zähne. Aber nichts da. Verdammt!

Wenn Sie zurückblicken auf Ihre Kindheit, was meinen Sie, wer hat Ihr Bild von Männlichkeit am meisten geprägt?

Snipes: Ich hatte interessante Gestalten in meiner Nachbarschaft (lacht). Aber ich kann Ihnen sagen, wer die coolsten Männer auf dem Planeten waren: Errol Flynn, der mich sehr beeinflusst hat, James Brown und Tom Jones. Für mich war Tom Jones DER Mann. Die Frauen sind förmlich ausgeflippt, als sie ihn sahen, das wollte ich auch.

Lutz: Als ich jung war, habe ich meinen Vater nicht so oft gesehen. Ich denke, wenn man im mittleren Westen aufwächst, bekommt man diese Farmermentalität. Man sieht Farmer mit Traktoren, Cowboys auf einer Ranch. Ich denke, es waren die Menschen, die mich umgaben.

Viele Männer wissen heutzutage nicht, wie man sich am besten gibt: Softie, Macho oder irgendetwas anderes. Was ist Ihre Empfehlung an die Jungs von heute?

Snipes: Schaut «The Expendables 3» und wir zeigen euch, wie es funktioniert!

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