Festnetz wird teurer: Telekom-Preishammer trifft treue Kunden besonders hart
Die Telekom erhöht ab April ihre Preise für Festnetz und diverse weitere Leistungen. Bild: picture alliance/dpa | Oliver Berg
Erstellt von Felix Schneider
31.03.2026 12.34
- Telekom-Kunden zahlen ab dem ersten April deutlich mehr
- Gleich mehrere Leistungen werden teurer, darunter DSL und MultiSIMs
- Verbraucher sollten entsprechend mit anderen Anbietern vergleichen
Mehr Infos für Verbraucher finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Ab dem 1. April müssen sich zahlreiche Telekom-Kunden auf höhere Kosten einstellen. Der Konzern dreht an mehreren Preisschrauben gleichzeitig - und das trifft vor allem langjährige Bestandskunden. Betroffen sind ältere DSL-Verträge, kostenpflichtige MultiSIMs und zusätzliche Pluskarten. Je mehr Leistungen Kunden beziehen, desto mehr zahlen sie drauf - um bis zu 14 Euro mehr pro Monat. An den gebotenen Leistungen des Konzerns ändert sich indes nichts.
Ältere Festnetzverträge werden teurer – ohne Gegenleistung
Im Festnetzbereich greift die Preiserhöhung bei DSL-Tarifen, die vor April 2023 abgeschlossen wurden. Konkret handelt es sich um Verträge aus den Produktlinien MagentaZuhause und Call & Surf. Diese kosten laut "inside digital" künftig monatlich 2 Euro mehr. Ein Tarif für 44,95 Euro schlägt dann beispielsweise mit 46,95 Euro zu Buche. Geschäftskunden zahlen netto 1,68 Euro zusätzlich.
Die Telekom rechtfertigt den Schritt mit gestiegenen Ausgaben für Netz und Service. Betroffene Kunden seien vorab informiert worden. Wer bislang nicht aktiv geworden ist, dessen Vertrag läuft automatisch zu den neuen Konditionen weiter. Für viele dürfte das ärgerlich sein: Weder erhöht sich die Surfgeschwindigkeit, noch kommen zusätzliche Funktionen hinzu. Die Mehrkosten bringen schlicht keinen Mehrwert.
Mobilfunkkunden zahlen kräftig drauf
Auch im Mobilfunkbereich werden die Kosten spürbar steigen. Die monatliche Gebühr für kostenpflichtige MultiSIMs erhöht sich zum 1. April von 4,95 Euro auf 6,95 Euro. Diese Zusatzkarten ermöglichen es, einen bestehenden Handyvertrag auf weiteren Geräten zu nutzen. Die Preisanpassung betrifft sowohl Neu- als auch Bestandskunden. Geschäftskunden bleiben offenbar verschont.
Bei den PlusKarten hat die Telekom bereits im Februar nachgelegt. Die erste Zusatzkarte bleibt zwar bei 19,95 Euro monatlich. Ab der zweiten PlusKarte steigt der Preis jedoch von 9,95 Euro auf 14,95 Euro. Wer seinen Tarif nachträglich erweitert, landet automatisch beim höheren Betrag. Gerade für Familien mit mehreren Mobilfunknutzern wird es somit deutlich teurer. Bestehende PlusKarten behalten den alten Preis nur, solange am Vertrag nichts geändert wird.
Bis zu 14 Euro mehr im Monat - ohne Mehrwert
Die einzelnen Preiserhöhungen sind zwar überschaubar, doch in Summe kommt einiges zusammen. Wer einen älteren DSL-Vertrag hat, mehrere MultiSIMs nutzt und zusätzliche PlusKarten gebucht hat, zahlt an gleich drei Stellen mehr - das schlägt allein bei den MultiSIMs mit bis zu 14 Euro monatlich zusätzlich zu Buche.
Einen erkennbaren Gegenwert für die Mehrkosten gibt es nicht. Die Internetgeschwindigkeit bleibt gleich, zusätzliche Funktionen fehlen. Verbraucher sollten daher prüfen, ob ein Wechsel zu einem anderen Anbieter sinnvoll ist. Je nach Anbieter und gewünschten - sowie tatsächlich benötigten - Leistungen können Verbraucher deutlich günstigere Konditionen bei der Konkurrenz finden.
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