Von news.de-Redakteurin Susett Queisert - Uhr

Idris Elba ist Mandela: Seite 2: Lesen Sie, was Idris Elba persönlich unter Freiheit versteht.

Sie haben sich viel Material über Mandela angeschaut. Haben Sie dabei sortiert, welche Aspekte wichtig sind? Oder haben Sie irgendwann den Überblick verloren?

Idris Elba: Dabei ging es mehr um die Geschichte Südafrikas als um Mandela selbst. Es gibt viele Dokumentationen über ihn, aber sie haben mir nicht geholfen. Ich musste verstehen, was Mandela für das Land bedeutete und wie sich seine Präsenz anfühlte. Ich las die Bücher und sah die Dokumentationen. Ich wollte Afrikaner verstehen und was damals passierte, als sie nach Südafrika gingen, wie sie sich vermischten. Das war relevant für mich, um Mandela zu spielen.

Sie fuhren einige Zeit nach Südafrika. Ist die Anwesenheit von Mandela dort nach wie vor zu spüren?

Idris Elba: Ja, ANC ist immer noch am Leben. Aber die Charakteristik hat sich geändert. Manche Menschen sind auch keine Fans von Mandela. Sie fühlen sich, als hätten Sie ihr Land verloren, weil Mandela keine Rache üben wollte.

Das ist ja auch ein spannender Fakt im Film: Bevor er den Friedensnobelpreis gewann, war Mandela ein Befürworter der Gewalt. Erst im Nachhinein hat er seine Einstellung geändert.

Idris Elba: Ja, das kann ich verstehen. Gewalt war – meiner Meinung nach – die letzte Option für ihn. Es wurden unschuldige Menschen getötet. Sie hatten zwar keine Rechte, aber sie zu töten... Die ANCs hatten zum Kampf aufgerufen, aber es hat nicht funktioniert.

Mandela sagte einmal, er würde alles tun für die Liebe. Was wären Sie bereit, für Liebe zu tun?

Idris Elba: Schwierige Frage. Liebe und sich verlieben bedeuten Freude. Es ist wichtig sie zu haben, klar. Ich bin mir nicht sicher, was ich aus Liebe getan habe, aber ich kann mir vorstellen, was ich für Liebe bereit bin zu tun. Ich liebe meine Tochter. Ich würde alles tun, um sie zu beschützen.

Im Film geht es um die Person Mandela sowie sein politisches Engagement und weniger um die Geschichte Südafrikas. Wie empfinden Sie die Entscheidung des Produzenten?

Idris Elba: Erst einmal haben wir keine 18 Stunden, um alles in einem Film unterzubringen. Der Film zeigt eine sehr persönliche Seite von Mandela. Der Film basiert auf seinen Memoiren. In seinem Buch geht er nicht ins Detail über die Apartheid oder die politische Strenge, die damals herrschte. Im Kern geht um die Reise eines Mannes, der nach 27 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wird. Man musste sich entscheiden, welche Art von Mandela-Film diese Version werden sollte. Es geht um ihn und Winnie als Menschen. Die Geschichte der Apartheid ist ein anderer Film.

FOTOS: Nelson Mandela Diese Promis sonnen sich in seinem Glanz

Was bedeutet Freiheit für Sie persönlich?

Idris Elba: Glauben Sie es oder nicht, Freiheit ist, wenn man sich nicht beeinträchtigt fühlt. Ich denke, Freiheit ist, wenn jeder schreien und sagen kann, was er denkt und fühlt. Das ist Freiheit! Egal, in welcher Stimmung Sie sind, es ändert Ihre Einstellung nicht.... Aber auch Motorrad fahren ist Freiheit für mich (lacht).

  • Seite:
  • 1
  • 2
  • 3