Von news.de-Redakteur Ullrich Kroemer - 29.03.2014, 09.00 Uhr

Schumi seit 3 Monaten im Koma:  Wurde Schumi zu spät beatmet?

Wurde Schumi zu spät beatmet?

«Ich kritisiere ganz klar ein System, dass es erlaubt, Patienten mit Kopfverletzungen in Krankenhäuser ohne Neurochirurgie zu bringen», schreibt Hartstein. Zudem sei die Behandlung vor dem Abtransport mit dem Hubschrauber genauso wenig ausreichend wie die Erfahrung des Personals unter schwierigen Umständen.

Eine deutsche Studie aus dem Jahr 2006 bestätigt Hartsteins Einschätzungen. «Nur etwa 60 Prozent der Ärzte handeln am Unfallort den Leitlinien zur Behandlung von SHT-Patienten entsprechend», schrieb die «Pharmazeutische Zeitung» damals. Selbst eindeutig Schwerverletzte würden oft nicht künstlich beatmet. «Dabei gehört die Sauerstoffversorgung des Gehirns neben der Stabilisierung des Kreislaufs zu den wenigen medizinischen Maßnahmen am Unfallort, die ein weiteres Absterben von Gefäßen und Gewebe verhindern können», heißt es in der Analyse zur Studie. Michael Schumacher wurde zwar bereits im Notfall-Hubschrauber beatmet - aber erst nach einer Zwischenlandung, bei der wertvolle Zeit verloren ging.

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kru/iwi/news.de

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