Wirtschaft

Produktwarnung im Juli 2026: Hepatitis-A-Viren entdeckt - großer TK-Beeren-Rückruf bei Rewe

Rewe ruft aktuell Tiefkühlbeeren zurück (Symbolfoto). Bild: Adobe Stock/ Nordseeklaus

  • Artikel teilen:
  • Großer Rückruf bei Rewe
  • Tiefkühlbeeren der Eigenmarke "ja!" können mit Hepatitis-A-Viren belastet sein
  • TK-Beeren nicht roh essen:Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, die gefrorenen Früchte immer vorher zu erhitzen

Rewe startet aktuell eine Rückrufaktion. In einer Beerenmischung der Eigenmarke "ja!" wurden Hepatitis-A-Viren nachgewiesen. Nur eine Charge ist betroffen.

Rückruf bei Rewe - TK-Beeren mit Hepatitis-A-Viren belastet

Es handelt sich um die tiefgekühlte "ja! Beerenmischung" im 750-Gramm-Beutel, berichtet Rewe in einer Pressemitteilung. Betroffen ist ausschließlich die Charge mit der Nummer L-26085 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 15.03.2028. Die betroffenen Packungen wurden bereits aus den Verkaufsregalen entfernt.

Das Produkt stammt vom spanischen Hersteller Eurogroup España Frutas y Verduras S.A.U. und wurde in mehreren Bundesländern vertrieben: Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz sowie im Saarland. Auch in Luxemburg gelangte diese Charge in den Handel.

Bundesweiter Produktrückruf

Die Beerenmischung der Eigenmarke "ja!" ist vor allem in Filialen der REWE-Group erhältlich, darunter REWE und Nahkauf. Ebenso führt die Supermarktkette Hit das Produkt im Sortiment. Verbraucher sollten ihre Tiefkühltruhen auf entsprechende Vorräte überprüfen.Verbraucher können die betroffene Beerenmischung in den Geschäften zurückgeben. Ein Kassenbon ist dafür nicht erforderlich – der Kaufpreis wird vollständig erstattet.

So gefährlich kann eine Infektion mit Hepatitis A sein

Eine Infektion mit Hepatitis A äußert sich zunächst häufig durch Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Bauchbereich. Hinzu kommen oft ein allgemeines Krankheitsgefühl sowie leichtes Fieber. Im weiteren Verlauf kann sich eine Gelbsucht entwickeln, erkennbar an einer Verfärbung von Haut und Bindehaut, dunklem Urin sowie entfärbtem Stuhl. Starker Hautjuckreiz gehört ebenfalls zu den typischen Beschwerden.

Die Symptome halten üblicherweise zwischen wenigen Tagen und mehreren Wochen an. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder, Personen mit geschwächtem Immunsystem sowie Menschen mit vorbestehenden Lebererkrankungen. Bei diesen Risikogruppen kann die Erkrankung einen deutlich schwereren Verlauf nehmen. In Deutschland erfolgt die Übertragung von Hepatitis-A-Viren häufig über kontaminierte Lebensmittel wie Tiefkühlkost oder Meeresfrüchte aus dem Mittelmeerraum.

Hepatitisimpfung auch nach Verzehr noch wirksam

Eine Besonderheit bei Hepatitis A: Selbst nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel bleibt eine Schutzimpfung möglich. Bis zu 14 Tage nach dem Konsum der betroffenen Beerenmischung kann eine Impfung noch erfolgen und den Ausbruch der Krankheit verhindern. Wann eine Impfung gegen Hepatitis A und B erfolgen sollte, verrät das Robert-Koch-Institut auf seiner Webseite.

Die Zuordnung einer Erkrankung zum Verzehr eines bestimmten Lebensmittels gestaltet sich bei Hepatitis A besonders schwierig. Der Grund liegt in der außergewöhnlich langen Inkubationszeit: Zwischen der Ansteckung und dem Auftreten erster Symptome vergehen zwischen 15 und 50 Tagen. Im Durchschnitt dauert es etwa vier Wochen, bis sich die Erkrankung bemerkbar macht. Wer die betroffene Charge verzehrt hat, sollte daher in den kommenden Wochen auf mögliche Krankheitszeichen achten.

Tiefkühlbeeren niemals roh verzehren

Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt bereits seit Jahren davor, tiefgekühltes Obst ohne vorheriges Erhitzen zu essen. Die Behörde empfiehlt, Tiefkühlbeeren grundsätzlich vor dem Verzehr aufzukochen. Neben Hepatitis-A-Viren können solche Produkte bei unsachgemäßer Herstellung auch Noroviren enthalten.

Weitere Verbraucher-News auf einen Blick:

/bua/news.de/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.