Epstein-Skandal: Deutsche Bank tief verwickelt in fragwürdige Zahlungen des Finanziers
Deutsche Bank spielte eine Rolle im Epstein-Skandal. Bild: picture alliance/dpa | Arne Dedert
Erstellt von Mia Lada-Klein
11.02.2026 17.23
- Mehrjährige Geschäftsbeziehung zwischen Epstein und Deutscher Bank
- Zahlungen über "Butterfly Trust" an junge Frauen dokumentiert
- Millionenstrafen und Vergleich belasten das Geldhaus erneut
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Die jüngste Veröffentlichung weiterer Akten im Fall Jeffrey Epstein bringt nicht nur bekannte Namen aus Politik und Wirtschaft erneut ins Gespräch. Auch ein deutsches Geldinstitut gerät verstärkt ins Blickfeld: die Deutsche Bank. Während international über prominente Persönlichkeiten diskutiert wird, richtet sich die Aufmerksamkeit nun auch auf finanzielle Verbindungen, die in den neu ausgewerteten Dokumenten detailliert beschrieben werden.
Konten und Millionenbewegungen: Geschäftsbeziehung über mehrere Jahre
Den Unterlagen zufolge führte Epstein "noz" zufolge zwischen 2013 und 2018 mehrere Konten bei der Deutschen Bank. Über diese liefen offenbar wesentliche Zahlungsströme seines weit verzweigten Netzwerks. Dazu zählten Transaktionen rund um Immobilien, Ausgaben für sein Privatflugzeug sowie Geldflüsse an Stiftungen. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei ein Konstrukt mit dem Namen "Butterfly Trust". Über dieses Vehikel sollen beträchtliche Summen an junge Frauen geflossen sein. Als Zahlungsgrund wurden unter anderem Miete, Reisekosten, Studiengebühren oder auch Einwanderungsangelegenheiten angegeben.
Jeffrey Epstein: Zahlungen für Ausbildung, Medizin und juristische Hilfe
Die Dokumente zeichnen das Bild eines Systems, das auf finanzieller Kontrolle basierte. Neben Studienkosten wurden demnach auch Sprachkurse, medizinische Behandlungen und weitere Ausgaben übernommen. Ziel soll es gewesen sein, die Abhängigkeit der Betroffenen zu verstärken. Darüber hinaus finden sich Hinweise auf übernommene Rechtskosten. Wurden Personen aus Epsteins Umfeld mit Vorwürfen konfrontiert, sprang er offenbar wiederholt finanziell ein. Auch Ghislaine Maxwell, die später selbst verurteilt wurde, wird in diesem Zusammenhang genannt.
Deutsche Bank räumt Fehler im Fall Jeffrey Epstein ein: Millionenstrafe und Vergleichszahlungen
Die Deutsche Bank äußerte sich auf Anfrage dahingehend, dass man die frühere Geschäftsbeziehung bedaure und mit den Behörden kooperiere. Bereits 2020 hatte die Finanzaufsicht im US-Bundesstaat New York eine Strafe in Höhe von 150 Millionen Dollar verhängt. Begründet wurde dies mit Defiziten bei der Geldwäschekontrolle. Hinzu kommt ein Vergleich mit Betroffenen, auf den sich das Institut vor einigen Jahren einigte. Die Summe belief sich auf rund 75 Millionen Dollar. Mit dem Auftauchen neuer Dokumente dürfte die Debatte um die Rolle der Bank jedoch erneut an Intensität gewinnen.
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